Oktober 2026 – Schattenplatz im Garten errichten via selbstgebautem Unterstand (Pergola) aus Holz mit Stromkraftwerk auf dem Dach, alle Arbeitsschritte einschließlich Pflaster verlegen.
Es war viel zu bedenken – Sie müssen ja nicht alles lesen! Sie picken sich heraus, was Sie brauchen können …
Die Baggerarbeiten übernahm Johannes (Grüne Wege GmbH), also den Aushub und den Abtransport der Erde sowie das Einarbeiten vom Unterbau für die Pflasterung.
Den Rest machen wir selbst.
Stand der Dinge bis 07. Oktober 2026:
25.09.2026
Der Mitarbeiter von Johannes hatte Urlaub, so sprang Johannes zwischen Bagger und Radlader hin und her – für uns hat das so gepasst …
Aushub der Erde, Einbau Unterbau sowie Verlegung des Leerrohrs haben 2 Tage beansprucht.
Grob fertig gebaggert, darauf kam der Unterbau.
Gartenansicht – Links hinter dem Beet ist der fertige Unterbau zu sehen.
Die Beete sind jetzt rundum schmaler und lassen sich pflegen …
Nicht zu unterschätzen ist die Menge an Erde, die allein bei 50 qm Fläche für Pflaster ohne PKW-Verkehr zusammenkommt.
Diese Erde wird ja weiterverwendet – gesiebt und derlei und sodann als „Mutterboden“ verkauft. Wir hatten einfach keinen Platz dafür.
26.09.2026
Links brachte Johannes schon den Unterbau aus, rechts habe ich noch rasch das Kabelleerrohr verlegt bis zur Stele:
Es macht immer Sinn, durch solche Leerrohre eine Schnur zu ziehen, um (weiche) Kabel bequem durchführen zu können. Mache am durchgeführten Kabel dann immer auch eine neue Schnur, so dass bei Reparatur oder Erweiterung die Arbeit leichter bleibt.
Weiter ging es erst Anfang Oktober:
04.10.2026
Loch für den Pfostenanker, an dem der Stromspeicher später kommt.
Die Löcher sind rund 40 cm x 40 cm und „frostfest“ 80 cm tief.
Sicherheitshalber etwa 15-20 cm Kies-Gemisch als Drainage am Boden des Lochs verdichtet; dies muss nicht sein, schadet aber auch nicht.
H-Anker für 14 cm Ständer. Etwas kräftiger sieht besser aus, finde ich. Es kommen zudem langfristig rund 100-150 kg aufs Dach; die Dachfläche ist so geplant, um später zu den vier Paneels weitere zwei Paneels aufzunehmen zu können.
Ausschnitt Fläche mit allen vier Löchern für die Ständer des Unterstellplatzes.
Die Löcher und das Einbetonieren der (in unserem Fall) H-Anker für die Ständer kann auch nach der Pflasterung erfolgen, so lässt sich die Pflasterung genauer an die Ständer anpassen; das Pflaster aber war noch nicht vor Ort und ich wollte nicht Zeit schieben.
Für die Löcher und folgende Holzkonstruktion habe ich fast einen ganzen Tag gebraucht. Für Ungeübte läuft die Uhr halt etwas schneller …
Die Maße der Anker müssen stimmen.
Die „abenteuerliche“ Holzkonstruktion fixiert und bestimmt die Abstände der Anker, der rechte Winkel lässt sich gut durch abmessen der beiden Diagonalen überprüfen. Der Rest der Ausrichtung erfolgt durch Anhalten der Wasserwaage und alles wird noch via Schraubzwingen fixiert, bevor der Beton in die Löcher kommt (und stets erneut die Maße prüfen!).
Mit Maurerschnur wäre es auch gegangen, hatte nur keine …
Dies alles muss natürlich für den Unterstand samt „Kraftwerk“ auf dem Dach ziemlich genau sein, da 1 cm Differenz bei den Ankern rasch beim Holz-Unterstand von rund 250 cm Höhe und 300 cm Breite x 280 cm Tiefe (= Pfostenabstände) auf einige Zentimeter anwachsen kann …
Beton via Mörtelrührer erstellen und H-Anker einbetonieren sowie erneut die Maße überprüfen wird wohl einen guten Vormittag beanspruchen – von wegen, hat auch einen Tag gedauert:
05.10.2026
Wasser läuft vom Betonsockel ab. Über den Beton pflastern (stramm bis zum H-Anker) ist zwar möglich, wir werden aber sehen, ob ich es so mache, rund pflastern und den Restbeton mit Quarzsand abdecken wäre eine Option.
Rund 100 kg Zement (4 Säcke) und rund das Vierfache an Mischkies sind in den Löchern verschwunden. Mit der Hand (Mörtelrührer) kann man solche Mengen nur portionsweise herstellen und verarbeiten.
Werkzeuge weggeräumt, Fläche erneut halbwegs glattgezogen. Das Hilfsgerüst lasse ich noch einige Tage.
PAUSE – wir müssen warten, bis die Pflastersteine und der Kies geliefert werden …
„Archäologisch“ waren wir auch ungewollt aktiv: In der Ausschachtung fanden wir wohl Reste eines Kamins einer ehemaligen Räucherkate, die nur mündlich überliefert war.
Pflaster legen – ab 14. Oktober 2026
14.10.2026 – Anlieferung des Materials.
Insgesamt 5 Paletten Pflastersteine a 1,8 Tonnen, 4 Bigbag Verlegesplitt a 1,1 Tonnen sowie 10 Säcke Quarzsand a 25 kg wollen mit der Schubkarre 30 Meter vom Hofplatz zur Baustelle … dies frisst Kraft und Zeit.
Was will man machen, habe keinen Bagger, keinen Radlader und mach ja sonst nix …
Bei der Arbeit …
Vor der ersten Verfüllung mit Quarzsand.
Quarzsand grob eingefüllt – sollte vor dem Rütteln gemacht werden. So sitzen die Steine ruhiger.
Pflaster wird sich noch etwa 1 cm beim Rütteln setzen – sollte entsprechend eingeplant werden mit den umliegenden, vorgegebenen Flächen.
Die letzten 2, 5 Tage gepflastert. Werde für die rund 50 qm weitere 2,5 Tage brauchen. Der Transport des Materials via Schubkarre ist zeitraubend …
Die H-Anker und das Kabelrohr pflastere ich nun doch ein. Wir werden aber Glaskies in hellblauer Farbe in einigen der Dreiecke ausbringen – anstatt alle mit Zuschnitt des Pflasters zu füllen. Denken, es könnte ganz nett und lebendig aussehen …
Pflasterflächen: die rechte soll den Sitzbereich optisch einfangen, der linke den Weg vom Garten bis Zisterne und zurück – wie man sich die Dinge halt immer so denkt …
Die Stahlrohre im Hintergrund lege ich im ausgestreuten Verlegesplitt, um die Höhe und das Gefälle ermitteln und die Flächen sauber abziehen zu können.
Verlegen des Pflasters
Also, bei geplanten 4 cm Splitthöhe und Stahlrohren von 3 cm Durchmesser heißt es, 1 cm ausbringen, harken, Rohre justieren, bis auf die Oberkante der Rohre Splitt auftragen, sauber über zwei, drei Rohre den überschüssigen Splitt abziehen – und man hat die gewünschte Fläche für das Verlegen des Pflasters.
Schlanke T-Träger aber sind besser geeignet als Rohre, da man den kleinen Spalt, der entsteht, wenn man die T-Träger abhebt, nicht verfüllen muss; bei den Rohren mit 3 cm Durchmesser muss man halt nachfüllen und mit Glättekelle glätten. Die Rohre aber hatte ich, T-Träger nun nicht … Abziehen kann man mit passender Holzlatte, Brett oder längerer Wasserwaage …
Sodann Stein für Stein verlegen … nach irgendeinem Plan.
Hier kann man noch den Abdruck des Rohres im Splitt sehen; diese recht große Rille muss schon verfüllt werden.
Die Ränder der Wege und Flächen verfestige ich etwas mit Splitt, damit sie nicht weggedrückt werden. Kann nach dem Rütteln entfernt werden – oder auch nicht; es schadet den Pflanzen nicht.
Ränder in Beton fassen wollen wir im Garten nicht, auch keine Randsteine. Pflanzen können gerne etwas über den Weg wachsen – und das machen sie dann auch im Splitt-Erdgemisch …
21.10.2026 – Fläche ist fertig. Aussortierte, etwas schadhafte Steine nutze ich für das Verfüllen der Ränder / Löcher / Spalten. Abmessen, mit der Flex hantieren, einlegen … abmessen, mit der Flex hantieren, einlegen …
Dreiecke mit einem rechten Winkel zuschneiden geht noch gut. „Freie Formen“ indessen sind blöd zu flexen …
Die Holzständer werden auf dem Pflaster stehen, so wie geplant. Da rottet nichts, wie noch zu sehen sein wird …
Ränder zu den Gartenflächen habe ich auslaufen lassen, also keine Randsteine, auch keine Betoneinfassung.
Gerüttelt wird die Fläche am Montag, 26. Oktober. Dann wird erneut Quarzsand eingekehrt – und kleinere Löcher / Spalten mit gefärbten Glas-Splitt gefüllt.
Das Angleichen der Gartenfläche mit der Pflasterung erfolgt ganz zum Schluss; meine Frau wird dann passende Pflanzen für die Randbereiche finden …
Glas-Splitt – Sündhaft teuer (20 kg Säckchen kosten über 30 €). Unsere gewählte Farbe ist eher dezent, kann man aber auch knallig haben …
Kleine Spalten und Dreiecke, die beim runden Verlegen des Pflasters zwangsläufig entstehen, will ich nicht alle mit Zuschnitt füllen; sieht meist auch eher gewollt statt gekonnt aus. Für Quarzsand sind einige Spalten / Löcher wiederum zu groß.
Versprechen uns durch diesen Glas-Splitt auch kleine „Augenfänge“ für diese Pflasterfläche. Wir werden sehen …
Der Glas-Splitt ist nicht scharfkantig – aber halt kleinkörniger Splitt, so füllt er und bleibt auch liegen.
22.10. – Glassplitt liegt:
Glassplitter … bunte Kiesel … kleine Pflanzen …? Kann man machen, muss man alles nicht.
Begeistert bin ich nicht, schlecht finde ich das Glas aber auch nicht … In allen Fällen aber macht das Ausstreuen des Splitt weniger Arbeit als der Zuschnitt von solchen kleinen Dreiecken und ovalen Formen aus Betonsteinen.
Also, so gesehen, die Dinger finde ich sogar toll!
Wir haben diesen Glas-Splitt nur dezent eingesetzt, auf Fläche kaum zu sehen.
Setzen von H-Ankern vor oder besser nach dem Pflastern?
H-Anker des Fotos 1 sitzt ja gut im Pflaster, obgleich ich „filigran anpflastern“ musste.
Nach dem Pflastern die H-Anker zu setzen hat den Vorteil, dass die Anker in der Regel stets sauberer eingefasst werden können; auch die Höhe lässt sich leichter und genauer bestimmen.
Der Nachteil aber ist: ein 80 cm tiefes Loch von Oberkante Pflaster zu buddeln, es ist kaum vergnüglich, auch nicht mit einem Lochspaten, sofern man überhaupt einen hat. Ich habe keinen.
Die etwas unsaubere Einfassung des Ankers auf Bild 2 macht sodann nicht viel, denn über diese Macken steht am Ende der Holzständer und verdeckt brav, was jetzt unsauber sein mag …
Ferner wird noch neben dem Anker für den Stromspeicher eine kleine „Hütte“ gemauert, in der auch das Stromkabel verschwindet. Passt also so für uns.
Die anderen beiden Anker sitzen übrigens so wie auf Foto 1 zu sehen, also ziemlich sauber im Pflaster.
Die gewünschte Höhe der Anker kann man auch vor dem Pflastern gut ermitteln, wenngleich es etwas aufwendiger ist, die Maße dann auch einzuhalten.
Denke aber, ich würde es wieder so machen: Erst die H-Anker setzen, sodann das Pflaster legen …
Der gröbere Kies im Fuß der Anker soll verhindern, dass sich dieser Bereich mit Quarzsand füllt, was für das Metall und fürs Holz nicht so gut ist; mit groben Kies trocknet dieser Bereich besser ab und verklumpt nicht.
Nach dem Rütteln am Montag und dem erneuten Einkehren von Quarzsand wird die Fläche wieder anders ausschauen …
Rütteln des Pflasters – 26. Oktober
Pflaster ist nun gerüttelt, mit Quarzsand verfüllt sowie mit Glassplitt geschmückt.
Ränder bepflanzen wir später. Das Pflastern aber ist abgeschlossen.
Dank an Johannes fürs Rütteln …
Kleiner Rüttler, für Gehwege und derlei vollkommen ausreichend. Pflasterfläche ist jetzt schön eben und fest, Ränder mit umliegenden Wegen angeglichen.
Steine haben sich gut gesetzt, passend zu den alten Wegen.
Holzlieferung – und Aufbau Unterstand aus Holz
… das Holz für den Unterstand ist da [26. Oktober].
Haben wir in der Tenne gelagert, wo ich auch schreinern werde …
Lob an Sägewerk Dahlinger: sehr schönes Holz, für mich ist das „Sichtqualität“, die 5 m langen Latten alleine sind schnurgerade und alles sauber gehobelt.
Fotos vom Aufbau folgen – jetzt steht erst Rosenernte an …