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Kulturformen und Schnittmaßnahmen bei Rosen

Rosen an Kletterhilfen Rosen an Kletterhilfen Rosen an Kletterhilfen

Foto 1, 2: Wer genau hinschaut, sieht die feinen Drähte, an denen die kräftigen Alttriebe angebunden sind. Foto 3: Hier an einem Zaun. Alle Augen treiben über die gesamte Trieblänge.
Von unserer Moselreise 2015. Die Kulturmaßnahmen bei Wein, Rosen und Spalierobst sind ähnlich.

“Pori”

Beispiel Sorte ‘Pori’, einer Rugosa-Spinosissima-Hybride: Trieb auf Vermehrungsfeld wurzelechter Pflanzen bog sich hier von selbst – und sorgte für einen üppigen Austrieb fast des gesamten Triebs entlang. Entsprechend reich war die Blüte.

Inhalt


Der Rosenschnitt – »Verjüngen» mit Geduld und Toleranz

Die drei Regeln für das Schneiden von Rosen:

  1. Schneiden Sie Ihre Rosen!
  2. Lassen Sie es sein – und schneiden Sie Ihre Rosen nicht!
  3. Schneiden Sie im Frühjahr und im Sommer. Im Herbst schneiden Sie nicht.

Die ersten beiden Regeln sind ganz richtig und für die Praxis anzuwenden: Eine Vielzahl von Rosen wollen den regelmäßigen, Jahr für Jahr erfolgenden Schnitt, um gefällig zu wachsen und reich zu blühen. Hier heißt es: schneiden, schneiden, schneiden … bevorzugt im späten Frühjahr und bei Bedarf im Sommer.

Eine Vielzahl von Rosen indessen wollen in Ruh gelassen werden, also: Lassen Sie es bei diesen Arten und Sorten einfach sein, dieses jährliche, saisonale Schneiden von Rosen …

Verjüngen können Sie in der Regel alle Rosen: blühmüdes, überaltertes Holz entfernen; bei Bedarf ein radikaler Rückschnitt bis ins Altholz. Stehen diese Rosen gut, werden – in der Regel – auch diese Rosen wieder treiben, oftmals kräftiger und gefälliger sowie blühreicher als zuvor. Diese Verjüngung machen Sie (mutig) alle paar Jahre bei Bedarf.
Einige, wenige Arten und Sorten allerdings mögen diesen kräftigen Rückschnitt nicht allzu gerne; einige nehmen es sogar richtig übel. Eine alte Rosa hugonis etwas verjüngt man moderat – und man sollte deren Habitus schon früh bei der Gartenplanung berücksichtigen. Denn durch den Schnitt lässt sich kein anderer Habitus erzwingen als der, der von der Natur vorgesehen ist …

Die wichtigste aller Regeln des Rosenschnitts aber lautet – wie fast schon aus den skizzierten Regeln zu entnehmen: Es gibt keinen allgemeinen Schnitt der Rose, auch keinen »«klassen-typischen« (etwa der Schnitt der Edelrosen … der ›Alten Rosen‹ … von Gallica-Rosen … von Kletterrosen …), sondern nur einen sortenspezifischen Schnitt. Die jeweilige Rose sagt Ihnen, ob und wie sie geschnitten werden will. Und da Rosen nicht in jedem Garten gleich wachsen, ist der Schnitt zugleich auch abhängig vom Standort: Boden, Licht, Nährstoffe; der sogenannte standortorientierte Schnitt. Böse formuliert und auf den Punkt gebracht: Manche Gärtner/-innen sind froh, überhaupt Austrieb und eine Blüte zu sehen, andere müssen bei der selben Sorte die Machete nehmen, um ihre Haustüre frei zu schneiden …

Schulen Sie Ihren Blick auf die Rosen konkret in Ihrem Garten – und nehmen Sie Anleitungen über das Schneiden von Rosen (wie diese hier) bestenfalls als erste Orientierungshilfen.

Weil die Verwendungsmöglichkeiten von Rosen vielfältig sind, kommt schließlich der Schnitt hinzu, den Sie als »Erziehungsschnitt« bezeichnen mögen: Die Rose soll durch den Schnitt am Ende einen bestimmten, den gewünschten Wuchs zeigen. Auch diesen Schnitt machen Sie im Frühjahr und Sommer.
Dieser »Erziehungsschnitt« aber ist bei Rosen oftmals holde Theorie! Entwickeln Sie diesbezüglich bei Rosen besser keinen allzu ausgeprägten Ehrgeiz: Sie ärgern sich wohlmöglich dann nur über dieses eigenwillige Geschöpf namens Rose! Rosen nämlich lassen sich nicht »erziehen«, wohl aber lässt sich der von Ihrer Natur vorgegebene Habitus fördern – und dieser Habitus ist wieder einmal mehr von der Sorte selbst abhängig, vom Standort (Boden, Licht) sowie von Ihrer konkreten Verwendung der Rose im Garten; niemals aber abhängig vom Ordnungsbegriff, unter dem Ihre Rose versammelt mit anderen stehen mag.*

* Ordnungsbegriffe wie »Kletterrosen« (oder »Beetrose, Bodendecker … Rambler«) benennen weniger Eigenschaften von Rosen als vielmehr Verwendungsmöglichkeiten. Alle Kletterrosen können Sie als Strauch kultivieren (oder »Bodendecker« ins Beet pflanzen und »Beetrosen« in einen Topf …); die Verwendung bestimmt dann auch mit, welche Kulturmaßnahmen zweckmäßig oder gar notwendig sind – wie zum Beispiel beim Schnitt: eine Kletterrose am Bogen geführt, horizontal an der Fassade geleitet (gleich einem Spalierobst), sofort hoch gebunden am Obelisk, überhängend über einen Gartenschuppen geführt oder freistehend als Strauch gepflanzt, diese unterschiedlichen Verwendungen werden auch unterschiedliche Schnittmaßnahmen bei ein und derselben Sorte einfordern. Genauer aufgeführt in Wort und Bild unter Rosen für Kletterhilfen.

Und im Herbst? Im Herbst schneiden Sie Rosen besser gar nicht – oder sehr moderat. Kürzen Sie hier und da etwas ein, um es leichter mit den Winterschutzmaßnahmen zu haben bei Sorten, die Winterschutz benötigen. Sie können unansehnlich Verblühtes entfernen, hier und da Spitzen schneiden, insofern keine Früchte zu sehen sind – den Garten also zart schier machen und fit für den Winter.

Im Herbst indessen einen Schnitt zu machen, als sei es Frühling, ist unglücklich. Treibt die Rose in milden Herbst- und Winterzeiten, haben Fröste und Spätfröste ein leichtes Spiel: Der frische, vorzeitige Austrieb zeigt in der Regel argen Schaden, Sie müssen dann im Frühjahr nachschneiden. Unnötige Arbeit für die Rose und für Sie.

Nun scheint das mit dem Rosenschnitt doch etwas komplexer als gedacht? Ist es aber nicht! Im Zweifelsfalle gelten immer Regel Nr.1 und Nr.2: Sie sollten wissen, was Ihre Rose mag, wie sie also von der Natur aus wachsen und blühen will – und ob ein Schnitt diesen Habitus und das Blühverhalten fördern kann oder nicht. Und dies lehrt immer schon am besten die eigene Erfahrung. Und diese eigene Erfahrungen werden bestimmt von dem Standort Ihrer Rose und von Ihren Kulturmaßnahmen, also, wie Sie die jeweilige Rose im Garten einsetzen oder verwenden.
Die Literatur und die im Netz kursierenden Anleitungen für den Rosenschnitt (wie diese Anleitung hier auch) können nur einige Leitlinien oder »Kniffe« zur Hand geben.

In diesem Sinne eine letzte Regel – die Sie freilich beherzigen sollten: Ihre Rosen- oder Heckenschere sollte scharf sein. Und relativ sauber. Wir sind aber im Garten nicht im Operationssaal, »hygienisch sauber« oder gar »steril«, wie mitunter (frei interpretiert) zu lesen, muss kein Gartenwerkzeug sein. Wohl aber macht es Sinn, die Rosenschere zu säubern, nachdem Sie etwa kranke Rosen geschnitten haben, bevor Sie sich heranmachen, an gesunden Rosen Blüten für die Vase zu schneiden …

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Der Rosenbauer und sein Vermehrungsacker: Schneiden, Schneiden, Schneiden …!

Auf dem Vermehrungsacker wird geschnitten, was die Schere hergibt! Ungeachtet der Sorte oder der Art müssen frisch veredelte und treibende Rosen geschnitten werden, um die Qualität der Rose als Gehölz zu gewährleisten und zweitens, um Schäden durch Wind / Sturm vorzubeugen.

Auf dem Vermehrungsacker wachsen die kleinen Rosenaugen gerne zunächst im Längenwachstum. Würde der Rosenbauer nicht schneiden, hätte er bei mancher Sorte nur einen langen Trieb aus der Veredelungsstelle: Dies wäre im Verkauf C-Güte. Also keine gute Qualität. Ein frühes Schneiden indessen fördert in der Regel die Verzweigung im Fuß, also die Ausbildung von Grundtrieben. Eine im Fuß gut verzweigte Rose ist A-Güte; in der Regel dann, wenn drei kräftige Grundtriebe vorhanden sind (auch hierbei bestimmen Ausnahmen die Regel). Diese A-Qualität möchte der Rosenbauer – und Sie als Kunde sollten ebenfalls das Augenmerk beim Erwerb von Rosen darauf richten: Unten gut verzweigt, dies verspricht eine gute Qualität des Gehölzes »Rose«.

Ferner fördert der frühe Schnitt auf dem Vermehrungsfeld das Dickenwachstum: Die Veredelungsstelle, aus der die Triebe herauswachsen, verhärtet sich oder verholzt rascher und bietet somit weniger Angriffsfläche bei Wind oder gar Sturm. Besonders Rugosa-Rosen und andere weich treibende Sorten wollen sehr früh geschnitten werden. Ansonsten ist Ausschuss angesagt: Ausbrechen der Veredelung und Verlust der Rose.
Der Rosenbauer also sagt sich: Schneiden, schneiden, schneiden! Blühen können die Rosen später beim Kunden oder im eigenen Garten! Auf dem Vermehrungsfeld sollen die Rosen wachsen und zu einem guten Gehölz werden …*

* Wer mag, lese die allgemeinen Qualitätskriterien bei Rosen. Dort finden Sie auch Fotos und Beschreibungen von frisch treibenden Rosen auf dem Vermehrungsfeld und Unterschiede von A- bis C-Güte sowie Ausnahmen der Regel der Güte-Bestimmung.

Zu den Faktoren, die den Wuchs von Rosen bestimmen, siehe auch: Der Wuchs der Rosen und das Zentimetermaß. Dort finden Sie detailliertere Hinweise, welchen Einfluss die Veredelung bzw. die gewählte Unterlage auf die Eigenschaften der Rosen nehmen. Als Kunde sehen Sie in der Regel nicht, auf welcher Unterlage vermehrt wurde und welchen Einfluss dies auf die veredelten Rosen nimmt; es ist für Sie weder bei Wurzelware leicht zu erkennen, noch bei Jungpflanzen im Container.

Die Arbeitsschritte des Veredeln selbst finden Sie unter Okulation – Arbeitsschritte anhand von Fotos.

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Beispiele sortenspezifischer Schnittmaßnahmen – und das Schneiden zu den Jahreszeiten

Bei vielen Rosen, insbesondere bei den sog. Edelrosen, finden wir deutlich und eher den endständigen Austrieb. Entsprechend finden wir auch die Blüte solcher Rosen dort: nämlich endständig – im Gegensatz zu den Abbildungen oben, die dortigen Rosen treiben und blühen offenbar den Trieben entlang.

Der Jahr für Jahr erfolgende kräftige Rückschnitt der Edelrose (oder allgemein von endständig blühenden Sorten) auf einige, wenige Rosenaugen im Frühjahr fördert den Austrieb der kräftigen Augen im Fußbereich der Rose und den Neuaustrieb von Basistrieben (also aus der Veredelung heraus, insofern die Sorte okuliert ist, aus dem Wurzelbereich, insofern die Sorte wurzelecht gepflanzt wurde).

Auf zwei, drei Augen schneiden, so liest man mitunter, und meint halt insbesondere bei der Edelrose: kurz schneiden. Zählen jedoch müssen Sie erstens nicht! Und zweitens ist nicht »Edelrose gleich Edelrose«. So manche Sorte trimmen Sie mal besser als »Kleinstrauch«, schneiden gestuft und moderater – anders halt als es die allgemein gehaltenen Schnitt-Empfehlungen aus der Literatur zu den »Rosenklassen« nahezulegen scheinen. Denn die wichtige Regel lautet ja:
Es gibt keinen »klassenspezifischen«, sondern allein einen sorten- und standortspezifischen Schnitt.

Das Wachstum vieler Rosen erfolgt zwar durch einen regelmäßigen Frühjahrs-Schnitt oft kräftig, kräftiger und »blühfreudiger« als ohne diese Schnittmaßnahme. Aber es lohnt mit jeder Sorte in Ihrem Garten das Experiment, diesen anempfohlenen Schnitt auch einmal auszulassen – oder die Schnitthöhen einmal zu variieren.

Dies gilt auch für frühblühende oder sommerblühende Sorten, welche Sie zwar bevorzugt nach der Blüte schneiden und mit Nährstoffen dann wieder gut versorgen, damit im selben Jahr noch kräftige Triebe kommen können, die im folgendem Jahr blühen – solche Sorten blühen ja am zweijährigen Holz. Jedoch können Sie auch solche früh- oder sommerblühende Arten und Sorten nach Bedarf jederzeit ab Frühjahr schneiden, insbesondere dann, wenn Ihnen die Rose im Habitus dünn, schwach oder unansehnlich oder »blühfaul« geworden erscheint. Schlimmstenfalls verlieren Sie den Flor des jeweiligen Jahres – beziehungsweise dieser Flor fällt dann kleiner aus – wenn Sie solche (saisonal) »einmalblühende« Rosen vor der Blüte schneiden. Bei einer aber eher schwachen oder gar geschwächten Rose gewinnen Sie und die Rose jedoch durch diesen »unzeitgemäßen« Schnitt mehr als Sie und die Rose verlieren.
Bei »blühfaul« gewordenen oder »überalterten« Rosen nennt man jedes kräftige Einkürzen und das Entfernen von Altholz sowie schadhaftem Holz auch »Verjüngen« – obgleich die Rose selbst natürlich »die Alte« bleibt.

Der Herbstschnitt erfolgt stets moderat. Obgleich die Rosen in öffentlichen Anlagen und so manche Literatur es noch anders lehren: Schneiden Sie Rosen im Herbst nur wenig – oder gar nicht. Sie können den Garten etwas schier machen, indem Sie die Köpfe der Rosen etwas zurücknehmen, insbesondere, um sie leichter mit Winterschutz zu versehen, etwa bei Hochstämmen. Jedoch sollten Sie die Rose mit Beginn des Winters nicht schneiden als stünde das Frühjahr vor der Tür.

Der Grund für diesen verhaltenen Schnitt im Herbst sind die Kapriolen des Wetters: Schneiden Sie im Herbst tief und die Rosen treiben »vorzeitig« in einem milden Herbst oder innerhalb milder Zeiten des Winters aus, so machen nachfolgende Fröste oder Spätfröste im Frühjahr argen Schaden an diesem frischen Austrieb. Sie müssen diesen Schaden dann entfernen, bis ins schadenfreie Holz schneiden, also die Rosen nachschneiden.
Um das Problem einer im Herbst auf zwei, drei Augen schon eingekürzten Rose deutlich zu machen: Da bleibt nicht mehr viel Substanz, wenn diese Handvoll Augen vorzeitig ausgetrieben sein sollten und Schaden durch Fröste nehmen werden.
Lassen Sie solche und alle anderen Rosen indessen nur moderat geschnitten in den Winter gehen, macht der Frost bei vorzeitigem Austrieb kaum mehr nennenswert Schaden: Und Sie haben im Frühjahr an Ihren Rosen noch genügend Substanz im unteren Bereich, um die Rose fit für die neue Saison zurechtzustutzen.
Denn Rosen treiben in der Regel von oben nach unten. Also die oben liegenden Augen zuerst – die tieferliegenden Augen sind »Reserveaugen«. Eigentlich von der Natur klug gemacht: Bei Wild-Verbiss oder Sturm nehmen schlimmstenfalls diese oberen Triebköpfe Schaden. Die Rose zuckt die Schultern und treibt von unten einfach nach …

Zweckmäßig ist es, bei diesen Schnittmaßnahmen stets etwas gestuft zu schneiden und junge, gesunde Triebe zu fördern, überalterte (»undankbar«) gänzlich zu entfernen, was Luft für frischen Austrieb schafft. Sie sollten die Triebe somit nicht unbedingt nach dem Rasenmäher-Prinzip alle auf eine, sondern besser auf unterschiedliche Höhen kürzen. Die Regel hierfür ist: dünne Triebe etwas stärker zurückzunehmen als die kräftigen Triebe. Allzu starke Verzweigungen im Kopfbereich entfernen Sie zugunsten eines kräftigen Auges des jeweiligen Grundtriebes. Der daraus resultierende gestufte und gelichtete Aufbau des Rosenstrauchs sorgt oftmals für einen gefälligeren Habitus der Rose.

Alle Schnittmaßnahmen fördern allgemein das Wachstum und das Blühen der Rosen – und auch die Gesundheit vieler Sorten. Freilich gilt es auch zu sagen, dass Sie so manche Rose mit diesen »Schnitt- und Erziehungsmaßnahmen« lieber doch in Ruh’ lassen! Nicht wenige Sorten wachsen über die Jahre gefälliger und ihrer Natur folgend schöner als wenn Sie stets mit gärtnerischem Ehrgeiz die Schere ansetzen. Und wenn Sie gewohnt sind, im Sommer Verblühtes zu entfernen, schneiden Sie möglicherweise bei der einen und der anderen Sorte den Folgeflor, der unmittelbar unter dem ersten sitzt, gleich mit weg – und wundern sich am Ende, dass eine in der Literatur als wiederholt blühende Sorte bei Ihnen stets nur ein Mal in der Saison blüht …

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Geduld und Toleranz

Der beste Lehrmeister diesbezüglich sind die Arten und Sorten in Ihrem Garten selbst – gepaart mit zwei der gärtnerischen Tugenden: Ihrer Geduld und Ihrer Toleranz.

Die erste Tugend räumt den Sorten die Zeit ein, ihren als Jungpflänzchen der ersten Jahre nicht unbedingt präsenten Habitus zu finden, die zweite Tugend lässt die Rose auch mal so sein, wie sie dann ist, selbst dann, wenn wir nur allzu gerne einen anderen Habitus »erziehen« wollen, der sich aber nun einmal nicht erzwingen lässt. Da mag die Rosenliteratur noch so »heiße Tipps« von »nach außen und innen weisenden Augen« haben.

Beherzigen sie am Ende, dass auch der Rosenschnitt eine »Arbeit« sein sollte, die Ihnen Spaß macht – und erledigen sie diese Arbeit durchaus einmal zügig mit der Heckenschere. Denn Sie werden sehen, dass die klügste Literatur keinen Wuchs hervorbringt, sondern einzig und allein die Rosen in Ihrem Garten – und denen ist es vollkommen gleich, ob sie zügig und beherzt oder »meditativ« und »Augen zählend« den Schnitt erledigen.


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