Grünes Heupferd
Ein kurioser, in vielfältigen Lebensräumen beheimateter und einmal ein nicht gefährdeter Zeitgenosse.
Grüne Tarnfarbe und brauner Streifen auf dem Rücken – wie ein frischer und vertrockneter Halm.
In den Wiesen kaum zu entdecken – auf dem folgendem Foto im rechten unterem Viertel liegt sie wie ein Grashalm:
Auch von der Seite gleicht das Insekt einem Halm oder – besser noch – einem Blatt des Spitzwegerichs, wie im Bild zu sehen.
Die Fotosession im Einweckglas nahm das Pferdchen recht gelassen hin.
Grüne Heupferde wachsen bis 4 cm Körperlänge, sind sehr gut getarnt und deren Ohren sitzen am Knie, welche sogar Ultraschallrufe der Fledermäuse hören, auf deren Speisezettel das Graspferdchen steht. Das Graspferdchen selbst ist ein Allesfresser, von Laus bis (kranke) Artgenossen sowie pflanzliche Kost. Mit den Vorderflügeln wird gesungen, der Säbel am Po ist kein Säbel und für alle ungefährlich, es ist ein Art Bohrer für das Ablegen von Eiern in Erdröhren. Die sieben Metamorphosen vom Ei bis zum erwachsenem Graspferdchen macht es auch nicht leicht, dieses Insekt stets sicher zu identifizieren.
Wie viele Insekten wird das Graspferdchen von Licht angezogen – so findet es sich mitunter in der Wohnung ein. Da es ungefährlich für uns ist, komplimentiert man es höflichst wieder ins Freie.
Wir haben zwar seit einigen Jahren das Grüne Heupferd auf oder in den Wiesen – nur sieht man es selten, eher nur dann, wenn es (weg-)fliegt. Die Flügel sind recht groß und weißlich, hübsch zu sehen, jedoch halt insgesamt schlecht zu fotografieren. Überhaupt, entweder hat man keine Kamera dabei, wenn man über ein Pferdchen fällt, oder die geringe Fluchttoleranz führt dazu, dass die Kamera dem flüchtigen Insekt „unscharf“ hinterherhechelt.
August 2026 habe ich es kurzerhand mit der Hand gefangen, bin schnell ins Haus gelaufen, Kamera und ein Einweckglas geholt, die Schrecke ins Glas, die Kamera drauf und zwei, drei Bilder mit Glas gemacht. Sodann die „entsetzte Schrecke“ aus dem Glas befreit, da blieb sie auch zunächst brav sitzen, also sofort ausgenutzt und rasch noch zwei, drei Fotos in „natürlicher Umgebung“ gemacht – und weg war sie wieder. Und ich war zufrieden.
Links
- NABU Insektentrainer – viel zu klicken auf kleine Kreise für allerlei Infos, etwas zum Wischen ist auch dabei: ein Vergleich Grünes Heupferd und Zwitscherschrecke …
- Ökologie-Seite – trockene aber gute Infos und zahlreiche detailfreudige Fotos des Grünen Heupferdes.
- Warum nicht: Wikipedia – Grünes Heupferd. Wer mag, findet zahlreiche weitere Websites über „Tettigonia viridissima“ …
