Sprung zum Inhalt, Menü


‘Paul’s Himalayan Musk’, Blüte ‘Paul’s Himalayan Musk’ – zum Rosenhimmel …
Als ich vor dieser Rose stand, fiel mir ein Kunde ein, der stolz von seiner ‘Madame Lauriol de Barny’ berichtete, sie habe 129 Blüten am Strauch. Toll! Durchgezählt! So dachte ich mir – und gut, dass er vor Zeiten keine ‘Paul’ gekauft hatte …
Das Holz am Fuß dieser Pflanze war noch recht jung; kräftige Triebe schossen schon während der Blüte aus diesem Blütenballen hervor. In fünf Jahren – spätestens – werde ich wieder kommen und ich hoffe, dass die Rosarium-Gärtner bei dieser Rose keine Schere ansetzen …

Gut gedacht und gut gemacht

Von der großen Fülle unserer Wildrosen bestimmten nur wenige Arten die modernen Gartenrosen

Info-Tafel Rosarium
Übersicht über die Entwicklung der Rose – Info-Tafel(n) im Rosarium.
Ein älterer Herr und Rosenkenner erzählte mir, er wolle die Fahrt von rund 450 km nach Sangerhausen nicht auf sich nehmen; Rosenrabatten und gepflegte Anlagen habe er in seinem Leben genug gesehen. Ich widersprach vehement! Gewiss, hier eine Rabatte, dort etwas Buchs … die Schminkbilder für Zeitung und Internet. Pah! Kaum nennenswert. Bald unerklärlich diese Vermutung, (auch) Sangerhausen sei ein reiner Schaugarten, bestenfalls gut für einen bummeligen Sonntags-Nachmittags-Spaziergang.

Diese Schautafel macht anschaulich, wie wenig das Potenzial der Wildrosen in der (neuzeitlichen) Zucht berücksichtigt wurde und bis heute auch kaum nennenswert berücksichtigt wird. Die Vielfalt der Rose aber findet eben hier ihren Grund und Boden – und nicht auf einen vermeintlichen »Neuheitenmarkt«, der eher zunehmend verarmt. Eine der spärlichen Ausnahmen bildet das jüngste Einkreuzen der Hulthemia persica, mit einer mittlerweile großen Auswahl an Sorten [ebd. Beispiele und weiterführende Links], die freilich nicht für jeden Garten geeignet sind – und sich leider wieder einmal mehr auf die Blüte der Rose konzentrierten.

‘Nyveldt’s White’ mit Heuschrecke ‘Nyveldt’s White’ mit Heuschrecke.
Die Grenzen des Internets sind blöd; auf meinem Foto kann ich die Struktur der Antennen, der Gliedmaße und der Augen erkennen. Schärfer aber geht’s hier halt nimmer. Wer Spaß am Gruseln hat, drücke wenigstens OOO.