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‘Gloire des Rosomanes’

Plantier 1825, F.
Synonyme: ‘Red Robin’, ‘Ragged Robin’, ‘Bordighera Rose’.
( ↑ ) 150–250 cm und mehr, frisch, gut duftend.

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Eine historisch interessante Sorte von 1825; im ersten Augenschein erscheint sie sehr modern.

Von Vibert um dieses Jahr auf den Markt gekommen. Eine öfter blühende Rose, die wohl als eine der ersten Remontant-Rosen gelten kann und als eine der ersten in roter Blütenfarbe. Laub auffallend modern. Gute Fruchtrose zudem und eine wichtige Rose in der Rosenzucht, mithin für die Geschichte der Rosenkultur.
Die Eltern sind leider unbekannt. Irgendeine der importierten China-Rosen aber dürfte beteiligt sein. Die zarten weißen Streifen sind vermutlich ein Erbe.
China-Rosen revolutionierten die damalige Rosenwelt hinsichtlich deren (reinen) Blütenfarben und deren Eigenschaft einer verlässlichen wiederholten Blüte in der Saison. Insoweit gedacht, ist ‘Gloire des Rosomanes’ schon damals eine »moderne Züchtung« gewesen; auf der Höhe der Zeit und für die Rosenwelt möglicherweise bedeutsamer als die legendäre ‘La France’.
Frostfest im Norden Deutschlands und recht gesund. Eignet sich als ausladender Strauch oder Kletterrose und für Hochstamm:

‘Gloire des Rosomanes’ ehemalige Rosenschule.

‘Gloire des Rosomanes’ Im Erhaltungsbeet 2016, gut 180 cm hoch, 3 Jahre alt.

Ein Blüten-Sport der Sorte aus 2017, siehe Sports [Sprung zum Absatz].

Fotos von einfachen zu gefüllten Blüten, siehe unter Fotos rund um Rosen, Seite: Staubwedel, Kelchblätter, Laub.

Wer Lust auf Recherche zur Sorte bei »Archiv.org« hat:

»Prince's select catalogue of roses, bulbous flowers (…)«, 1854, S. 9 führt die ‘Gloire des Rosomanes’ als Remontant; ebenso in späteren Ausgaben. Lose aufgeführt seien noch:

»The Rose garden (…)«, Paul 1881; Abgrenzung zu den Klassen Bourbon- und Remontant-Rose.

»The American rose annual«, American Rose Society 1916-1923; auf Seite n250 findet sich Werbung: ‘Gloire des Rosomanes’ als Unterlage für die Okulation! Die Amerikaner vermehren für einen Europäer bis in unsere Tage »exotisch«, von der Wahl der Unterlagen bis zu dem Setzen eines Auges bei Hochstämmen … Immerhin mag man aus solcher Werbung entnehmen, dass solche Rosen besser wurzelecht zu kultivieren sind (woran ich arbeite).

Je jünger die Literatur an uns heranrückt, desto häufiger – so erscheint es mir – taucht zur Sorte die Zuordnung »Hybride-China (oder Bourbon)« und die Angabe »Vibert 1825« auf.

Rosen-Zeitung (…), Lambert 1895, S. (Buch: 82f., Archiv: n104). Die Relevanz der ‘Gloire des Rosomanes’ in der Zucht zeigt sich exemplarisch in einem Artikel aus 1895 von Rudolf Geschwind. Siehe auch exemplarisch die Sorten ‘Kiese’ (Kiese 1910), ‘Heavenly Pink’ (Lens 1997).

(…)


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