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Neuigkeiten der Gestaltung im World Wide Web

– Fundstücke im WWW – Gedanken über Geschäfte und Ethik im Web.

Wie gestaltet es sich denn so, dieses globale Netz, das wir bald mehr und lieber als unser täglich Brot verzehren?

Sammeln wir einmal, was sich als »dieses und jenes« aus dem Netz klauben lässt: Einige Beiträge aus unser aller »World Wide Web« liste ich hier gerne auf – da ich diese Beiträge für lesenswert halte. Zart und behutsam kommentiert …

22. Februar 2022 – Beginnen wir mit einer nicht sterbenden Auszeichnung aus 2021:

BigBrotherAwards 2021 – wer Google und den hauseigenen Browser Chrome nutzt, ist entweder ahnungsbefreit oder: resistent gegen jedwede Einsicht.
Dies wären bis dato also rund 70% der Nutzer des World Wide Web

07. März 2022 – Wir müssen wohl in allem »grüner« werden:

Digitaler CO2-Fußabdruck 2020 [PDF-Datei] – eine derart detailreiche Untersuchung aus 2022 liegt leider nicht vor; spekulieren wir, dass dieser Fußabdruck in den vergangen 1.5 Jahren eher größer denn kleiner geworden sein dürfte.
Fallbeispiele (ebenda ab Seite 32) erlauben, sich selbst zu verorten.

Gestaltung von nachhaltigen Websitesein Weg, um unseren Digitalen CO2-Fußabdruck zu verkleinern …

Norddeutscher Rundfunk stellt 2021 vor: Grüne Rechenzentren – Blaualgen machen es möglich: negativer CO2-Fußabdruck, also kein Fußabdruck, wenn Sie so wollen.
Das (noch leider viel zu kleine) Start-up-Unternehmen: Windcloudin Nordfriesland wird hoffentlich digitale Zukunft geschrieben, weit über 2022 hinaus …

14. April 2022 – »Webdesign Trends« – sterbend und auferstehend wird unermüdlich gesucht, was meine (und Ihre) Aufmerksamkeit einfängt:

Webdesign Trends 2022: Das erwartet uns – »Dr.Web« stellt es (unakademisch) vor.
Kommentieren wir diese und andere Trendlisten via einem frei erinnerten Zitat einer Webdesignerin: Kann man so machen, sieht dann halt scheiße aus.

43 wichtige und aktuelle Webdesign-Trends im Überblick – derlei schon bei meinen ersten Gehversuchen in 2013 / 14 zur Kenntnis genommen; damals von der Aussage noch beeindruckt, dass »Webdesigner« all dies wissen müssten.

Heute ist es mir lieb gewonnene Gewohnheit, den Text im imaginären Aug auf altbackene Schreibmaschinenzeilen zu stauchen – und kein Design zu sehen.
Ernüchternd, hier und da, was dann bleibt; also nicht viel; mitunter auch nichts, also sehr wenig.

Aber klar, wenn man nicht mehr erinnert, warum man surft, immerhin noch schön zu sehen: Atomic Designs, Parallax Scrolling, Hero-Bilder ….
Und tatsächlich: Auch Pop-Ups, die finden sich als »Trend«! Wieder und wieder! Nun gar als ein zukunftsfähiger Trend 2022 [die dezente Hervorhebung im Zitat ist dann mal von mir].

Bescheuert. Also diese Pop-Ups-Trends. Gleich bekloppt wie die Idee, eine experimentelle Navigation anzubieten, die reizvoll und spielerisch den User ›herausfordert‹.

Verrücktheiten im Glauben, »User«, also ich, wollten sich solchen »Herausforderungen« stellen – mit dieser Website gern »spielerisch interagieren« … die Navigation suchen … Pop-Ups wegklicken …

Wie kommt man auf so etwas?

Anstatt Infos, Hirngespinste; oder: ich bekomme Infos nur dann, wenn ich diese Design-Kapriolen irgendwie abarbeite …?

Nun ja, merken wir dazu an, ich bin halt nicht »der User«, anderseits: Mir ist es als »User« egal, was da als »Erfolg« gemessen von diesen Designer behauptet wird. Solche Seiten, mit Verlaub, lohnen in der Regel nicht einmal, jene scharf zensierende Schreibmaschinenzeile im imaginären Aug zu bemühen: sofort wegklicken, diesen Quark, geht meist auch – ohne Sorge, irgendetwas zu versäumen.

Bewegliche Schrift ist auch so ein »Blödel-Trend«, also tatsächlich Schrift, die nicht gelesen sein will, sondern animieren möchte, also Schrift, die rotiert oder eingeblendet von links, rechts oder oben sich zeigt – oder halt ausgeblendet wird, während der Mensch liest; Schrift, die gar Wackeldackel (mit benachbarter Klorolle) spielt – und kurz »zackig« oder lang dümpelnd einfach so »zappelt«; Schrift, die von klein zu mächtig groß mutiert – also animiert »lauter« wird und mich irgendwie »anschreit« …

Sorgt gewiss für gewünschte Aufmerksamkeit …

Macht mal, Ihr Trendsetter! ECHT TOLL …

Neumorphismus wird indessen heut schon deutlich totgesagt, da zu arm an Kontrasten … Minimalismus indessen habe eine wunderbare Zukunft vor sich, man lese und staune:

Das Weglassen (fast) aller (Gestaltungs-)Elemente, bis nur noch das Wichtigste übrig bleibt: Es zwingt einen, klare (inhaltliche) Prioritäten zu setzen. [sic!]
– so zu lesen in irgendeinem »Web-Journal« …

Und dies sei keineswegs einfach, diese »klaren, inhaltlichen Prioritäten« zu setzen, also dergestalt »minimalistisch« Inhalte zu präsentieren … in diesem bunten Web.

Es ist auch zu befürchten, dies wird sich aufgrund des vermuteten Schwierigkeitsgrades, fremde oder gar eigene Inhalte zu präsentieren, auch nimmer und nie durchsetzen, also dieses »Design« mit diesen klaren, inhaltlichen Prioritäten … und die Trends 2023, 2024, 2025 … heißen lieber wieder irgendwie … anders.

BASIC thinking: Fazit dort: Webdesign-Trends 2022 werden kreativer und auffälliger.
Gut, wenn dies eintrifft, was mir glaubhafter aber keineswegs neu erscheint, lese ich wieder mehr Bücher …

Anmerkung 24.04.2022

Wiesoso.com – warum setzen im Jahr 2022 nicht solche Seiten »(Design-)Trends im Web«?

Und warum – um alles Design dieser Welt – wurde verlernt oder aufgegeben oder vergessen oder weggeschmissen, was uns in die Wiege gelegt wurde? A large universe of dokuments trifft »moderne« Webdesign-Trends? »Wieso also so«, diese geistige Entwicklung des Menschen im Netz …?

Vielleicht will der Mensch am Ende keine »Design-Trends«, vielmehr ein büschen mehr Ethik.


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