Rosenöl – die Destillation von Rosenblüten
Für den Hausgebrauch ist die Gewinnung von Rosenöl via Destillation kaum machbar, die Mengen benötigter Rosenblüten für allein 1g Rosenöl sind sehr hoch. Einige Relationen industrieller Rosenölgewinnung stehen auf der Seite Der Duft der Rosen [Sprung zum Absatz].
Rosenwasser indessen – gleichsam das „Abfallprodukt“ der Rosenölindustrie – kann auch aus der hauseigenen Destillation von Rosenblüten gewonnen werden, wenngleich auch hier die Mengen wohl überschaubar bleiben.
Anfang Juni hat Doro ihre Apparatur für die Destillation von Blüten bei uns aufgestellt und wir haben überwiegend ‘Moje Hammarberg’ verarbeitet – die “Bulgarische Ölrose” steht zwar kräftig im Park, jedoch liefert eine Pflanze kaum genügend Blüten. Wir haben einige Sträucher der „Moje“ – da wir sie häufiger für die Küche verwenden – und von dieser gut geerntet.
Unser Destillat brachte nur mit Fantasie Rosenöl hervor, es vom Rosenwasser abzutrennen, es lohnte nun gar nicht. So haben wir als Ergebnis ein kleines Gläschen gewinnen können: etwas Duftwasser nach Rose …
Destillation von Rosenblüten, Juni 2026
Doro bei Aufbau der Apparatur und beim Füllen des Kessels mit Blütenblättern.
Wasser einfüllen.
Deckel drauf und köcheln lassen.
Durch die Spirale des rechten Gefäßes läuft das Destillat, der weiße Schlauch, der an diesem Gefäß heraushängt, spült Kühlflüssigkeit um die Spirale, damit das Destillat in der Spirale kondensiert – es sind also zwei getrennte Kreisläufe.
Links der weiße Eimer enthält die Kühlflüssigkeit (Wasser, das auch kühl gehalten werden muss).
Für unsere Verhältnisse läuft das Rosenwasser „üppig“ mit dem (mehr theoretisch) enthaltenem Rosenöl ins Auffanggefäß, hier ein Weckglas.
Nach einigen Durchläufen hatten wir etwas Rosenwasser geerntet – Rosenöl, wie erwähnt, haben nur diejenigen mit einer regen Fantasie gesehen, obgleich Öl in Spuren ja durchaus in diesem Wasser enthalten ist … die Menge reichte nur nicht aus, um das Öl gut erkennbar zu machen.