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Rosa stellata var. mirifica x multibracteata

Wildrosen-Hybride, Lens.
200 cm und mehr, herb-aromatisch, stark duftend (Blütenkelch).

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Weitere Fotos.

Ein wuchtiger, buschiger Strauch, der sich über drei Jahre stets wunderbar zeigte. Reibt man an den Blütenkelchen, klebt es etwas an den Fingern und es duftet kräftig nach Wald, Harz, herb-aromatisch.
Der Blütenansatz ist enorm. Stets fanden sich in den Blüten eine Vielzahl von Schwebfliegen, Hummeln und Bienen. Die Blütengröße und die Staubwedel erscheinen mitunter unterschiedlich groß.

Eine persönliche Anmerkung kann ich ja auf meinen Seiten schreiben, und zwar so, wie es mir gefällt: DAS sind Zuchtlinien und Rosen, die auf den Markt gehören – und weniger diese ganzen »Romantik-Kreationen« zeitgenössischer Züchter.
Streifen Sie durch Ihren Garten, schnuppern Sie im Vorbeigehen an obigen Blüten, streifen Sie mit den Fingern an deren Kelchen, atmen den berauschenden Waldduft tief ein und schneiden anschließend im anliegenden Gemüsegarten frische Leckereien für den Kochtopf: Gartenkultur pur! Um solche Schönheiten kümmern Sie sich nur wenig in der Pflege: ab und an auslichten, alle paar Jahre möglicherweise einmal verjüngen.
Siehe dazu auch die wunderbare ‘Bourgogne’.

Die mangelhafte Vermittlung solcher innovativen Rosen – beispielsweise im ERS

Der Standort dieser wundervollen Rose ist das Rosarium Sangerhausen; vor den sogenannten Moschata-Hybriden und zehn Schritte rechts vom Beet einer Sammlung aus der Zucht des Engländers Austin. Diese Rose von Lens – derart eingebettet und umpflanzt – fand leider so gut wie keine Beachtung. Satte 2 Stunden habe ich bei dieser Rose verbracht und mir die Besucherströme angesehen – hin und wieder bequem sitzend auf einer gegenüberstehenden Parkbank.

Auch die Führung durch eine Vertreterin des Freundeskreises des Rosarium ließ diese Rose – samt der Moschata-Sorten – unbeachtet und leitete die Besucher in dieses Beet der »Englischen Rosen«; eine bizarre Situation, wie ich es empfand! Eine Dame, die sich von dieser Gruppe entfernte und in meine Richtung kam, schnappte ich mir! Nahm sie – bildlich gesprochen – an die Hand und führte sie die wenigen Schritte zu dieser Sorte von Lens mit dem Kommentar, »diese hier sind sehenswerte Rosen der neuzeitlichen Zucht! Fassen Sie einmal die Knospen an … nein, beherzter! Reiben Sie da ruhig kräftig drüber … und nun schnuppern Sie an Ihren Fingern und an dieser Knospe … und?«.

Dieses Lächeln der Dame und ihre erstaunten Augen habe ich noch gut in Erinnerung. Und während wir beide über diese Rose von Lens über die Vielfalt der Rose ins Gespräch kamen, wiederholte sich im Beet dieses Engländers dieses marktübliche Latein von einer imaginären »Vereinigung« irgendeines »Charmes des Alten« in der neuzeitlichen Zucht. Wieder einmal mehr eine verpasste Gelegenheit des ERS, Besuchern dieses Europa-Rosarium die bunte Welt der Rosen näher zu bringen!

[Wenn Sie vom Beitrag Dem Dauer-Schwelgen zum Trotz hierher gekommen sind, finden Sie über den Link den Weg zurück, Sprung zum Absatz.]


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