“Mecklenburgerin” und “Fluffy” – Die Geschichte der Rosen
Ein Besuch aus Mecklenburg, 11. Juni 2026.
3 Stunden Anfahrt, 2 Stunden Rosenpark Stoltenberg, 3 Stunden Rückreise. Rosenliebhaber sind Reisende in Sachen Rosen …
Besuch von 2 netten und interessierten Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern Juni 2026, Jette und Susanne.
Überreich waren die mitgebrachten Gastgeschenke:
- Eine Rose namens “Mecklenburgerin”,
- 10 Eier von eigenen Hühnern,
- selbstgebackenes Brot,
- eine fein cremige selbstgemachte Seife
- und einen Blumenstrauß aus einer unbekannten Rose gebunden.
Genau besehen bestand dieser Blumenstrauß aus zwei Rosen, neben der fraglichen Sorte – von einem leicht verwilderten Grundstück geschnitten – schmuggelte sich ein Trieb einer Moosrose unter, die just auch keinen Namen kannte.
Vielen Dank für all diese netten Präsente – und insbesondere für die Rosen, wenngleich diese etwas „Arbeit“ machten:
Die “Mecklenburgerin” – ich dachte, es könnte ‘Madame Isaac Pereire’ oder ‘Great Western’ sein. Dies stimmt laut Susanne aber nicht, sie und ihre Freundin Lotti haben beide Rosen und diverse Merkmale (Wuchs, Kelchblätter und derlei) stimmen wohl nicht überein.
Vielleicht haben Sie ja noch eine Idee?
Blumenstrauß aus Mecklenburg mit “Fluffy”, es ist mutmaßlich ‘Lavender Lassie’ – und mit einem „versteckten“ Trieb war auch ungeplant eine Moosrose dabei:
Ein im Blumenstrauß „versteckter“ Zweig einer unbekannten Moosrose.
Ob ich die Rosen bestimmen könne, war die Frage.
Die “Mecklenburgerin” bestimmte ich aus der Hüfte als ‘Madame Isaac Pereire’, was am Ende wohl sowenig richtig ist wie ‘Great Western’.
Für die zweite Rose des Blumenstraußes “Fluffy” konnte ich zunächst gar nichts sagen: erinnerte aber – nachdem Jette und Susanne längst auf ihrer Heimreise waren – dass wir eine solche Rose doch einst auch hatten, mindestens im alten Garten meiner Frau und damit auch in den Anfängen des Parks, denn eigentlich sind alle Rosen aus diesem alten Garten mit umgezogen nach Stoltenberg und damit im heutigen Park, insoweit nicht aussortiert.
Unter „Nicht aufgenommene Rosen“ fand ich diese fragliche Sorte dann auch wieder: ‘Lavender Lassie’. Versicherte mich noch einmal anhand meiner Daten aber auch bei HelpMeFind – und ja, ich denke, diese Rose hat jetzt wieder ihren „richtigen“ Namen.
Allein die unverhoffte Moosrose, die im Strauß nur Knospen aber keine offene Blüte zeigte und eher ungewollt zu mir kam, harrt noch ihrer Bestimmung. Vermutet wird, es sei ‘Catherine de Würtemberg’: dies ist zwar ein Name, jedoch für verschiedene Varianten und „Missverständnisse“ gut, siehe HelpMeFind.
Setzte so gut es ging Stecklinge von beiden Rosen aus diesem Strauß … schauen wir mal, ob und was daraus wird …
Nach dem Schnitt der Stecklinge blieben noch die Blüten für die Wasserschale – und zwei Knospen der Moosrose für die Vase.
Blüten, Kelche, Laub und Nebenblätter sowie Triebe habe ich so gut es ging fotografiert (so können auch Sie entsprechend vergleichen).
Ich mag solche freundlichen, nicht planbare Geschichten des Lebens – man setzt die eigene Reise angeregt anders fort als ohne sie … und erfährt Dinge über Rosen, die man ohne solche Geschichten wohl nie erfahren hätte … wie auch bei “El Schalom”.