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Wurzelecht

[Überarbeitet 30. November 2023]

Eine Art Einleitung

Im Kern dreht der Mensch die Themen innerhalb der Rosenkultur im Kreis herum: die Perspektiven wechseln, die Schwerpunkte der Betrachtungen, nicht aber die Themen selbst und deren Verzahnungen.

Das „Veredeln“ war mir derart vertraut, gleichsam im Blut, dass ich es zuvor nie in Frage, zur Diskussion gestellt habe – wie ich es in diesem Beitrag explizit tue.

Dass auch an diesem Thema „wurzelechte Rosen“ gleichsam wie Glieder einer Kette alle denkbaren Themen der Rosenkultur angereiht sind, wundert mich im Nachhinein nicht wirklich.
Erstaunlich war eher, dass ich das „Veredeln“ nicht früher schon entdeckt habe: als strittiges, zu hinterfragendes Feld der Rosenkultur …

Rosen, die auf eigenen Wurzeln stehen, im Vergleich zu Rosen, die veredelt (okuliert) sind, zeigen nur einen „Nachteil“: wurzelechte Rosen machen Ausläufer.

Ausläufer im Garten können nerven – Rose links vom Weg gepflanzt, rechts vom Weg erscheint unvermittelt und nicht gepflanzt diese Rose: Ein Ausläufer hat sich seinen Tunnel unter dem Weg hindurch zur anderen Seite gebahnt.

Ausläufer gräbt der Mensch gelassen aus – und verschenkt alle an Nachbarn, Freunde oder bringt sie mir (bevorzugt mit bekanntem Rosennamen). Oder der Mensch kompostiert den Ausläufer … was erlaubt ist.

Gut, soweit: Ausläufer bei Rosen sind kein Grund für „Reklamationen“.

Die Vorteile einer wurzelechten Rose sind – neben diesen wunderbaren Ausläufern! – vielseitig: wurzelechte Rosen leben länger als veredelte Rosen. Und alles, was da unten aus dem Boden kommt, entspricht der gewünschten Rose – und zwar hinsichtlich aller Eigenschaften dieser Rose.

Die Gartenlaube, Hildesheim Dom, 1899 Die „tausendjährige Rose“ am Apsis des Hildesheimer Doms – den Dreißigjährigen Krieg überlebt, den Abbrand des Doms, den Ersten Weltkrieg … den Zweiten Weltkrieg … und aus dem Wurzelstock wächst sie bummelig alle 100 Jahre neu …
Weitere Infos zu dieser Rose, wenngleich ebenda in einem anderen Kontext stehend …

Bei veredelten Rosen indessen nimmt die „Wildrosen-Unterlage” durchaus Einfluss auf die Eigenschaften der gewünschten Rose, auf den Wuchs, auf das Blütenverhalten – und der Mensch hat mit sogenannten Wildtrieben zu rechnen und seine Arbeit damit: Denn die Austriebe einer Unterlage (also der Wildrose, auf der veredelt wurde), gehören entfernt.
Es sei denn, die „Unterlage“ gefällt und wächst besser als die „Edel-Rose“ …
Rosen-Unterlagen sind für manche Überraschungen gut – ein Beispiel vom Vermehrungsacker: Eine Unterlage, die das Edle nicht wollte … und nun vom Habitus und Frucht eine unser besten Rosen im Park ist.

Wurzelechte Rosen sind robuster, unbestritten. Nimmt die Stelle der Veredelung Schaden, ist die Rose verloren – also die auf die Wildrose aufgesetzte Rose ist verloren.
Fahren Sie mit einem ausgewachsenen Trecker einige Touren über eine wurzelechte Rose, wächst diese aus ihrem Wurzelstock einfach wieder neu empor.

So ist das.

Ziehen Sie mit Haus- und Gartenbewohnern um oder muss eine Rose eines Bauvorhabens wegen vom Platz weichen, dann macht es einem die wurzelechte Rose leicht, die veredelte Rose indessen mitunter schwer.
Jedes Jahr bekomme ich diesbezüglich Anfragen, wie die Rose „zu retten“, was zu tun sei. Es sind stets veredelte Rosen, um die der Mensch sich dann sorgt, mitunter „alte Knochen“, die einige Jahre und mehr im Garten stehen.
Menschen mit wurzelechten Rosen schreiben mir erst gar nicht: Die Rose selbst zeigt, was bei Umzug oder Bauvorhaben zu tun ist …

Hochstamm veredelt Hochstamm veredelt, etwa September des selben Jahres. (Wer genau hinsieht, in der Mitte wächst schon das Auge durch das Pflaster)

Der genetische Stamm unser Kulturrosen wäre „stabiler“, um nicht zu schreiben „gesünder“, gäbe es die Vermehrungsform des Veredelns nicht.
Diese Kritik, als das schwache Rosen, die keine eigenen oder nur unzureichend Wurzeln bilden können, nunmehr via kräftiger Unterlage doch auf den Markt gespült werden, ist ein bis heute gültiges Argument aus dem 19. Jahrhundert, aufgekommen mit der in 1849 in die Welt gekommenen Idee von Guillot (fils) eines „Veredelns von Rosen“, die ebenfalls dem Markt gezollt ist: Die Stecklings-Vermehrung konnte die steigende Nachfrage kaum bedienen.

Möglicherweise wäre auch die Anzahl der Sorten weltweit geringer, eine Anzahl um die 70.000 tausend Sorten, so die Schätzungen um 2020 herum.

In meinen Anfängen als Baumschule kursierte die Zahl von 30.000 tausend Sorten, Rosen, die gewiss damals wie heute nicht beliebig verfügbar waren, es nicht sind.

Eine gesunde Selektion von „Neuheiten“ auf der Grundlage deren Fähigkeit, auf eigenen Wurzeln zu wachsen, hätte die Anzahl der Sorten aus der Kulturgeschichte bis heute wohl merklich verringert.
Spekulieren wir einmal: In 2023 würden wir über 10.000 verschiedene Rosensorten verfügen? Was meinen Sie? Genügend Auswahl für Ihren Garten? Eigentlich überfordert ja schon jede Auswahl über 1000 Sorten … wie ich es aus der Praxis weiß.

Der Markt wäre gewiss auch kleiner, gäbe es nur wurzelechte Rosen, in der Produktion kleiner, in der Vermarktung kleiner, keine großen, international agierenden und den Markt bestimmende Konzerne, die Jahr für Jahr mit deren gigantischen Werbe-Budget „Neuheiten“ über „Neuheiten“ in allen denkbaren Medien anpreisen – und viel zu sehr das Bild der Rose in den Köpfen prägen. „Neuheiten“ aus solchen Häusern, die oft genug schlicht eine Verdoppelung einer Verdreifachung der Rosen des „Kollegen“ sind … pure Wiederholung in neuem, individualisiertem Marketing-Gewand.

Möglicherweise hätten wir einen gesünderen Markt, kleinräumiger orientiert, in der Produktion angepasst und somit konzentrierter, mit stimmigen, genetisch weniger degenerierten, mit langlebigen, robusteren Sorten auf „eigenen Beinen“?
Da wüsste ich jetzt mal keinen Einwand zu nennen …

Mittlerweile erscheint die Rose heute in deren vermeintlichen „Vielfalt“ dann doch eher als Einheitsbrei hinsichtlich Habitus, uniformes Laub und unsinnig standardisierte Pflege- und Kulturmaßnahmen, etwa rund um Standort, Schnitt und Düngung.
Mit dem Charakter von Gehölzen haben die wenigsten „Neuheiten“ noch etwas gemein, behaupte ich einmal nach einigen Jahrzehnten Rosenerfahrung …

Dass „Wildrosen“ als „Unterlagen“ genutzt wurden, öffnete ein weiteres Tor für die Herabstufung dessen, was ich lieber als Naturrose benannt, bestaunt, geschätzt, ja geliebt sähe.

„Veredeln“ auf eine als „Unterlage“ degradierte Naturrose ist Ausdruck einer Hybris. Der Gedanke, dass eine „Wildrose“ – etwa wie beim Wein – ein „besserer Tropfen“ werde, wenn ein „edles Äuglein“ einer Rose der Zucht auf dieses „Wilde“ kommt.

Im Ausdruck „(Wild-) Unterlage (veredeln)“ stecken so einige fragwürdige Wertigkeiten.

Gartenwege Die Naturrosen sind nicht allein selbst wunderbare Rosen für Garten, Park und Landschaft, sie sind vielmehr und zugleich der „Unterbau“ aller Kulturrosen.

Dabei ist es bei der Rose wie im Straßen- und Wegebau: taugt der Unterbau nichts, hilft die schönste italienische Deckschicht nicht. Und gewendet: taugt die Deckschicht wenig, trage wenigstens der Unterbau …

Naturrosen als „Unterlagen“ zu gebrauchen – gewiss, möglich ist es. Gering schätzen aber sollten wir sie darüber nicht. Weder im Herz noch im gesprochenem Wort …

Die Okulation ist ein Kind des Marktes. Für die Gartenkultur taugt sie wenig bis nichts.
Gewinnt man aus einem Trieb vielleicht zwei Stecklinge, schafft die Okulation es, demselben Trieb zehn Augen und mehr für das Veredeln zu entnehmen. Die Quantität stieg in der Rosenvermehrung durch das Aufkommen des Veredelns.

Auch ist das Produkt rascher verkaufsfertig, sprich die gewünschte Rose rascher im Regal: Schafft der Steckling es im ersten Jahr, eigene Wurzeln zu bilden, um im zweiten Jahr zu einem kleinen Strauch heranzuwachsen, ist die veredelte Rose im selben Jahr schon auf dem Verkaufstisch. Kräftig herangewachsen auf den Wurzeln einer Wildrose.

Der Markt mag das Veredeln: Bessere Vermehrungsquoten, erhöhte Quantität sowie rascher mit den Rosenkindern im Verkauf.

Für die Rosenkultur aber wüsste ich keinen einzigen Vorteil dieser Vermehrungsform zu benennen.

Auch das Gärtnern mit Rosen wird nicht leichter durch das Veredeln. Die bemühten Beschreibungen, wie eine veredelte Rose zu pflanzen sei, die Tipps, wie Wildtriebe zu entfernen und Winterschutzmaßnahmen zu betreiben seien, sind Geburten des Veredelns von Rosen.

Salopp geschrieben: Gewiss, das Grüne gehört beim Pflanzen nach oben!

Bei wurzelechten Rosen indessen ist selbst diese „augenzwinkernde Regel“ nicht unbedingt zwingend … und Sie müssten schon wirklich boshaft sein, wollten Sie eine wurzelechte Rose so pflanzen, dass diese Rose nicht gedeiht.

‘Gloire des Rosomanes’ ‘Gloire des Rosomanes’, Plantier (Vibert) 1825 – frühe Remontant-Rose. Eine denkbare Alternative zu ‘La France’, Guillot 1867, für eine (beliebige zeitliche) Neuordnung der Rose namens „Alt | Modern“?

Es ist wie mit dem Tinnef “Alte | Moderne Rosen” – das „Veredeln“ ist wohl auch kaum mehr aus der Welt zu schaffen. Obwohl es eigentlich gut und für die Kultur förderlich wäre, würden wir uns mehr bemühen, mit wurzelechten Rosen zu gärtnern … und es strikt ablehnen wollten, eine Imagination namens „Alte und Moderne Rosen“ zu pflanzen …

Die Nord-Skandinavier kultivieren nur wurzelechte Rosen, sie machen das des kalten Klimas wegen, also notgedrungen, wenn man so will: „veredelte“ Ware überlebt dort nicht. So werden auch die Sorten solide selektiert: Was nicht auf eigenen Wurzeln wächst, kommt nicht einmal ins Sortiment (und braucht entsprechend auch nicht aus selbigen Sortiment heraus geschmissen zu werden). Eine gesunde Sache, diese Selektion durch Klima und Wetter.

Und noch eines: Bekommen Sie zu lesen, Ihre Rose bedarf Winterschutz, merken Sie sich, nein, nicht diese Rose, sondern allein das aufgesetzte Röschen der Zucht will Schutz vor kaltem Wind und Frost – die „Unterlage“ bleibt in der Regel dem Wetter gegenüber gelassen …
Um im Bild des Straßenbaus zu bleiben: Der Unterbau Ihrer Rose ist prima, nur die schöne Deckschicht taugt vielleicht nicht allzu viel … wenigstens nicht für die hiesige Lage.

Pflanzen Sie wurzelecht, wo immer möglich; pflanzen Sie ein kleines Röschen aus frischer Stecklings-Vermehrung, anstatt eine „durchwurzelte Container-Rose“ auf irgendeiner Unterlage.

Behalten Sie die alte Garten-Regel beim Erwerb von Pflanzen im Auge:

„Ist es klein, wächst es bei mir groß, ist es schon groß, wird es im eigenen Garten kleiner.“[*]

[*] In Ihrem Garten bekommen Sie die idealen Bedingungen einer Baumschule nicht imitiert; Produktion und Vermarktung verlaufen heute zunehmend unter Folie oder Glas, also unter Gewächshäusern – mit der Idee, makellose, vom Wetter wenig beeinflusste Ware anzubieten, was als verkaufsfördernd gilt und es wohl leider auch ist. Allein, Ihr Garten hat kein Foliendach, er kennt Wetter, Widrigkeiten anderer Art, etwa kranke Rosen des Nachbarn oder eigene gut meinende aber falsche Düngung.

[Ende Fussnote]

In Produktion und Vertrieb aber ist wurzelecht heute – sagen wir in Mitteleuropa – kaum mehr marktfähig; bestenfalls eine Nische, etwa für kleine Betriebe oder in der spezialisierten Produktion für den Landschafts- und Gartenbau mit einem doch arg begrenztem Rosensortiment.

In der reinen Produktion damals veredelte ich, geprägt durch die Produktionsbetriebe drum herum, die alle veredelten. Für wurzelechte Rosen gab es auch kaum einen Markt, der Wiederverkauf interessiert sich nicht für solche Fragen und in der Direktvermarktung diktiert primär neben dem Preis der erste Eindruck vom Röschen: Wenn ein kleiner erscheinendes wurzelechtes Pflänzchen auch noch mehr kostet als eine kräftiger wirkende okulierte Jungpflanze, lässt es sich im Wiederverkauf wie beim Privatmenschen schwer vermitteln, das wurzelechte Röschen zu erwerben und zu pflanzen … eigentlich gar nicht, zumal dann nicht, wenn man als Unbekannter auf irgendeinem Event herumsteht.

Dies ist jetzt im Rosenpark anders … Nur: „große Produktion“ und Rosenpark?
Beides geht mit zwei Händen nun nicht. Für Rosenbauer hätte der liebe Gott eigentlich vier Arme und Hände einplanen müssen …

Im Privatgarten immer schon weitgehend wurzelecht unterwegs, mache ich es heute im Rosenpark ebenso: überwiegend wurzelechte Rosen. Um das Veredeln komme ich dennoch nicht, allein der Aufträge wegen.

Spärliches und qualitativ schlechtes Vermehrungsmaterial, das für Vermehrung via Steckling nicht geeignet ist, lässt sich mitunter noch veredeln; bei manchen Sorten ist auch der Ausschuss einfach zu hoch, versucht der Mensch es mit diesen Rosen wurzelecht – hier hilft ebenfalls das Veredeln.
Wo es erforderlich erscheint, veredel ich.

Dies sei dann aber auch der einzige Nutzen des Veredelns für die Kultur: schwaches, für die wurzelechte Vermehrung ungeeignetes Material noch verwenden zu können … für den Erhalt von Rosen …

Leider besetzt das Veredeln nicht diese zweckmäßige Nische, vielmehr prägt das Veredeln die Kultur, das Gärtnern und den Markt rund um Rosen.

Die besten Rosen im Zukauf bekam ich damals aus Finnland, von Matti Kulju, der seine Baumschule vor einigen Jahren stilllegte und in den verdienten Ruhestand wechselte. Seine Rosen waren stets wurzelecht, stets kleine, zierliche, via Steckling oder Ausläufer vermehrte Pflanzen, die rasch zulegten und bis heute zu den besten Rosen im Bestand gehören.

Beispiele wurzelechter Rosen

Im Herbst 2021 bei mir gekauft, kleine via Steckling vermehrte, wurzelechte Rosen: Frühjahr 2023 ‘Kiiminki’ und Sommer 2023 ‘Esprit d’Amour’ im Garten von Herrn Clemens.

Herr Clemens schickte diese Fotos mit der Frage, ob die kräftigen Triebe von ‘Kiiminki’ nicht gekürzt und die neuen Triebe von ‘Esprit d`Amour’ nicht entfernt gehören, wie es sein Vater ihm lehrte, da diese Triebe wohl „wild“ seien.

Wenn man nicht will, dass wurzelechte Rosen kräftig wachsen, und wenn man glaubt, dass die Rosenschere einen besseren Habitus „erzieht“ als die Rose selbst, kann man das machen … alles wegschneiden. Nur, man sollte es nicht tun:

“Kiiminki”, wurzelecht, Austrieb Frühjahr 2023 ‘Esprit d'Amour’, wurzelecht, Sommer 2023

Vom kleinen Steckling zur großen Rose

Beispiel ‘Sointu’ – Stecklinge.

Aus so einem Steckling setzte ich eine Jungpflanze in den Garten, Frühjahr 2018 (Foto 2),
Fotos 3 und 4 zeigen dieselbe Rose in Mai und Juni 2022:

‘Sointu’, Steckling ‘Sointu’, Jungpflanze ‘Sointu’, etablierte Pflanze im Mai ‘Sointu’, dieselbe Pflanze im Juni

Beispiel ‘Helvi’ – hier „von hinten nach vorne“ gezeigt – Anfang Juni 2022, sodann Mai 2022; Foto 3 zeigt kleine Stecklinge:

‘Helvi’, Frühjahr im Austrieb ‘Helvi’, Anfang Juni in Blüte ‘Helvi’, Stecklinge

Beispiel ‘Mary Queen of Scots’ im Garten von Frau Richter. Pflanze in Herbst 2020 erworben;
Foto 1 Anfang Juni 2021,
Foto 2 gegen Ende Mai 2023:

‘Mary Queen of Scots’, Jungpflanze im Frühjahr ‘Mary Queen of Scots’, blühende Pflanze Ende Mai

Beispiel „Not-Veredelung“

Auftragsvermehrung der Sorte ‘Wörlitz’ über eine Kundin aus Bremen. Der spärliche Reiser stammt aus dem Europa-Rosarium Sangerhausen und ging über die Anfrage der Kundin gleich von ebenda zu mir (Foto 1).

Von den drei verfügbaren Augen waren ein Auge gut (Foto 2), ein Auge „mäßig“ (Foto 3) – aber eigentlich (wie das dritte Auge, Foto 4) schon verholzt und nicht zu gebrauchen.

Mit so einem Trieb lässt sich kaum ein Steckling setzen. Auftragsvermehrungen veredel ich ohnedies lieber und in der Regel. Ich „veredelte“ also die beiden ersten Augen – und eines wuchs.

Foto 5 zeigt den sehr späten Austrieb auf dem Acker, da hatte ich die anderen Jungpflanzen des Feldes schon ein bis zweimal geschnitten.

Foto 6 dann das Ergebnis, B-Güte – aber immerhin konnte die Kundin ihre gewünschte Rose pflanzen und im Garten wächst es sich zurecht …

‘Wörlitz’, Reiser ‘Wörlitz’, gutes, brauchbares Auge ‘Wörlitz’, mäßiges, kaum nutzbares Auge ‘Wörlitz’, Auge, nicht zu gebrauchen ‘Wörlitz’, später Austrieb Vermehrungsfeld ‘Wörlitz’, fertige Pflanze, B-Güte