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Mein Geschäft mit Rosen

– und warum ich meine Rosenschule mit meinem Garten tauschte.

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LogoEtwas Persönliches …

… ja, ja, sehr viel Text für diese Rubrik der Art »Über uns, Unsere Philosophie, Unsere Firmengeschichte« und dergleichen! Mal ehrlich: LIEST das einer wirklich? Interessiert Sie das ernsthaft?
Vermutlich weniger. Sie wollen Infos über Rosen und Infos darüber, wie Sie Rosen, die Sie wünschen, bekommen können. Punkt!
Nun gut, dann schreibe ich Ihnen in dieser Rubrik »Über mich« genau dies: Warum ich Ihnen überhaupt Rosen schicke und ab welchem PUNKT bei mir der Geschäftssinn aussetzt und ich Ihnen NICHTS schicke.
Der Grund für beides ist schon ziemlich persönlich und möglicherweise interessiert es Sie als Rosengärtner/-in dann doch.


Zu meiner Person – und wie es zu dieser Internetpräsenz kam; was ich von Gartenfestivals halte und warum ich nerve

Was bin ich nicht? Ein gelernter Gärtner, nein, eine Ausbildung in diesem Bereich habe ich nicht; eine Rosenschule seit soundso vielen Generationen führe ich schon gar nicht. – Ja und?! Aus meiner Erfahrung ist weder das eine noch das andere eine Referenz. Europäische Ethnologie, Wissenschafts­geschichte, Soziologie habe ich studiert und während meines Studiums beschlossen, meine Liebhaberei zum Beruf zu machen: Meine eigene Rosenschule! Nun ja, dies ist natürlich auch keine Referenz. Oder doch? Verrückt genug, dieses wahrlich abenteuerliche Vorhaben umzusetzen, war ich wenigstens. Wenn ich freilich gewusst hätte, was da alles auf mich zu kommt, möglicherweise wäre es bei meinem kleinen, privaten Rosengarten geblieben. – Was sag’ ich! Natürlich nicht! Dieser Schritt Rosenschule war schon der richtige. Rosenliebhaber war ich und Rosenliebhaber bin ich immer noch. Mehr noch, ich habe über die Jahre mehr Erfahrungen und Wissen über Rosen sammeln können als ich es als reiner Rosengärtner zuhause je hätte mir aneignen können. Dafür bin dankbar. Rosen und deren Kultur sind mein Ding! Allen kollegialen Neidern in der dritten Generation zum Trotz …

Einen (verzeihen Sie den Spott) $-Onlineshop-€ aber wollte ich nie; ich habe auch keinen. Wozu auch?! Mit Rosen wollte ich arbeiten, nicht Rosen verschicken. Dass ich heute doch Rosen versende, liegt eigentlich an meinen Kunden hier vor Ort:

Herr Peters, schreiben Sie doch einmal eine Internetseite!

Dann könnten wir auch von zuhause aus … und Sie erzählen immer so schön anschaulich …

Vielen Dank! Und zwar Dank im doppelten Sinn: ehrlich gemeint und vom Herzen – aber auch etwas ironisch. Lob und Anregungen sind immer gut …
Dass eine Internetpräsenz aber auch verpflichtet und vieles nach sich zieht, was man beim Veröffentlichen gar nicht im Blick hatte – zum Beispiel unverhofft Anfragen aus aller Herren Länder –, na, das macht das »Danke!« halt etwas ironisch: Vielen Dank für diese viele Arbeit!
Über Jahre bin ich wunderbar ohne Internetpräsenz klar gekommen – und nun dies …

Nebenbei bemerkt: Ich kann Ihnen sagen, dass für jemanden, der nur Holzbücher kannte und nur auf echten Papier mit Stiften geschrieben hat, diese lapidar klingende Aufforderung, schreiben Sie doch einmal eine Internetseite, eine wahrhaftige Herausforderung war! Schauen Sie einmal selbst, was es heißt, eine Internetseite schreiben.

Die weltweiten Kontakte aber, die sich über diese Webseite ergaben, machen dann doch Spaß – und das Einarbeiten und Schreiben der eigenen Website sowie das Fotografieren und Dokumentieren der Rosen schließlich auch. Man lernt viel, lernt nette Menschen kennen und Rosensorten, die möglicherweise ohne Netz unentdeckt geblieben wären.


Einmal Rosen für die Malediven bitte

Wussten Sie, dass es Rosenliebhaber auf den Malediven gibt? Dies war im November 2011 und bis dato die am weitesten entfernte Rosenanfrage. Alles in Töpfen und ein enormer Aufwand eines wahrhaftigen Rosenliebhabers. Verschicken konnte ich meine Rosen dorthin nicht. Jedoch ein nettes Fachsimpeln, eine Postanschrift und Telefonnummer sind geblieben: Wenn es mich einmal in diese Gegend treibt (nun ja), dann habe ich freie Unterkunft und bin herzlich willkommen. Das ist schon ein dolles Ding für eine Rosenschule, die sich einst ihre räumliche Grenzen mit »um Kiel herum« abgesteckt hatte.
So viel vielleicht zu den Kontakten weltweit.


Eine regionale, überregionale Rosenschule

Eine überregional arbeitende Rosenschule bin ich (unverhofft) durch das WWW geworden, eine regionale Rosenschule aber stets geblieben. Ich lebe von meiner Arbeit hier vor Ort, von meinen Stammkunden, vom guten Leumund und ich mag ohne diese persönlichen Kontakte die Rosenschule nicht betreiben. Und ich mache meine Sache gut, wenn auch der Weg alles andere als geradlinig und einfach war.

Ein Abstecher war das Projekt »Rosenpark, Freiland-Café mit Rosenschule«. Auf rund 1,9 ha Fläche, benachbart von einer als Denkmal geschützten Mühle, einem Weinanbau sowie Pferdezucht. Inmitten der schönen Holsteinischen Schweiz, auf einen – für den Norddeutschen – Berg, rund 60 Meter hoch. Die Mühle als Kulturzentrum, ein Park mit Rosen als Schau- und Lerngarten, ökologisch ausgerichtet mit einer Sammlung von Sorten, die sich für den norddeutschen Raum als tauglich erwiesen haben.
Ein Projekt für die unmittelbare Region als Rosenpark in einem touristisch wichtigen Gebiet über die Region hinaus wirkend. Soweit.
Die Verhandlungen mit Gemeinde und Behörden liefen wohlwollend und gut, in der Presse kursierte nach einem halben Jahr Verhandlungs- und Planungsmarathon die Nachricht: »Ein Rosenpark entsteht«. Kaum eine Woche später die gegenteilige Nachricht: »Projekt Rosenpark scheitert«.
Die Gründe für dieses Scheitern sind regionalpolitischer Natur, gewiss auch parteipolitische Streitigkeiten, eine schiefe Haushaltslage, mangelhafte Informations-Politik sowie der fehlende Blick für das Potenzial eines Standortes, der für ein solches Vorhaben prädestiniert war. Im einzelnen wenig interessant.

Es sollte mein letzter Versuch werden, meinen heutigen Garten in einem großen, wirksamen Rahmen aufzubauen. Dass dieses Projekt unglücklich starb, hat mich etwas müde werden lassen, es an einem anderen Ort erneut zu versuchen.
Jetzt pflege ich meinen Garten mit allen guten Vorsetzen und Zielen im Kleinen – und es tut mir und meiner Liebsten gut, wie es jetzt ist.

Rosengarten in der Region und für die Region; der regionale Bezug bestand zur Zeit meine Rosenschule und soll ein Schwerpunkt auch meines Gartens bleiben. Ein Schau- und Lehrgarten, Rosenseminare rund um die Kultur der Rose. Später vielleicht ein kleines Landcafé dazu … ein Seminarhaus … Kunstausstellungen …
Jeder hat seine Ziele und Träume und hält sie wach …

Und das schöne an diesem Traum, Sie verzeihen es mir: In diesem Traum hat diese furchtbare Anonymität des Internets keinen Platz. Negative Bewertungen von »jwd« über mir vertraute Rosenschulen (bei Eutin, eine zweite aus Dänemark) im Netz lesen zu müssen, lässt mich fragen, wie das sein kann. Aus der Hüfte geschossen Unflätigkeiten unter dem Deckmantel eines Pseudonyms, welche das Leben und die Arbeit andere via Klick schlecht machen. Mit einer herablassenden, boshaften Häme. Ich mag mit solchen »Mr. und Mrs. Unbekannt« keinen Kontakt – und mich in diesem Getümmel auch nicht sehen.

Ich selbst habe diese Anonymität bei der Datenbank HelpMeFind (HMF) zu spüren bekommen, wo ich in regelmäßigem Abstand unter den Bewertungsrubriken Service, Wissen, Sortiment mit mangelhaft bewertet wurde. Falls es ein ehrgeiziger Kollege war, wie es mir die Administration von HMF (leider ohne Angabe eines Namens) auf meine Anfrage schrieb, diesem Kollegen sei gesagt: Ich habe mich bei HMF als Rosenanbieter abgemeldet. Gratulation. Und im Nachhinein: Vielen Dank. Ehrlich! Danke! Denn ich muss diesen Blödsinn nicht haben und bin ganz glücklich, dass dieser Internet-Handel zu keiner Zeit eine wirtschaftliche Bedeutung für mich hatte.
Heute bin ich als »gemeines Mitglied« bei HMF unterwegs. Es genügt selbst für das Geschäft mit Rosen.

Eine anonyme, negative Bewertung von Kunden in diesem Portal wäre auch nicht besser gewesen: Wozu soll das gut sein? Wem hilft es? Wer kann sich erlauben, über die Arbeit eines anderen mit »Poor« und »Fair« zu urteilen?

Eine Unsitte, heute alles und jeden mit einem Klick bewerten zu wollen. Das werde ich gewiss nicht tun.
Ein Erfahrungsbericht ist alle mal besser, noch besser ist es, im direkten Kontakt zu demjenigen, den man positiv oder negativ »bewerten« will, zu treten. Am besten und aufrichtig unter Angabe seines wirklichen Namens. Bei HMF bin ich weiterhin mit meinem Namen registriert. Wenn ich dort etwas zu sagen habe, dann unter Angabe meines Namens. Wer Kritik üben will, fährt ja auch nicht anonym in eine fremde Stadt und schreit seine Kritik beliebig in die Welt.

Die Administration von HMF übrigens empfahl, ich solle doch meine Freunde und Bekannte animieren, positive Wertungen bei HMF abzugeben. Klar, ich beschäftige mich mit dieser Farce gerne, meine Freunde und Bekannte selbstverständlich auch.

Das schöne am Verkauf vor Ort ist, wenn Kunden mir etwas sagen, spätestens dann kenne ich Gesicht und Namen. Sehr angenehm, ehrlich und direkt. Und deren Urteil hat Hand und Fuß, denn sie kennen mich, meine Arbeit und mein Engagement für die Rose. Wenn ein solcher Kunde mir etwas sagt, höre ich genau zu. Bei diesen dummen Bewertungs-Klicks und Kommentaren im Netz bleibt einem die Spucke weg – nun bleibt es beim Schulterzucken. Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim Gärtnern.


Gartenfestivals

Die häufigsten, beliebtesten Fragen auf diversen Gartenfestivals haben wenig, nein, nichts – aber auch rein gar nichts – mit Rosen zu tun. Am liebsten zuerst, vor jeder Begrüßung und allen halbwegs als bekannt zu vermutenden Kulturtechniken wird der »Rosen-Händler« in folgendes Gespräch verwickelt: Was sollen (?!) Ihre Rosen denn kosten? Na, was dran steht! Und wenn ich zwei nehme? Nun, Preis mal zwei. Viel zu teuer! Bei Dehner (Lidl, Aldi …) … UM GOTTES WILLEN! Dann kaufen Sie auch da! Dort finden Sie bestimmt nach Qualitätskriterien selektierte Rosensorten aus Kanada und die ‘Belle sans flatterie’ samt Sport daneben, vor denen wir hier stehen, gewiss auch! Die Beratung über den geplanten Einsatz der Rambler-Rose leistet die Kassiererin gern und ausführlich an der Kasse! Auf dem fetten Bild-Etikett stehen für Sie »Tipps« zur Pflanzung und Pflege, die selbstverständlich für alle Sorten gleich sind. Nur: Lassen Sie mich bitte in Ruh’ mit Ihrem »der Kunde ist König«-Traum und Ihrer Geld-Philosophie! Ich bin selbst Kunde. Und ich recherchiere als »Händler« nur zu gern über Monate nach Sorten, besorge mir die Augen, vermehre diese Sorten und selektiere aus …, verpacke dann nur zu gerne meine (10% der) Rosenschule ins Auto, um mich und diese Handvoll Rosen zu diesem Festival zu karren, bezahle auch nur zu gerne als »Kunde« des Veranstalters die paar hundert Euro für ein Stück Parkplatz oder Rasenfläche (zuzüglich Wasseranschluss und Ausstellerparkplatz-Gebühr) und verbringe 12–14 Stunden damit, diesen Markt zu bestücken: nur um SIE mit meinem SCHUND zu überhöhten Preisen über den Tisch ziehen zu können!

Da versende ich doch bald lieber Rosen über HMF!

Den Rosenversand betrachte ich als Service, dies war zur Zeit der Rosenschule so, um so mehr heute aus meinem Garten heraus. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie ärgerlich es ist, von einer heiß begehrten Rose ständig zu lesen, diese Sorte aber nirgendwo bekommen zu können. Wenn Sie eine Sorte wünschen, die ich habe, schicke ich sie gern.
Notfalls müssen Sie etwas (gärtnerische) Geduld mitbringen.
Ein Rosenversandhaus aber betreibe ich nun einmal nicht.
Messen Sie meine Arbeit nicht an irgendwelchen Vorstellungen eines für Sie reibungslos funktionierenden »Online-Shops«.
Ein »Händler« bin ich auch nicht, weder im Netz, noch auf Gartenfestivals – und schon gar nicht in meinem Garten.
Und »Schund« habe ich auch keinen.

Wer stets über Preise meckert, ohne nachzufragen, wie sich die Preispolitik des Marktes erklärt, versteht weder etwas von diesem Markt, noch etwas von Rosen. Er sollte selbst ein stattliches Sortiment zusammenstellen und versuchen, seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Rosenschulen sind nicht »Aldi«. Mit »Aldi« und Co. allein funktioniert der Rosenmarkt nicht; geschweige denn das, was man noch irgendwie als Rosenkultur benennen könnte.

Ach ja, wenn ich schon schimpfe, dann nochmals an den Herrn bei HMF und seiner Bewertung "Wissen (über Rosen) – mangelhaft". Wie wäre es mit einer offenen Diskussion? Sie wählen das Thema aus. Ich lade die Gäste. Alle vom Fach – und keineswegs mir nur wohlgesonnen. Ich bin einfach zu neugierig zu erfahren, was Sie so drauf haben. Anonym in einem Bewertungsportal unterwegs und Ohrfeigen verteilen? Meinetwegen: Sie können natürlich gerne unter Ihrem Pseudonym mit einer Tüte über dem Kopf auf die Bühne treten …


Muss heutzutage immer alles sofort verfügbar sein?

Nein! Es muss nicht. Wenn ich 1–2 Jahre auf ein kleines Trieblein für die Vermehrung einer (von mir) begehrten Sorte warte, von diesem Trieblein 2–3 Augen setzen kann, erneut 1,5 Jahre Geduld üben muss, um von den nun 2–3 eigenen Pflanzen genügend Reiser für eine größere Stückzahl schneiden zu können sowie auf diese Stückzahl erneut 1,5 Jahre warten muss, so wird deutlich, dass wohl in der Erziehung als auch beim Gärtnern mitunter Geduld eine Tugend ist. Denn was hilft alles andere?


Und was bezahlen Sie eigentlich bei mir?

Sie bezahlen die Rose und meine Arbeit. Deswegen der einheitliche Preis für alle wurzelnackten Rosen im Hausverkauf und Versand: Denn eine Null-Acht-Fünfzehn-Rose macht nicht weniger Arbeit als eine Rarität (die es, nebenbei bemerkt, auf dem internationalem Rosenmarkt auch gar nicht mehr gibt). Lizenz- und »Exklusivität-Debatten« hin und her.

Ohne Rosenversand aber ginge es bei mir auch! Aber ich verkaufe gerne Rosen. Ist doch toll, etwas anzubieten, was man selbst recherchiert, vermehrt und hoch gepäppelt hat – und ein anderer findet Spaß an diesen Sorten.

Da ich mitunter selbst Kunde bin, stellte ich mir schon während der Zeit der Rosenschule immer mal wieder die Frage nach einem gutem Geschäft. Die Antwort erscheint mir im Nachhinein ganz einfach:

Ein (gutes) Geschäft ist wie das Geben der Hände bei einer Begrüßung: Wer nimmt und wer gibt?

Geben – Nehmen – dem Geben entsprechen. So lehrte es mir einst mein Deutschlehrer. Dieses recht Allgemeine von Geben und Nehmen auf ein Geschäft übertragen heißt dann: Verkaufen – Kaufen – bezahlen. So gehört es sich: Ich bekomme Geld, der Kunde die Früchte meiner Arbeit der vergangenen 1,5–2 Jahre, inklusive Informationen verschiedenster Art.

Anders will ich den Tausch Rosen für Bares nicht sehen: Man gibt sich die Hand. Wenn ich meine Hand schlecht reiche, dann ist es nicht in Absicht. Es ist immer gut, darüber zu erfahren. Wenn Sie zu wenig bezahlen, melde ich mich bei Ihnen ja auch – und zwar ziemlich persönlich und direkt.


Kurzum:

Mir sind Rosen und deren Kultur wichtig; es ist mein Anliegen, dass das Gärtnern mit Rosen bei mir wie bei Ihnen gelingtund Spaß macht!

Online-Handel betreiben mit Rosen für Ihr Rosenglück? Und was ist mit meinem »Rosenglück«? Bestellung entgegennehmen – verpacken, ausliefern – Bezahlung kontrollieren, Newsletter verschicken über »neue Sorten«, das Internet-Portal analysieren und verbessern … Das ist mir zu wenig! Viel zu wenig! Besser: Ich will es einfach nicht! Würde ich eine Rosenschule des Geldes wegen betreiben wollen, wäre ich doch blöd! Da gibt es nicht zu beschönigen. Es gibt wahrlich bessere Sparten, um reichlich Geld zu machen.


Seien Sie also bitte nicht genervt

… wenn ich Ihnen hier ellenlang erkläre, was mich als Erfahrungen umtreibt. Und seien Sie bitte nicht genervt, wenn ich zu dieser oder jene Sorte anmerke, sie sei nur für Liebhaber geeignet (und ich somit möglicherweise verkenne, dass Sie ein solcher sind) oder ich Ihnen zum Dutzend mal das Einpflanzen erkläre (obgleich Sie schon seit Jahren Rosen pflegen und bummelig hundert Sorten haben). Und seien Sie geduldig mit mir, wenn ich Sie zurede, weil Sie mir ein Stichwort gegeben haben, zu dem ich meine, dies und das kommentieren zu müssen, sei es ein Begriff aus der Rosenordnung, sei es ein Spritzmittel (»Sprühmittel« wie ich verharmlosend zu lesen bekam). Und wenn ich Ihnen eine Sorte nicht schicke, weil deren Qualität nicht gelungen ist, dann nehmen Sie das bitte so zur Kenntnis und argwöhnen Sie bitte nicht, der Typ hat die Sorte ja gar nicht.
Wenn Sie ein Geschäft mit Rosenverkauf für Ihre eigenen Rosenträume suchen und mit meiner Philosophie nicht klar kommen, schreibe ich Ihnen gerne einige Rosenhändler, die schmerzfrei alles verpacken und verschicken. Kaufen Sie da. Da bin ich dermaßen schmerzfrei geworden, ich empfehle manchem Kunden das Geschäft um die Ecke; Hauptsache, ich sehe ihn nicht so schnell wieder. Entweder begegnet man sich als »Rosenliebhaber« auf Augenhöhe – oder Sie kaufen besser woanders. Mir liegt die Rosenkultur genauso am Herzen wie Ihnen selbst.

Dass ich nun »nur noch« meinen Garten habe, Sie glauben gar nicht, wie gut mir das tut!

Es sei noch eine Geschichte aus meiner Rosenschulen-Verkaufszeit angefügt:
Zwei Damen, die eine die Beraterin in Sachen Rose für die andere. Die »Expertin« erzählte ihrer treuen Freundin dies und das – und die Dame gab mir zu erkennen, dass wohl beide wünschen, von mir in Ruhe gelassen zu werden. Man schaue sich schon selber um. Gerne. Zu stehen kamen die beiden vor einer Rose im Aufblühen und voller Knospen, die von der Expertin als Wert befunden wurde, gekauft zu werden; sie schaute nicht nur hübsch aus, sondern wurde als »Wildhybride« identifiziert und für »robust« befunden. Gedacht für den Terrassenbereich der zweiten, weniger firmen Dame offenbar genau das Richtige. »‘Martin Frobisher’«, mein Kommentar, »sehr frosthart und pflegeleicht – ich schmeiße sie aber aus meinem Sortiment. Die Blüten gehen hier im Norden nicht gut auf, ständig Mumien, Knospenfäule bei schlechtem Wetter. Empfehlen kann ICH sie nicht« was deutlich der Empfehlung der Expertin, die in Ruhe gelassen werden wollte, widersprach. Ihr Kommentar darf als schnippisch bezeichnet werden: »Wir müssen hier nichts kaufen!«. In einer eigentümlichen Betonung, die einer Warnung oder Drohung gerecht werden könnte. So etwas geht gar nicht! Ich bin doch nicht der Rosenheini vom Dienst, der in gebückter Haltung dankbar ist für jeden Verkauf und seinen Mund hält, wohl wissend, dass die aufmerksam zuhörende zweite Dame schlecht beraten wäre, würde sie jedem noch so gut gemeintem »Expertenrat« folgen. Da werd’ ich selbst schnippisch: »Ich muss Ihnen auch nichts verkaufen!« Kurze Pause. »Die Rose taugt hier im Norden Schleswig-Holsteins nicht viel, besonders nicht für Anfänger, die unkomplizierte Rosen suchen. Haben Sie dieses Ding seit drei Jahren in Kultur oder ich?«. Keine weitere Pause: »Sie schmeisst übrigens früh das Laub … ähnlich der ‘Morden Ruby’ hier … ein Erbe von … das allen Rosen dieser Serie eigen ist … Gewöhnungssache.«
»Was würden Sie denn empfehlen?«, meldete sich die zweite Dame zu Wort. »‘Paula Vapelle’ … geht nur nicht im Topf … für Ihr Vorhaben aber besser … Habitus ähnlich, Blüte sehen Sie ja, Duft, meine ich, intensiver … oder diese hier …«.
Nun kamen wir drei doch ins Gespräch: Von Rosenliebhaber/-innen zu Rosenliebhaber/-innen und zu solchen, die erst Rosenliebhaber/-innen werden wollen. Gut so. Denn nichts ist schlechter für die Verbreitung der Rosenkultur als Rosen im Garten, die wenig Freude machen …

Als ob jeder, der Rosen verkauft, nur verkaufen will. Es gibt tatsächlich Leute vom Fach, die ihre Arbeit ernst nehmen. Schau einer hin!

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Rosenverkäufer unter sich

Eine kleine, wahre Geschichte zur gefälligen Lektüre

Knud Pedersen von www.rosenposten.dk lud mich zu einem Kaffee nach Dänemark ein. Wir wollten Reiser tauschen. Ich hatte ‘Reichspräsident von Hindenburg’ und Rosa woodsii var. fendleri und andere im Gepäck. Welche Sorten ich in Dänemark fand, dazu komme ich noch.

Nach einigen Stunden Autofahrt eine herzliche Begrüßung. Die Fahrt hatte sich gelohnt! Nicht nur des Kaffees wegen, der war in Ordnung – und die nette Begrüßung hätte ich auch telefonisch haben können. Nein, es war schlicht sehr interessant zu sehen, wie eine weit aus größere Rosenschule als meine arbeitet. Die eine oder andere heimische Schule kennt man ja; aber eine Rosenschule aus Dänemark, das war neu …

Herr Pedersen zeigte mir zunächst die Rosenschule mit den Containern (na ja, da schreib ich mal nichts weiter zu, denn viel Arbeit macht nicht immer die schönsten Rosen, kenn’ ich …). Einen Einblick in das Hauptgeschäft, den Versand, bekam ich auch. Ein ziemlicher organisatorischer und logistischer Aufwand, dieses Verschicken von Rosen!

Auf den Vermehrungsflächen bekam ich die neuen Sorten zu Gesicht und Herr Pedersen führte mich zu den Rosen, von denen er meinte, deren Kultur lohne besonders. Wir wanderten kreuz und quer über den Acker, blieben hier und da stehen, diskutierten herum und auf meine Frage, ob er denn so viel Zeit aufbringen könne, winkte er nur ab und seine Augen leuchteten.

Das Sahnestück des Besuches aber kam zum Schluss. Er zeigte mir seinen kleinen Rosenpark mit einer Vielzahl unterschiedlichster Arten und Sorten. Etablierte Rosen, groß, beeindruckend und wunderbar in Pflege. Es war das erste Mal, dass ich eine wohl ausgewachsene, gut 3 m hohe Rosa roxburghii sah. Wie ein Baum sah sie aus! Wunderschön! Und ich ärgere mich noch heute, dass ich die Kamera vergessen hatte, denn als Jungpflanze verkauft sie sich im Topf nur sehr mäßig.

Warum ich das alles hier schreibe? Auch noch Werbung mache für einen Mitbewerber? Nun ja, einen Moment noch bitte. Zunächst sei die Freigebigkeit des Herrn Pedersen noch genannt, denn ich durfte beliebig Reiser für meine Rosenschule schneiden (‘Paula Vapelle’ stammt unter anderem von diesem Besuch und ‘Marie Pavié’, die Herr Pedersen besonders schätzt.).

An einem stattlichen Strauch, einer Spinosissima, blieb ich mit fragendem Blick Richtung Herrn Pedersen stehen, dort hingen nämlich an den Ästen lauter kleine Tüten aus Alu-Folie: Herr Pedersen züchtet nämlich auch Rosen. Er erzählte, es sei sein Ziel, eine gestreifte Spinosissima-Hybride hervorzubringen. Die Tüten enthielten also die Kreuzungen aus verschiedenen gestreiften Rosen mit eben dieser Spinosissima, an der die Tütchen hingen. Wunderbare Idee! Meine Augen waren mindestens so groß und neugierig wie die Augen des begeistert erzählenden Herrn Pedersen. – Warum also schreibe ich das ganze hier? Nun, Sie lesen es spätestens jetzt: Wir sind auch Rosenliebhaber! Und zwar recht ordentliche!

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Internetpräsenz und die Verfügbarkeit der Sorten

Ich vermehrte 3/4 meiner Rosen zur Zeit der Rosenschule selbst. Heute kaufe ich für meinen Garten nur vereinzelt Sorten zu, die mir selbst neu und vielversprechend sind. Die Vermehrung erfolgt heute zu rund 100 % selbst. Rosen vermehren? Da kann einiges schief gehen. Besonders, wenn man davon leben will. Zu kleine Stückzahlen oder gar das gänzliche Ausbleiben einzelner Sorten. Die Vermehrung großer Stückzahlen von Sorten, die keiner haben will. Geringes, »marktkompatibles« Sortiment. Weiß der Himmel.
Das Schlimmste aber geschah an meinem alten Standort der Rosenschule, als ein Mitarbeiter des Gutes, von dem ich Land gepachtet hatte, ein Totalherbizid über 15 Meter vom Nachbarfeld auf meine Vermehrungsfläche abdriften ließ. Totalausfall. Die Rosen, die überlebten, verwendete ich noch für die Erhaltungs-Vermehrung der Sorten. Rechtlich, versicherungstechnisch und moralisch blieb ich auf diesen Schaden sitzen. Menschlich somit auch, denn ab einer gewissen Größe scheint der kleiner Nachbar keine reale Existenz zu haben. Was damals alles in meinem Kopf vorging, davon verschone ich Sie lieber. Im folgenden Jahr veredelte ich in Töpfen (!) und baute die Rosenschule von diesem unsäglichen Standort ab.

In einer lebendigen Rosenschule mit Produktion ist es halt so: Die Sorten sind nicht stets und ständig verfügbar, aus welchen Gründen auch immer: furchtbarer Nachbar, ebensolcher Winter oder Diebstahl. Der dreisteste Diebstahl war nach einer offenbar vorher gemachten Gartenplanung: Es wurden gezielt Strauchrosen und passende Hochstämme »zusammengestellt« und in Nacht und Nebel geklaut.
Obgleich Sorten auf der Webseite als im Sortiment stehen: Es muss nicht einmal ein Schaden an der Kultur sein, manchmal stehen diese Sorten nur noch auf der Webseite.
Zu bummelig 90% verkaufte ich meine Rosen regional. In der Saison fehlte mir die Zeit – und die Energie – irgendwelche Bestandslisten in Form irgendwelcher grünen und roten Balken bei den Sorten für den Versand zu führen: verfügbar, nicht verfügbar, noch verfügbar – oder so ähnlich. Im Frühjahr ist manche Sorte oft schon vergriffen; verfügbar aber ist sie denn noch: als vermehrte Rose für den Herbst des folgenden Jahres. Solche Rosen nehme ich natürlich nicht aus dem Sortiment. Wozu auch? Wer keine Geduld hat, fragt ohnedies bei einer anderen Rosenschule nach. Geht mir genauso.

Wenn ich nur vor der Vermehrung schon wüsste, welche Rosen im nächsten Jahr und wie oft nachgefragt werden … Es wäre wunderbar! Leider kann auch ich nicht hellsehen.

Wie viel Geduld ich selbst mitunter aufbringen muss, bevor ich an einer begehrten Sorte meine Nase halten kann, zeigt Ihnen möglicherweise folgender kleiner Einblick:

Eine neue Sorte gefällig? Gerne! Da hält man von irgendwo her ein kleines Trieblein für die Vermehrung in den Händen, zwei, drei Augen sind halbwegs gut. Veredeln! Warten! Sorte treibt! Stückzahl zu gering; erstmal mit den nun verfügbaren eigenen Reiser erneut veredeln. Erneut warten! Prima, die Sorte treibt! Zeitspanne: vom ersten Reiser bis zu den ersten Stückzahlen sind auf diesem Weg rund 2 Jahre vergangen.
Dann aber ab mit der neuen Sorte ins Web und in den Topf für den Hausverkauf. Keine Nachfrage! Ach Gott, wie schade …
Kommende Vermehrung: Die Sorte will keiner haben, also belassen wir die Stückzahl bei einer Handvoll … Und im Jahr darauf? Anfragen über Anfragen …! Die Welt ist unberechenbar.

Nun geht es aber nicht, dass jede Sorte endlos vermehrt werden kann. So ist diese Sorte zwar (in kleiner Stückzahl) verfügbar – und oftmals wiederum nicht.
Also erneut größere Stückzahlen vermehren und erneut 1,5 Jahre warten … und hoffen, dass der »Zeitgeschmack« sich nicht wieder um 180 Grad dreht.

Nur zukaufen für den Rosenhandel habe ich solche Sorten gewiss nicht. Und heute, im Rahmen des Gartens, schon gar nicht.

Auch hier gilt es für Sie: Seien Sie nachsichtig mit dem Produzenten, üben Sie ein Jahr Geduld – oder versuchen Sie es bitte woanders.

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Foren rund um Rosen

Ich bin nun nicht so naiv zu glauben, dass viele dies hier lesen werden. Es wird wohl kaum jemand lesen – und wenn Sie diese Befürchtung lesen, haben Sie ungewöhnlich viel Sitzfleisch vor dem Monitor bewiesen: Lektüre im Web gilt als schwierig.

Es sind meine Erfahrungen mit dem Verkauf von Rosen, die diese Zeilen hervorgebracht haben. Wenn Sie in diesen Erfahrungen hinein schnuppern möchten, behalten Sie noch etwas Ihr Sitzfleisch:

Einige meiner Erlebnisse in den letzten Jahren, die dazu geführt haben, dass ich diese Zeilen über Foren überhaupt schreibe.

Und man müsste hinzufügen: Und warum ich ganz bestimmt und klar kein »Geschäft mit Rosen« anbiete und gewiss nicht bloß »für Ihr Rosenglück« eine »Rosenschule« betreiben will und werde.

Zugegeben, ein großer Blogger war und bin ich nicht und diverse Foren im Web, die lese ich eher hin und wieder als dass ich mich dort beteilige. Aber ausgerechnet in den Foren rund um Rosen scheint es Trend zu sein, Rosenschulen als pure Lieferanten abzuarbeiten. Diese Betrachtung von Rosenschulen als pure Quelle der eigenen Liebhaberei führt mitunter zu grenzwertiger Post. Allerdings sei vorangeschickt, die meisten Anfragen und Bestellungen waren und sind wunderbar nett, nicht selten sehr kultiviert und anerkennend.
Also gelten diese Zeilen allen anderen, die diese Zeilen vermutlich niemals lesen werden. Ich schreibe sie trotzdem.

Ich verstehe gut, dass man für eine begehrte Rose so manches tut. Aber so doch bitte nicht:

(Keine Anrede)
5x Fourth of July, 3x Absolutely Fabulous.
Lieferung sofort.
Würde mit PayPal zahlen!
(Name, Anschrift)

Es sei genauso knapp geantwortet: Solcherart Anfragen oder Bestellungen bearbeite ich schlicht und ergreifend nicht mehr!

Wie wär’s mit folgender Antwort:

Zu spät: 3x Fourth of July, 1 Absolutely Fabulous. Mehr nicht da. Lieferung später. Rechnung anbei. Peters.

Punkt! Ich muss das nicht haben! Wer bin ich denn für den Schreiber solcher Bestellungen? Offenbar für manch einen ein Rosen-Verpackungs- und Versandunternehmen für den »Rosen-König daheim«? Und in den Foren findet sich dann gar derlei:

Der Maiwald (weiß den Namen von dem Typen jetzt nicht) liefert auch nicht. Muss mal meine Liste abklappern, vielleicht hat die Schade oder der von Lottum die noch. Die aus Holland sind im Versand immer so teuer! Sie ist aber so wunderschön und würde prima in meine rote Ecke passen! Liebe Grüße an (Pseudonym), ja, die Rose ist ein Traum!!! (Smiley) 1 (Anmerkung)

Klar, wir kaufen halt heut zackig »online« und in »Shops«! »Onlineshops«! »Kauf mich« … Klick, Klick … Gekauft! PayPal! Die Verpackung ist natürlich wichtig! Und der flotte Versand, zack, zack! Schön.
Und der »Rest«?

Verzeihen Sie mir das Selbstverständliche: Hinter jedem Rosengarten steht ein Mensch – und hinter jeder Rosenschule auch – sogar hinter einem »Shop«. Mitunter, so erscheint es mir, nicht leicht, beim zeitgemäßen Ein- und Verkauf dies im Blick zu behalten. Allen begegne man bitte wohlwollend und respektvoll. Jene Bestellweise und solcherart Foren-Beiträge pflegen diese Haltung nicht und sind leider auch nicht die Ausnahme.
Ich schreibe mir zu solchen Bestellungen und Forenbeiträgen hier einfach einmal in kleineren Buchstaben von der Seele, was ich meine, anmerken zu müssen:


1. Eine etwas ausführlichere Anmerkung

Der Maiwald (… den Namen von dem Typen) … die Schade … der von Lottum … Die aus Holland …

Wertschätzend und freundlicher:

Die Baumschule Maiwald (weiß den Namen des Inhabers jetzt nicht),
Frau Schade (aus Niedersachsen …).
Und Vic Keltjens heißt der Herr aus Lottum (in den Niederlanden).
Weder Herr Keltjens noch die aus Holland bestimmen im Übrigen die Versandkosten.
Ein Pseudonym nutzen sie auch nicht, sondern ihren Namen.

Karin Schade hat sich um die Rosenkultur richtig verdient gemacht! Sie mag alles mögliche sein, gewiss aber nicht die Schade als XY-Bezugsquelle für irgendwelche roten Rosenträume für eine Gartenecke dieser Welt.
Herr Keltjens erlebte ich als sehr entgegenkommender Geschäftsmann mit viel Fachwissen über die Rosenkultur.
Und mein Name ist Horst Peters.

Das Internet verführt zu Kürzel (M.f.G., Hi) und zur Vereinfachung. Ist ja auch praktisch und nett. Anderseits sind erprobte Umgangsformen schlicht höflich.

Dass es schwarze Schafe unser Zunft im Rosengeschäft gibt und auch der Kauf einer Rose Geschäft ist und bleibt, na, es wäre naiv zu glauben, es könnte anders sein. Überteuerte Rosen, schlechte Qualität, miserable Beratung – alles unlauter, unredlich und hart an der Grenze des Betrugs. Mitunter auch nur geschmacklos, wenngleich Ressourcen sparend: Die Verpackung meiner Rose war ein alter Schuhkarton! Kann man bemängeln. Würde ich nun auch nicht machen … ABER wohlwollend begegne man erst einmal allen. Denn in manchem »Schuhkarton« steckt doch eine tolle Rose … und hinter manchem Geschäft steht ein wacher, kultivierter und engagierter Geist, der einen Namen hat (und kein Pseudonym) und gehörig Respekt verdient.

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Sortiment …

Vermehrt habe ich pro Jahr circa 300–350 Arten und Sorten aus allen drei heute vielbemühten großen »Rosengruppen« und aus fast allen Rosenklassen. Hochstämme, Trauerhochstämme sowie Dreistämmige (Drillingsstämme) stammten ebenfalls überwiegend aus eigener Produktion.

Jahr für Jahr wurden bis 1/4 der Sorten ausgewechselt.
Der Zukauf von Wurzelware betrug rund 20%. Rosenneuheiten konnten auf diesem Weg getestet werden, bevor ich größere Stückzahlen für die Vermehrung überlegte. Ferner können auf diesem Weg Sorten angeboten werden, die ich gar nicht selber vermehren wollte.

Vermehrung auf Hochstamm Vermehrung auf Hochstamm

Ausgewählt wurden die neuen Sorten, wenn sie mir selbst gut gefielen; ferner solche Rosen mit ungewöhnlichen Eigenschaften; schließlich diejenigen Sorten, die historisch bedeutsam sind sowie solche Rosen, welche von Kunden empfohlen wurden. Die Auswahl der Sorten war also eine Mischung aus persönlichem Geschmack, historischem Stellenwert der Sorten und schließlich aus der Praxis der Rosenfreunde.

Über die Jahre ergab sich von selbst der Schwerpunkt: Welche Sorten gedeihen im Klima Schleswig-Holsteins besonders gut? Letzteres war, bitte schön, kein plumpes Werbelatein (Die BESTEN Rosen für Schleswig-Holstein von Rosen Maiwald – oder so ähnlich). Ich mag Rosen vermehren und anbieten, die hier im Norden sein wollen! Diese Sorten machen mir Spaß und Ihnen wohl auch.
Umgekehrt: Als Rosengärtner bin ich es leid, Sorten kultivieren und verkaufen zu müssen, nur weil diese Rosen nachgefragt werden (warum auch immer) – diese Rosen aber hier einfach nicht gut wachsen, nicht gut blühen, nicht gut überwintern … Wie soll man diese Sorten auch ohne Erklärung verkaufen? Und wer kauft sie dann überhaupt noch, wenn man die eigenen schlechten Erfahrungen als »Verkaufsargument« anführt?

Wenn irgendwie möglich, handhabe ich es vermehrt so: Lassen wir diese schönen Sorten woanders sein … Bewährte Sorten vermehre ich indessen sehr gerne über mehrere Jahre. Und nun das Leidige, was für die Rosenschule galt: Wenn sie gekauft werden. Es war schon ein Lavieren um die goldene Mitte, dieses Rosen-Verkaufen …

Wenn eine Rose für das hiesige Klima weniger geeignet ist, z.B. weil sie frostempfindlich ist oder Mumien macht, deren Kultur aber aus anderen Gesichtspunkten lohnt, versuche ich durchgehend bei der Sortenbeschreibung auf die Besonderheiten der Kultur hinzuweisen. Bei den ganz neuen Sorten weiß ich vieles selbst nicht. Deren Kultur ist für mich genauso eine Überraschung wie für Sie. Und ob Rosen, die bei mir gedeihen, bei Ihnen dann auch gedeihen, das wüsste ich nur allzu gerne einmal im voraus …

Einzelne Rosengruppen oder Züchter habe ich noch nie bevorzugt und ich favorisiere dergleichen bis heute nicht. Rosen und Rosenhäuser aus aller Herren Länder leiten den Weg, aus Skandinavien, Kanada und den U.S., aus Frankreich, Belgien bis hin zu Sorten aus der ehemaligen DDR. Ferner biete ich bis heute einige Sorten kleinere Züchterwerkstätten an, was besonders reizvoll ist, sowie Fundrosen oder Rosenkreuzungen von hiesigen Hobbyzüchtern, die mir freundlicherweise ihre Züchtungen für den Verkauf freistellen. Es verwundert nicht wirklich, wie viele noch namenlose und unbekannte Schönheiten kultiviert werden, neben all den großen Namen des Rosenmarktes.

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… und Allerlei:

Gutscheine

Motiv für Rosen-Gutschein Eines der Gutschein­motive (Rosa centifolia foliacea)

Man könnte spötteln, das Gutscheine zu verschenken aus Verlegenheit herrührt. Immer dann, wenn einem nichts rechtes einfällt, überreicht man halt einen Gutschein. Jedoch ist es eine prima Sache, diese Gutscheine, besonders bei Rosen und besonders für Rosenliebhaber/-innen. Denn die Möglichkeit, über den Gutschein die Sorte selbst auswählen zu können, gestaltet sich oftmals als die glücklichere Alternative. Hand aufs Herz, bei der Auswahl der Sorten sind so manche Rosengärtner/-innen doch ziemlich speziell und wir pflegen unsere eigene Vorstellung, wie der Garten sich gestalten soll. Und im Winter verschenkt sich ein Gutschein auch leichter und bringt die Aussicht auf eine lebendige Rose eigener Wahl im Frühjahr!
Ich empfinde Gutscheine nicht als abgegriffene Idee, sondern einen Service, den man erhalten und pflegen sollte.
Infos zu den Gutscheinen finden Sie unter Gutscheine.
Ich finde meine Gutscheine ziemlich hübsch!

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Auftrags­veredelungen

Es besteht die Möglichkeit, die Vermehrung von Rosen bei mir im Auftrag zu geben. Die Konditionen und Preise finden Sie unter Auftragsveredelungen.
Für Wiederverkäufer ist eine Auftragsveredelung größerer Stückzahlen nicht mehr möglich.

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Anfragen

Privatkunden, Wiederverkäufer: Bitte über Symbol für Kontakt E-Mail, Telefon (mobil) 0170 802 83 73 oder vor Ort, siehe folgend Öffnungszeiten und Anfahrt.

Hinweise für Wiederverkäufer: Verkauf ausschließlich wurzelnackte Rosen ab Rosenschule/Park. Keine Containerware. Kein Versand.


Öffnungszeiten, Anfahrt

Wir sind umgezogen!

Die neue Anschrift:

Horst Peters,
Charlottentalerstr. 7,
24256 Stoltenberg
– Germany

Unsere Telefonnummer ist geblieben:

(✆ mobil) 0170 802 83 73.

Anfahrt, siehe:
Öffnungszeiten und Anfahrt.

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