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Logo Rose Vermehrung von Rosen – Stecklinge

Fotos Ende April 2019 aus der Stecklingsvermehrung.

Die wurzelechte Vermehrung werde ich im Laufe der Zeit auf dieser Seite hier weitergehend thematisieren. [Stand: Ende April 2019]

Eckdaten:

Boden: lehmig-sandig mit Ton, schwer; wenn trocken, kaum zu bearbeiten.

Stecklinge September 2018 gesetzt; etwa 200 Stück, ca. 40 Sorten. Winter 2018/19 war sehr milde, gutes Anwachsergebnis.

Fotos aus der Stecklingsvermehrung 2017 sind beigefügt; entsprechend kommentiert.

‘Paula Vapelle’ ‘Sointu’ ‘Sointu’

Foto 1: ‘Paula Vapelle’. Foto 2 und 3: Steckling ‘Sointu’ und eine wurzelechte Pflanze aus der Pflanzung Frühjahr 2017; die Pflanze war damals zwei Jahre alt und geht jetzt Frühjahr 2019 an diesem Standort ins dritte Jahr.

“Reine des Violettes” ‘Bourgogne’ ‘Quatre Saison (flasch)’

Foto 1: “Reine des Violettes, helle var.”. Foto 2: ‘Bourgogne’. Foto 3: ‘Quatre Saisons Continue’ (nicht ganz sicher).

Folgende Fotos zeigen dünne, kleine Stecklinge; auch verzweigte Stecklinge sind möglich (Foto 3):

‘Helvi’ ‘Pompon de Paris’ ‘Single Cherry’

Foto 1: ‘Helvi’. Foto 2: ‘Pompon de Paris’. Foto 3: ‘Single Cherry’.

Folgende Fotos zeigen Stecklinge aus 2017; gesetzt vom Frühjahr bis Herbst. Der Wuchs ist Ende April 2019 schon ordentlich:

‘Deuil du Dr. Renaud’ Rosa fulgens Rosa multibracteata Rosa nanothamnus

Foto 1: ‘Deuil du Dr. Reynaud’. Foto 2: Rosa var. fulgens. Foto 3: Rosa multibracteata. Foto 4: Rosa nanothamnus (ERS).

Für das Rosenseminar August 2019 über die Vermehrung von Rosen habe ich die Stecklingsvermehrung als Schwerpunkt gesetzt (siehe Termine [Sprung zum Absatz]); die sog. Okulation (Veredelung von Rosen auf eine Wildrose) wird behandelt, da jedoch für den Privatgarten kaum umsetzbar, zeige ich nur noch, wie es geht und gehe auf die Vor- und Nachteile dieser Vermehrungsform genauer ein.

Stecklinge, Absenker und Wurzelausläufer sind die besten Vermehrungsformen für die Gartenkultur, nicht aber für die Effizienz in der Produktion eines Vermehrungsbetriebes, wenngleich in »ruppigen« Lagen (Skandinavien, Kanada) die wurzelechte Vermehrung auch in den Baumschulen bevorzugt wird. Weniger dem Geschäft, mehr dem Klima gezollt …

Weltweit indessen ist die Okulation (vielleicht vergleichbar der Seuche »Google«) marktdominant. Der Rosenmarkt verdient via Okulation leichter sein Geld … der kaufende Kunde heutzutage kennt es bald nicht mehr anders (nun wieder ähnlich der Verwendung der Suchmaschine »Google«).
Als ob es keine Alternativen gäbe …

Da ich selbst aus der reinen Produktion raus bin, deren Ziel es ist, durch die Okulation rasch verkaufsfertige Mengen heranzuziehen, betrachte ich die wurzelechte Vermehrung für mich als »entschleunigender Genuss«: Die Pflanzen sind in gleicher Zeitspanne zwar kleiner als die okulierte Rose, jedoch ist dieses Verhältnis ab dem zweiten bis dritten Standjahr oft genug genau umgekehrt.

Mit Wildtrieben hat man bei wurzelechten Rosen ebenfalls keinen Ärger. Wie auch! Bei Frostschäden überdauert in der Regel der Wurzelstock und treibt wieder aus – bei Frostschäden an der Okulation hingegen ist der Austrieb schwach oder bleibt ganz aus, die Veredelung ist dann verloren. Zudem sortiert die wurzelechte Vermehrung überzüchtete Sorten aus, die kaum oder nicht mehr eigene Wurzeln bilden und nur noch okuliert vertrieben werden können; die Standzeit solcher Rosen ist entsprechend deutlich kürzer als bei denen, die noch wurzelecht gedeihen.

Wurzelechte Rosen können Sie vererben und deren Ableger verschenken, okulierte Rosen indessen müssen Sie stets (nach-) kaufen …

Wurzelechte Rosen sind im Garten zu bevorzugen, wenngleich manche Sorten üppig Ausläufer bilden und sich unerwünscht ausbreiten können. Einige Gallica und Spinosissima etwa sind »berühmt berüchtigt« für ihre Vermehrungsfreude.
Sehe ich mal nicht als Reklamationsgrund …

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