Schattenplatz im Garten errichten via selbstgebautem Unterstand (Pergola) aus Holz mit Stromkraftwerk auf dem Dach, alle Arbeitsschritte einschließlich Pflaster verlegen.
Der Weg führt zur alten Terrasse (siehe Holztisch). Links davon hinter dem Beet entsteht die neue Terrasse, hier nur der Unterbau zu sehen.
Die Beete sind jetzt rundum schmaler und lassen sich pflegen …
Oktober 2026 haben wir dieses Projekt gestartet. Es entstand aus „zusammengewürfelten“ Ideen für Garten und Haus: eine kleine eigene Stromversorgung + Schattenplatz im Südgarten + Erleichterung der Pflege von Flächen + offenes Wasser im Garten.
Gestorben ist die Idee eines WU-Betonbeckens – offenes Wasser im Garten fehlt uns leider immer noch. Die Schatten spendende Pergola samt Kraftwerk sollte zunächst auf die schon bestehenden Terrasse, was uns aber am Ende nicht gefiel, da wir vom Hausinnern stets auf beziehungsweise durch diese Pergola gen Süden hätten blicken müssen.
So bleibt die Sonnenterrasse wie sie ist. Daneben aber, auf der neuen Fläche, entsteht (statt eines Wasserbeckens) nun der gewünschte Schattenplatz samt Kraftwerk auf einer Pflasterung mit pflegeleichten Steinen.
Um eine offene Wasserstelle im Garten kümmern wir uns dann kommendes Jahr, ansonsten wird die Zukunft ja langweilig …
Dokumentiert sind: Unterbau und Pflasterung, Kabelleerrohr verlegen, Einbetonieren der Ständer der Pergola, Konstruktion und Aufbau der Pergola samt Kraftwerk.
Ein „Balkonkraftwerk“ gekauft – und wir haben gar keinen Balkon! Quattro (BC) - 1920Wp Balkonkraftwerk mit Speicher Anker SOLIX Solarbank 4 Pro. Mach hier kurzerhand mal Werbung für „Kleines Kraftwerk“ …
Bauen im Garten also einen Holz-Unterstand als Schattenplatz auf der Südseite des Gartens und aufs Dach von diesem Unterstand oder Pergola kommt dieses „Kraftwerk“.
Skizze der Fläche für die Pflasterung und dem Unterstand mit Kraftwerk.
Diese Fläche war kaum zu pflegen. Herausgenommene Stauden und Rosen haben wir verpflanzt:
Zugang ab Stele, am anderen Ende der Fläche geht es wieder in den Garten:
Gleich in der Nähe unter der bestehenden Terrasse haben wir ja diese Stele mit Stromanschluss für die Pumpe in der Zisterne, in der wir Regenwasser auffangen, immerhin 7 Kubikmeter, die aber leider nicht immer ausreichend sind. Wenn wir Rosen pflanzen und die Rosen dann einschlämmen oder Mauslöcher fluten, es geht dann doch gehörig Wasser weg.
An dieser Stele kommt eine zweite Steckdose, an der wir den Stromspeicher anschließen werden – und er regelt den Rest: bei Strombedarf (Waschmaschine, Computer, Spülmaschine, Zisternen-Pumpe und derlei) schaltet der Speicher sich automatisch zu, natürlich nur dann, wenn er Strom liefern kann. Wir brauchen uns diesbezüglich aber nicht zu kümmern und Anschluss an einer Steckdose genügt, um das „Balkonkraftwerk“ an den Strombedarf des Hauses zu koppeln.
Soll sich nach wenigen (etwa fünf) Jahren amortisieren. Rein theoretisch gerechnet stimmt das auch, die Praxis aber macht uns immer klüger …
Die Entwicklung des Platzes will ich hier dokumentieren – vielleicht hilft es ja, wenn Sie ein ähnliches Projekt planen, sei es ein Schattenplatz via Pergola, sei es ein Kraftwerk …
(Den nicht zwingend nötigen, aber ästhetisch wohl sinnvollen) Schutz für den Stromspeicher mauern
„Dekoration …“
Die Baggerarbeiten übernahm Johannes, also den Aushub und den Abtransport der Erde sowie das Einarbeiten vom Unterbau für die Pflasterung.
Den Rest machen wir selbst.
Stand der Dinge bis 07. Oktober 2026:
25.09.2026
Der Mitarbeiter von Johannes hatte Urlaub, so sprang Johannes zwischen Bagger und Radlader hin und her – für uns hat das so gepasst …
Aushub der Erde, Einbau Unterbau sowie Verlegung des Leerrohrs haben 2 Tage beansprucht.
26.09.2026
Links brachte Johannes schon den Unterbau aus, rechts habe ich noch rasch das Kabelleerrohr verlegt bis zur Stele:
Es macht immer Sinn, durch solche Leerrohre eine Schnur zu ziehen, um (weiche) Kabel bequem durchführen zu können. Mache am durchgeführten Kabel dann immer auch eine neue Schnur, so dass bei Reparatur oder Erweiterung die Arbeit leichter bleibt.
Weiter ging es erst Anfang Oktober:
04.10.2026
Loch für den Pfostenanker, an dem der Stromspeicher später kommt.
Die Löcher sind rund 40 cm x 40 cm und „frostfest“ 80 cm tief.
Sicherheitshalber etwa 15-20 cm Kies-Gemisch als Drainage am Boden des Lochs verdichtet; dies muss nicht sein, schadet aber auch nicht.
H-Anker für 14 cm Ständer. Etwas kräftiger sieht besser aus, finde ich. Es kommen zudem langfristig rund 100-150 kg aufs Dach; die Dachfläche ist so geplant, um später zu den vier Paneels weitere zwei Paneels aufzunehmen zu können.
Ausschnitt Fläche mit allen vier Löchern für die Ständer des Unterstellplatzes.
Die Löcher und das Einbetonieren der (in unserem Fall) H-Anker für die Ständer kann auch nach der Pflasterung erfolgen, so lässt sich die Pflasterung genauer an die Ständer anpassen; das Pflaster aber war noch nicht vor Ort und ich wollte nicht Zeit schieben.
Für die Löcher und folgende Holzkonstruktion habe ich fast einen ganzen Tag gebraucht. Für Ungeübte läuft die Uhr halt etwas schneller …
Die Maße der Anker müssen stimmen.
Die „abenteuerliche“ Holzkonstruktion fixiert und bestimmt die Abstände der Anker, der rechte Winkel lässt sich gut durch abmessen der beiden Diagonalen überprüfen. Der Rest der Ausrichtung erfolgt durch Anhalten der Wasserwaage und alles wird noch via Schraubzwingen fixiert, bevor der Beton in die Löcher kommt (und stets erneut die Maße prüfen!).
Mit Maurerschnur wäre es auch gegangen, hatte nur keine …
Dies alles muss natürlich für den Unterstand samt „Kraftwerk“ auf dem Dach ziemlich genau sein, da 1 cm Differenz bei den Ankern rasch beim Holz-Unterstand von rund 250 cm Höhe und 300 cm Breite x 280 cm Tiefe (= Pfostenabstände) auf einige Zentimeter anwachsen kann …
Beton via Mörtelrührer erstellen und H-Anker einbetonieren sowie erneut die Maße überprüfen wird wohl einen guten Vormittag beanspruchen – von wegen, hat auch einen Tag gedauert:
05.10.2026
Wasser läuft vom Betonsockel ab. Über den Beton pflastern (stramm bis zum H-Anker) ist zwar möglich, wir werden aber sehen, ob ich es so mache, rund pflastern und den Restbeton mit Quarzsand abdecken wäre eine Option.
Rund 100 kg Zement (4 Säcke) und rund das Vierfache an Mischkies sind in den Löchern verschwunden. Mit der Hand (Mörtelrührer) kann man solche Mengen nur portionsweise herstellen und verarbeiten.
Werkzeuge weggeräumt, Fläche erneut halbwegs glattgezogen. Das Hilfsgerüst lasse ich noch einige Tage.
PAUSE – wir müssen warten, bis die Pflastersteine und der Kies geliefert werden …
„Archäologisch“ waren wir auch ungewollt aktiv: In der Ausschachtung fanden wir wohl Reste eines Kamins einer ehemaligen Räucherkate, die nur mündlich überliefert war.
Verlegekies, Pflastersteine, Fugensand
Einige Gedanken über Fugen, Pflastersteine und die Fragen nach Ökologie, Preise und Nutzen.
Bewuchs in Fugen
Bewuchs in Fugen lässt sich auch nicht dauerhaft mit festen Fugen verhindern. Guter Unterbau + Verlegekies + Quarzsand (Fugensand) lässt im Kern nur Bewuchs zu, der nicht weiter stört oder sich relativ leicht entfernen ließe. Auch erlaubt diese Art des Verlegens das Durchsickern von Wasser, es versiegelt also nicht gänzlich. Ein hoher Aufwuchs ist auch nicht zu befürchten und niedrige Pflanzen werden wir in den Fugen hier und da gewiss tolerieren.
Auch eine gezielte Ansiedlung von Fugenpflanzen ist durchaus eine Option … wir werden sehen, wie es sich in den Jahren entwickelt.
Das Ausbessern der Fugen mit Quarzsand in den kommenden Jahren ist dann auch recht leicht und kostengünstig: Quarzsand ausstreuen, einkehren.
Wir haben eine Höhe des Verlegekies von etwa 4 cm kalkuliert; nach dem Rütteln der Pflaster setzt es sich noch etwas, zusammen mit dem Unterbau und dem Quarzsand aber werden wir keine Wiese auf der Pflasterung bekommen …
Das Aussuchen des Pflasters
Das Aussuchen des Pflasters hat etwas Mühe gekostet, nicht deswegen, weil unsere Geschmäcker so verschieden wären. Viel zu viele Pflaster stammen mittlerweile aus Fernost (China), insbesondere Natursteine. Innerhalb der EU finden sich etwa noch Griechenland oder Italien oder auch die Türkei als Anbieter von Natursteinen.
Ein „mediterranes Ambiente“ wollen wir aber nicht im norddeutschen Garten, sowenig wie der „heimische“ Schiefer aus deutschen Gebirgslagen kaum in einem Garten an der Ostküste einen guten Platz hat; Schiefer ist uns auch zu dunkel.
Von der Ökobilanz sind uns allein schon die Transportwege dieser Steine aus Fernost oder der weiteren EU auch nicht geheuer, auch die Frostfeste war ein Thema … also haben wir uns entschieden, regional einzukaufen und bestmöglich ökologisch zu bleiben – am Ende muss alles auch auf unsere Anforderungen der Nutzung und Pflege abgestimmt sein.
Betonpflaster
Beton ist in seiner Ökobilanz auch nicht vorbildlich, jedoch sind die Ausgangsstoffe (Sand, Kies, Wasser) – mehr oder weniger – regional zu haben und können recycelt werden.
Die Herstellung des Zements ist das Problem. Die Betonfüße der H-Anker haben wir aus Recycel-Zement hergestellt; immerhin enthält dieser Zement 10 % Anteil an wiederverwerteten Materialien und trotz der etwas geringeren Belastbarkeit ist er für solche Projekte vollkommen ausreichend. Die Herstellung erfolgt ebenfalls regional und die stetig wachsenden ökologischen Bemühungen der Zementwerke finden wir auch gut; wenngleich nicht unbedingt rein ohne politischen Druck erfolgend.
Ein gutes Betonwerk für Pflastersteine haben wir in Dänemark gefunden (Dänemark liegt quasi „regional“ vor unser Haustüre).
Wir haben uns für „Basalit® antik“ entschieden, getrommelt, so sind die Kanten unregelmäßig etwas gebrochen. Farbton kann ausgewählt, verschiedene Formate kombiniert werden. Die Farben verblassen allerdings über die Jahre. Dafür ist dieser Stein in den Formaten einheitlich und von der Lauffläche nicht unregelmäßig, lässt sich also gut verlegen und nutzen und ist auch für Mauern und derlei geeignet – wir planen ja einen Unterstellschutz für den Stromspeicher des kleinen Kraftwerks.
Nach gebrauchten Steinen haben wir auch gesucht, da findet sich aber so leicht kaum etwas, das dann auch von Material und Menge passt.
In der Summe betrachtet finden wir diese Lösung „Basalit® antik“ für die Pflasterung gut.