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‘Williams Double Yellow’,

Rosa x harisonii ‘Williams' Double Yellow’, ‘Old Double Yellow Scots Rose’, ‘New Double Yellow’.

Harisonii-Hybride, Williams 1820, GB.
120 cm und mehr, zart duftend.

‘Williams Double Yellow’ ‘Williams Double Yellow’ ‘Williams Double Yellow’

Ende März 2020 aus Herbstfplanzung 2019 im Park.

Fotos bei der Finnischen Rosengesellschaft.

Attraktiver Strauch, üppiger Flor; im Herbst schöne Früchte.

Als ehemalige Fundrose in Norwegen “Namdalsrosen” genannt, in Finnland “Kaisaniemi”, heute aber auch da unter dem Sortennamen im Handel.
Die Angabe der Familie Pimpinelliifolia als Sortenname bei diversen Anbietern ist Humbug.

HelpMeFind nennt die Eltern: Rosa pimpinelifolia L. synonym x Rosa foetida Herrm. – bei ‘Harison`s Yellow’ (Rosa foetida var. harisonii hort. ex Rehder) sind Mutter und Vaterrollen gewendet; siehe HelpMeFind; derlei Elternangaben sind ohnehin spekulativ; siehe ebenda References

‘Harison`s Yellow’ hätte ich auch gerne im Park! [Dies ist ein Aufruf …]

Vergleiche: Vermutlich ist ‘Scotch Yellow’ identisch mit ‘Williams Double Yellow’.

Vergleiche “Aurora”.

Anmerkung zur Vermehrung solcher Sorten via Okulation

Im Herbst 2019 vom Finnen Matti Kulju bekommen; eine kleine, wurzelechte Pflanze. Er vermehrt ausnahmslos wurzelecht, nicht allein des Klimas wegen. Bei solchen Sorten ist es auch fachlich genau richtig – bei Naturrosen = Wildrosen ist wurzelecht (in der Vermehrung und im Verkauf) gar Pflicht, (obgleich, wenn Verlust droht, ist die Okulation einer Wildrose mitunter zweckmäßig).

Bei HMF indessen finden sich Bilder, auf denen diese Sorte ‘Williams Double Yellow’ als junges Pflänzchen auf Rosa multiflora veredelt gezeigt wird [Nutzer »Tessie« … 29. MAR 2013 «].
Obgleich die Veredelung in der heutigen Zeit die mit Abstand häufigste Vermehrungsform bei Rosen ist, da die Vermehrungsrate bei gleicher Menge Vermehrungsmaterial deutlich höher liegt, der Ausschuss (in der Regel) deutlich geringer ist und die Jungpflanzen schneller zu einer verkaufsfähig erscheinenden (halt kräftiger erscheinenden) Jung-Pflanze heranwachsen, sei doch angemerkt:

Rosa multiflora als Unterlage für eine Spinosissima-Hybride zu wählen, dies ist fachlich daneben! Abgesehen davon, dass solcherart veredelte Rosen in nordischen Ländern schlecht oder gar nicht überdauern, ist der Einfluss einer artfremden Unterlage auf den Edelreis merklich – Rosa multiflora wird bei dieser Spinosissima-Hybride ordentlich Wildtriebe machen und aus meiner Erfahrung die Sorte irgendwann überwachsen.

Für Produktion und Verkauf irrelevant – für Garten, Park und Landschaft ist das Mist.

Bei relativer Verwandtschaft von Unterlage und Reis besteht die Möglichkeit, dass die veredelte Rose eigene Wurzeln bildet und darüber die Unterlage im Laufe der Jahre abstößt; passiert dies nicht, ist wenigstens der Wuchs einer artverwandten Veredelung annähernd gleich einer wurzelechten Pflanze (insofern die Sorte überhaupt wurzelecht gedeiht, also nicht überzüchtet ist). Bei einer Spinosissima aber auf einer Multiflora sehe ich diesen Verlauf der eigenen Wurzelbildung kaum bzw. nicht – und der Wuchs wird auch merklich sortenfremd sein …


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