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Okulation – Arbeitsschritte anhand von Fotos

Wurzelhals einer Unterlage Wurzelhals einer Unterlage.

Reiser Rosentriebe (= Reiser), rechts im Bild noch mit Laub, links zugeschnitten: Nebenblatt und Stacheln bleiben stehen; es verhindert ein Austrocknen. Zugeschnittene Reiser sind lagerbar (kühl, feucht) und können auch verschickt werden.

Reiser Rosenauge, hier rötlich, links und rechts sitzen noch Stacheln, oberhalb das Nebenblatt. Stacheln und Nebenblatt werden erst kurz vor dem Veredeln entfernt.

Das Auge zuschneiden

Die Ansichten sind die eines Veredlers:

  1. Reiser, Rosenauge Das wird gebraucht: ein Rosenauge.
  2. geschnittenes Rosenauge Das aus dem Reiser herausgeschnittene Auge.
  3. Holzgabel des Auges Das rückseitige Holz des Auges wird zügig abgezogen (hier nur zur Demonstration leicht angehoben). Eine mehr oder weniger geglückte Gabelform des Holzes zeigt, das Auge ist wohl brauchbar.
  4. Holzgabel des Auges Durch das Entfernen dieser Gabel wird die Wachstumsschicht (Kambium) des Auges gänzlich freigelegt. Löst sich diese Gabel entsprechend nicht, ist das Auge in der Regel nicht zu gebrauchen.

Das Einsetzen des Auges

  1. geöffneter Wurzelhals, T-Schnitt Geöffneter Wurzelhals der Unterlage, der sog. T-Schnitt. Da kommt das Auge rein! Löst sich die Rinde gut, ist es ein Zeichen, die Unterlage ist reif für das Veredeln, deren Kambium ist aktiv und verwächst mit dem des Auges.
  2. eingesetztes Auge Eingesetztes Auge. Das Fähnchen oberhalb des T-Balkens wird natürlich entfernt.
  3. eingesetztes Auge Fähnchen ist weg, die Veredelung soweit fertig.
  4. eingesetztes Auge Eine kurze Pause – und so sieht das dann von vorne aus.
  5. gesetzte Okulette Ein Pflaster drauf, die sog. Okulette, damit kein Schmutz und kein Wasser eindringt.

Die Veredelung ist fertig!

Bis zur Ernte nun rund 1,5 Jahre Geduld.


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