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Rosa spinosissma L,

“Bibernell-Rose”, “Pimpinell-Rose”, “Dünen Rose”, “Felsen-Rose”, “Stachelrose”.

Wildrose.
100 cm, gelegentlich deutlich weniger oder (seltener) deutlich mehr, gut duftend.

Rosa spinosissima Rosa spinosissima

Anfang September 2020:

Rosa spinosissima

Die Angaben zur Höhe des Strauches schwanken zwischen Unterarmlänge und mannshoch. Rose als indigene Art weit verbreitet, Europa, Asien. Bevorzugt natürlich vorkommend magere, steinig-sandige, kalkreiche Flächen, wächst allerdings auch in einem guten Gartenboden.
Insgesamt pflegeleichte, robuste Rose; reife Früchte sind schwarz; kleine, schwarze Flecken ab Spätsommer auf dem Laub sind arttypisch und unbedeutend für die Gartenkultur.

Die Angaben zum Wuchs schwanken stark, möglicherweise aus zwei Gründen:

1) durch deren unterschiedliche Standorte, bezogen auf Deutschland: Dünen der nordfrisischen Inseln bis in Höhenlagen um 2000 m in Bayern; auf felsigen Grund bleibt sie entsprechend klein, mitunter kriechend. An den Küsten kenne ich sie unter 100 cm im Wuchs.
Bildet ein Geflecht unterirdischer Ausläufer, insofern für den Küstenschutz relevant.

2) Die heimische R. spinosissima L. wird häufig durch die im hiesigen Raum aufgepflanzte Rosa spinosissma var. altaica verdrängt; letztere wächst deutlich kräftiger und ist natürlich eher im asiatischen Raum sowie in Russland [Varietät hispida (Sibirien)] vorkommend.
Leider werden beide Rosen sowohl im Verkauf als auch in diversen Datenbanken verwechselt / gleichgesetzt, was ebenfalls zu diversen Angaben u.a. bezüglich des Wuchses führen dürfte.

Gefährdung

Die “Bibernell-Rose” gilt im deutschen Raum als gefährdet; um einschätzen zu können, was diese Einstufung bedeutet, siehe zum Beispiel FloraWeb, Gefährdung.
Ebenda finden Sie weitere Information über diese und andere heimische Rosen.
Zur Einstufung der Gefährdung sei angemerkt, dass solche Beurteilungen weder bundesweit noch institutionell einheitlich sind; bei unserer Exkursion entlang der Ostseeküste erschien uns diese heimische Art sogar als »stark gefährdet«, nicht allein durch die eingeschleppte Rosa rugosa, die mittlerweile fälschlich als »heimisch« angesehen wird; autochthon erschien uns R. spinosissima L. an den Abschnitten der Ostseeküste, die wir abliefen, gar nicht mehr vertreten, allein an einer Stelle fanden wir kleine Schösslinge, bedrängt durch umstehende Rugosa-Rosen; bestenfalls an untypischen Standorten bei den uns bekannten Küstenabschnitten noch zu finden, künstlich gepflanzt, zum Beispiel an der Prominade bei Laboe und Heikendorf.
Auf Hiddensee entdeckten wir sie noch vergleichsweise häufig als Pionierpflanze auf den recht jungen Landaufspülungen der Ostküste (Alt-, Neu-Bassin), jedoch nicht auf der Hauptinsel, die übrigens – abgesehen von Hausgärten – frei von Rosa rugosa ist!


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