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Neuigkeiten der Gestaltung im World Wide Web

– Fundstücke im WWW – Gedanken über Geschäfte und Ethik im Web.

Wie gestaltet es sich denn so, dieses globale Netz, das wir bald mehr und lieber als unser täglich Brot verzehren?

semantic web

Sammeln wir einmal, was sich als »dieses und jenes« aus dem Netz klauben lässt: Einige Beiträge aus unser aller »World Wide Web« liste ich hier gerne auf – da ich diese Beiträge für lesenswert halte. Zart und behutsam kommentiert …

Übersicht

[22. Februar 2022] – Beginnen wir mit einer nicht sterbenden Auszeichnung aus 2021:

BigBrotherAwards 2021 – wer Google und den hauseigenen Browser Chrome nutzt, ist entweder ahnungsbefreit oder: resistent gegen jedwede Einsicht.
Dies wären bis dato also rund 70% der Nutzer des World Wide Web

[07. März 2022] – Wir müssen wohl in allem »grüner« werden:

Digitaler CO2-Fußabdruck 2020 [PDF-Datei] – eine derart detailreiche Untersuchung aus 2022 liegt leider nicht vor; spekulieren wir, dass dieser Fußabdruck in den vergangen 1.5 Jahren eher größer denn kleiner geworden sein dürfte.
Fallbeispiele (ebenda ab Seite 32) erlauben, sich selbst zu verorten.

Gestaltung von nachhaltigen Websitesein Weg, um unseren Digitalen CO2-Fußabdruck zu verkleinern …

Norddeutscher Rundfunk stellt 2021 vor: Grüne Rechenzentren – Blaualgen machen es möglich: negativer CO2-Fußabdruck, also kein Fußabdruck, wenn Sie so wollen.
Das (noch leider viel zu kleine) Start-up-Unternehmen: Windcloudin Nordfriesland wird hoffentlich digitale Zukunft geschrieben, weit über 2022 hinaus …

Webdesign Trends 2022: Das erwartet uns – »Dr.Web« stellt es (unakademisch) vor.
Kommentieren wir diese und andere Trendlisten via einem frei erinnerten Zitat einer Webdesignerin: Kann man so machen, sieht dann halt scheiße aus.

43 wichtige und aktuelle Webdesign-Trends im Überblick. Derlei schon bei meinen ersten Gehversuchen in 2013 / 14 zur Kenntnis genommen; damals von der Aussage noch beeindruckt, dass »Webdesigner« all dies wissen müssten.

Heute ist es mir lieb gewonnene Gewohnheit, den Text im imaginären Aug auf altbackene Schreibmaschinenzeilen zu stauchen – und kein Design zu sehen.
Ernüchternd, hier und da, was dann bleibt; also nicht viel; mitunter auch nichts, also sehr wenig.

Aber klar, wenn man nicht mehr erinnert, warum man surft, immerhin noch schön zu sehen: Atomic Designs, Parallax Scrolling, Hero-Bilder ….
Und tatsächlich: Auch Pop-Ups, die finden sich als »Trend«! Wieder und wieder! Nun gar als ein zukunftsfähiger Trend 2022 [die dezente Hervorhebung im Zitat ist dann mal von mir].

Bescheuert. Also diese Pop-Ups-Trends. Gleich bekloppt wie die Idee, eine experimentelle Navigation anzubieten, die reizvoll und spielerisch den User ›herausfordert‹.

Verrücktheiten im Glauben, »User«, also ich, wollten sich solchen »Herausforderungen« stellen, mit dieser Website gern »spielerisch interagieren« … die Navigation suchen … Pop-Ups wegklicken …

Wie kommt man auf so etwas?

Anstatt Infos, Hirngespinste; oder: ich bekomme Infos nur dann, wenn ich diese Design-Kapriolen mit »Bewunderung und Freude« irgendwie abarbeite …?

Nun ja, merken wir dazu an, ich bin halt nicht »der User«, anderseits: Mir ist es als »User« egal, was da als »Erfolg« gemessen von diesen Designer behauptet wird. Solche Seiten, mit Verlaub, lohnen in der Regel nicht einmal, jene scharf zensierende Schreibmaschinenzeile im imaginären Aug zu bemühen: sofort wegklicken, diesen Quark, geht meist auch – ohne Sorge, irgendetwas zu versäumen!

Bewegliche Schrift ist auch so ein »Blödel-Trend«, also tatsächlich Schrift, die nicht gelesen sein will, sondern animieren möchte.

Also Schrift, die rotiert oder als Block eingeblendet von links, rechts, oben sich zeigt – oder Buchstabe für Buchstabe ausgeblendet wird, während der Mensch liest. Schrift, die Wackeldackel spielt, kurz »zackig« oder lang dümpelnd einfach so »zappelt«. Schrift, die von winzig klein zu mächtig groß mutiert, also irgendwie animiert »lauter« wird und mich »anschreit«

Sorgt gewiss für gewünschte Aufmerksamkeit.

Kann man ja dann auch nicht ausstellen … ist dann auf jeder (zweiten) Website als alleiniges, eindeutiges »World-Wide-Web-Wiedererkennungsmerkmal« der Site … Uaaarrhhh.[*]

* Schief gedacht und gelacht. Alles, was sich allerorts wiederholt, ist oder wird Nullachtfünfzehn. Das Web als Erlebnispark für den hirnlos gedachten Zeigefinger und der mutmaßlich furchtbar verspielten Maus: es schaudert einen. [Übrigens, diese »diskutierten« »Mouse-Over-Effekte« sind wieder so eine gequälte JavaScript-Fehl-Geburt – erscheinend allein bei Maus und Desktop.].

Websites voller Effekte für die Informationsflut mit dem Ziel eines »information overload« … es scheint irgendwie Trend im virtuellen »Erlebnis-Einkauf« …

Macht mal, Ihr dollen Trendsetter! Jede Site ein Designer-Hit … gewinnt bestimmt kluge, interessierte Stammbesucher …

ECHT TOLL …

Neumorphismus indessen wird heut schon deutlich totgesagt, also Neumorphismus, da zu arm an Kontrasten …
Minimalismus indessen habe eine wunderbare Zukunft vor sich, man lese und staune:

Das Weglassen (fast) aller (Gestaltungs-)Elemente, bis nur noch das Wichtigste übrig bleibt: Es zwingt einen, klare (inhaltliche) Prioritäten zu setzen. [sic!]
– so zu lesen im obigen »Web-Journal« …

Und dies sei keineswegs einfach, »klare, inhaltliche Prioritäten« zu setzen, also dergestalt »minimalistisch« Inhalte zu präsentieren … in diesem bunten Web.

Es ist auch zu befürchten, dies wird sich aufgrund des vermuteten Schwierigkeitsgrades, fremde oder gar eigene Inhalte zu präsentieren, auch nimmer und nie durchsetzen.

Den Focus auf das Wichtigste lenken …
»Design« mit Blick auf klare, inhaltliche Prioritäten?

Die Trends 2023, 2024, 2025 … heißen lieber wieder irgendwie … anders.

BASIC thinking: Fazit dort: Webdesign-Trends 2022 werden kreativer und auffälliger. Was für ein »Basic-Gedanke« …
Gut, wenn dies eintrifft, was mir glaubhafter aber keineswegs neu erscheint, lese ich halt wieder mehr Bücher.

Anmerkung 24.04.2022

Wiesoso.com – warum setzen im Jahr 2022 nicht solche Seiten »(Design-)Trends im Web«?

Und warum – um alles Design dieser Welt – wurde verlernt oder aufgegeben oder vergessen oder weggeschmissen, was uns in die Wiege gelegt wurde? A large universe of dokuments trifft »moderne« Webdesign-Trends?[*]

* Link führt zur ersten Webpräsenz von Tim Berners-Lee, Kernforschungszentrum CERN. Ignorieren Sie, dass das https fehlt.

»Wieso also so«, diese geistige Entwicklung des Menschen im Netz …?

Vielleicht will der Mensch am Ende keine »Design-Trends«, vielmehr ein büschen mehr Ethik.

[01. Juni 2022] – Bildung durch und mit Open-Source ist und klingt unverdächtig. Leider kaum relevant im Alltag der Schulen, in denen die Devise zu sein scheint, dass Konzern-Lobbyismus und Bildungsauftrag ungefragt zusammengehen und praktiziert werden könnten – es wird schon alles gut und richtig sein oder bald werden, was der »freie Markt« in die Schulen spült. Dass dieser Digital-Lobbyismus allerdings dreist über »freie Software« klagt, erklärt sich nur, wenn man das Wort »unredlich« an richtiger Stelle einzusetzen versteht:

Didacta wettert gegen Open-Source – wie kommt`s?

Bei Digitalcourage gibt es einige ernüchternde Antworten, welche, wie so oft, halt nicht unbedingt zuversichtlicher machen, was unser aller Medienkompetenz betrifft. Da sind wir nun einmal in der Tat alle gefordert, hier wie da selbst zu überlegen, wohin die Reise unserer viel bemühten Bildung gehen soll, also die Reise der Kleinsten, der Schüler, deren Eltern und Großeltern … der Kinderlosen.

Wir sollten allesamt hoffen und unsere Kräfte fördernd einsetzen, dass die derzeitige digitale Bildung Richtung Open-Source Fahrt aufnimmt – und die derzeit beängstigend marktbeherrschenden Konzerne zu banalen Mitbewerbern unter vielen werden.

Open-Source in der digitalen Bildung würde auch der Gestaltung des World Wide Web langfristig und nachhaltig gut tun.

Open-Source und Bildung passt prima.
Enthemmter Lobbyismus an Schulen indessen braucht kein Mensch … Datenkraken schon gar nicht.

Artikel ebenda vom 23.03.2022 – mit weiterführenden Informationen und Links.

[08. August 2022] – Gestaltung im Web:

Text-Design

Chapter 11: TextText beim World Wide Web Consortium (W3C). Wer mag, arbeite ebenda alle Kapitel durch – die Übersicht des Spaßes hier finden Sie unter: Scalable Vector Graphics (SVG).

Abgespeckt einige Tipps bei Selfhtml – eine ausgewählte Übersicht, was der Mensch mit SVG anstellen kann.

»Was möglich ist, wird gemacht«.

Eine erschreckend erfahrungsgetränkte Volksweisheit. So ist es halt …

Mein Regenbogen-Text mit Kippeln-De ist keine Grafik, sondern Text, also kopierbar, für Screenreader lesbar, kann gelöscht, ersetzt – und noch bunter werden.

Wem der Farbverlauf samt transparenter Hintergrund der Buchstaben und alles Schiefe (also die Silbe »De«) nicht genügt, mag die Konturen der Buchstaben auch animieren, etwa als farbige Punkte, die ständig in oder gegen den Uhrzeigersinn rotieren – und die Füllung der Buchstaben via Foto versuchen.
Auf Webseiten können Sie auch bunte, quasi handschriftlich gemachte Texte erscheinen lassen, als ob nach dem Aufruf der Site eine unsichtbare Hand noch ganz rasch eine überaus bedeutsame, jedoch vergessene Notiz zum Besten geben will.

»Bewegliche Schrift« hatte ich schon oben und anderswo thematisiert, hier wie da kurz. Viel länger wird dieser Beitrag auch nicht. Was allerdings mir vermehrt beim Surfen ins Gesicht springen will und sich Text nennt, sogar Text ist, halt »animiert und designt«, lässt mich an dieser Stelle erneut fragen, wohin die Reise der Web-Gestaltung geht – oder gehen will.

Sie sind hübsch, diese Schriften und Texte, nett, vielleicht originell, möglicherweise zu irgendeinem Kontext passend, witzig gar, bunt, gewiss, es ist bunt:

Text-Design

Man könnte ein Logo daraus basteln … erklärende oder anschaulich machende Text-GrafikenLink-Buttons … oder exorbitant tolle Überschriften.

Kann man machen.

Oder es auch lassen – wenigstens wäre »in spärlichen Maßen den eigenen Text designen«, also dezent, besser noch gezielt, eine nützliche Leitlinie mit dem Gedanken, dass Inhalte selten Regenbogenfarben benötigen …

Frei vom Selbstzweck, im heutigen Web auch Text zu designen, weil es möglich ist, ist der Kopf vielleicht zu schulen für irgendetwas … Zweckhaftes, Sinnstiftendes, Brauchbares?

Dass Schönheit auch etwas mit Funktion zu schaffen hat, lehrt auch das Design in der Welt der Rose. Oder allgemein: das Design der Natur, die nirgends »zweckfrei« scheint. Und wir – im eigenen Aug des Betrachtens – sie hier und da als schön wahrnehmen …

Die Trends im Webdesign sind gnadenlos, waren sie schon immer, sagen wir ab 1992 ging’s los, sie werden einfach nicht besser, nur technisch aufgerüstet. So ist, wenn der Mensch denn Surfen will oder muss, animierte und durchgestylte Schrift nur dann umgänglich, wenn der Mensch via hauseigenem Browser hin und wieder das Gestaltete der Seitenmacher ausmacht: Webseiten-Stil: Kein Stil, wie es etwa Firefox unter dem Menüpunkt Ansicht anbietet.

Was dann noch sichtbar bleibt, ist meist der Grund meines Surfens …

[29. August 2022] – Wer eine Website möchte, jedoch keine Inhalte in Textform hat, sich auch nicht zutraut, eigene Texte zu verfassen, kann Webtexte schreiben lassen:

Screenshot

Quelle: https://textboosting.com/webtexte-schreiben-lassen/ – TextBoosting, Detlef Krause.

Dieser Herr Seiteninhaber aber will einen nicht nur das Schreiben von Webtexten lehren und am Ende seiner Ausführungen abnehmen.

Vielmehr lehrt dieser Seitenmacher versteckt, was ungehörig ist im World Wide Web.

Dieser Mensch greift frech in meine Arbeitsumgebung ein: Er unterdrückt den Rechtsklick meiner Maus.

Er stiehlt mir also eines meiner Werkzeuge.

Was erlaubt dieser Schreiberling sich nur?

Eingriffe solcherart durch Seiteninhaber gehören verboten, wie der Missbrauch von Cascading Style Sheet und JavaScript verboten gehört. Denn der Klau meines Rechtsklick erfolgt durch user select: none; und Script:

Right click is disabled:

Screenshot

Bessere Laune macht, solchen Unfug (spielerisch) zu bearbeiten, etwa unter Firefox:

Screenshot

Die Werkzeuge für Webentwickler unter Firefox reichen aus, derlei zu finden – und zu beseitigen.

Irgendwie gesteigert »noch verrückter« von diesem »Texter« ist, dass seine gesamte Website in JavaScript verpackt ist. Der Seitenquelltext ist entsprechend ein Haufen trocken gehaltener Scripte – also kaum lesbarer »Text«.
Auf den Suchergebnislisten von Suchmaschinen stehen (schlecht gemachte) »Script-Seiten« irgendwo hinten, so etwa ab Seite drei – solch ferne Ergebnisseiten bemüht der suchende Mensch im Web selten. Suchalgorithmen finden exorbitant dolle Script-Seiten grundsätzlich einfach nicht lesenswert … Dies sei für die Nutzer des Netzes durchaus gut, dieses Verschieben solcher Seiten auf die hinteren Ränge.
Für Suchmaschinen-Robot und Mensch sind diverse Sites »bemüht«, jedoch nicht zu gebrauchen.[*]

* Wunderbare Urgestein-Website von Rainer Kersten. Ignorieren Sie, dass das https fehlt.

Merken: Mit JavaScript eigene Quelltexte schützen zu wollen, ist im Web ein Witz und kein Beleg für einen brauchbaren Web-Texter …

Die exemplarisch aufgemachte Rechnung für Webtexte aber ist von diesem Seitenmacher sehr fein und sehr leserlich handschriftlich gefertigt, anschaulich. Immerhin. So sei dieser Seiteninhaber in Wort und Bild (gewordener Text) ohne ein einziges Script erneut zitiert:

Ärmel-Rechnung

1200 € für Texte auf vier Webseiten.

Textkorrekturen nicht mit eingerechnet …
Zuzüglich Mehrwertsteuer …

Meine Website hat 1300 Webseiten.
Ich rechne: Macht bummelig 390.000 €. Klar, daran sitzt der Webtexte-Schreiber gewiss auch einige Stunden.
Ohne Textkorrekturen! Zuzüglich Mehrwertsteuer.

Der Blick in mein Portemonnaie erzwingt mein Nachdenken:

Die Regeln des Verfassens von Webseiten sollten sich anders vermitteln als in all diesen Varianten, die solche Werbe-Plattformen vermeintlich selbstlos vorrechnen.

Die erste Regel lautet: Sie haben keinen Inhalt, keinen Text? Was wollen Sie dann mit einer Website?

Zweite Regel: Sie haben Inhalte, können Ihre Inhalte – aus welchen Gründen auch immer – nicht zu Papier bringen? Dann sei Ihnen empfohlen, lernen Sie es. Schreiben Sie Ihre Inhalte auf, verfassen Sie Texte – und stellen Sie das Ganze authentisch ins Netz.

Dritte Regel: Sie haben ein Geschäft mit Kunden, welches Schreibfehler bis unglückliche Formulierungen – den Griff ins Wörterklo – nicht verzeiht und nicht erlaubt?

Holen Sie sich einen Studenten, der für 20 € die Stunde Ihre Textinhalte Korrektur liest und in Form bringt – diese und jene Satzstellung oder Wortwahl verbessert.

Besuchen Sie einen Volkshochschulkurs.

Beauftragen Sie aber keinen ungehörigen Texter.

Merken Sie sich: Menschen mögen authentische Menschen – möglicherweise auch deswegen, weil sie es selbst gerne stets konsequent wären: authentisch.

Die gesellschaftlich kursierenden selbst und fremd auferlegten Zwänge und Erwartungen sind mitunter anstrengend bis ungewollt.
Mitunter nur teuer – banal in $ oder € verstanden.

Denken und schreiben Sie Ihre Inhalte, Ihre Texte selbst.

Sie sind dann gewiss kein Texter, der Werkzeuge anderer klaut, auch kein Texter, der disabled schreibt, wohl weil er den Lesern das Rätsel geben möchte, ob hier deaktiviert oder behindert gemeint sei.

Sie schreiben indessen zugewandt, klar und deutlich. Begeistert von Ihren Inhalten.

Sie schreiben also lieber und stets besser und mit Lust selbst.

Machen Sie kostengünstig Ihre eigenen Fehler und »Unfeinheiten«.

Niemand ist perfekt.

Holen Sie sich hier und da und mehr oder weniger gute Hilfe, wenn Sie meinen, Sie kämen gegebenenfalls beim Leser »zu authentisch« rüber – aber holen Sie sich Hilfe von brauchbaren Menschen. Bemühen Sie aber nicht »Web- bis Werbetexter«: wenigstens geben Sie hier nicht früh auf!

Ihre eigenen Texte will ich ungeduldig jetzt schon lesen!

Irgendwie süffisant und unermüdlich wirkend rechnen diese Macher derweil vor, dass deren Textarbeit am Ende Geld kostet – und Nutzer unerwünscht sind, die aus der beschränkten Wahrnehmung des Seiteninhabers heraus via Rechtsklick gewiss copy and paste aktivieren wollen mit dem Ziel, die Urheberrechte des mühsam Verfassten zu missachten.

Dabei gilt: Der multifunktionale Rechtsklick meiner Maus gehört zu meiner Arbeitsumgebung – und Diebe klauen Ihren Text, Herr Texter: Es hilft dann kein Script der Welt.

Es hilft dann kein Urheberrecht …

Schreiben Sie selbst.

Freunde, Nachbarn, Volkshochschulen helfen beim Texten gern, auch jener Studi oder kluge Schulkinder, die meinetwegen einen Zuverdienst wittern, diesen »Job« aber mit Freude wahrnehmen und gehaltvoll ausfüllen wollen, sie helfen gern.

Konsens sei: sich Hilfe holen, geht in Ordnung. Co-Autoren auch, mit Namen ansprechbar, sind sie eine Hilfe beim Texten gehaltvoller Inhalte.
Ghostwriter indessen haben ihr Gschmäckle. Der Nutzer Ihrer Website verliebt sich möglicherweise nicht in Sie, sondern in den namenlosen Auftragsschreiber im Hintergrund.

»Ihre« Website wird unmerklich für den Nutzer wie ein Ghostdating: Ein Graus, wenn jede zweite Website, die der Mensch besucht, Schein wäre.

Und bedenken Sie: Mit dem Text der (Web-)Texter haben Sie immer noch keine Website. Die müssen Sie sich auch besorgen. Kostet auch Geld – oder »ordentliche« Arbeit in Eigenleistung.

Sie können auch eine Website mieten. Hier biete ich keinen Verweis und auch keinen Screenshot. Geben Sie in den Suchschlitz der Suchmaschine Ihres Vertrauens »Website mieten« ein: Sie finden einen gigantischen Markt. Für einen monatlichen Betrag, den der Schüler pro Stunde für seine Texthilfen erfragen dürfte, geht die monatliche Miete für eine schmale Website los. Klingt ja eigentlich günstig, diese Bilanzierung von Stundenlohn und Monatsmiete, wenn Sie die folgende Kalkulation außer Acht lassen oder vergessen: Eine Website-Miete mit dürftigen zwei bis vier Webseiten kostet für zwei Jahre circa 600 €. Zwei Jahre ist in der Regel die vertragliche Laufzeitpflicht.

Etwa zwei Aktualisierungen Ihrer Seiten pro Monat inbegriffen.

Ist Ihre Website umfangreicher und muss häufiger inhaltlich aktualisiert werden, kosten solche Service über zwei Jahre gut und gern 2500 € – beliebig auch mehr.
Für Pakete, in denen wöchentlich Agentur seitig 1 Stunde bis 2,5 Stunden für Text, Post und / oder Social Media Auftritte aufgebracht werden, werden 450 € bis 1000 € veranschlagt – pro Monat. Die Frage ist dann, was für ein »Sorglos-Paket« Sie wollen – und wie viel Geld Sie über haben.
Meine Website will ich hier nicht umrechnen.

Die Versprechen sind, in den Bann ziehende Texte, Leser werden Kunden, Umsatzsteigerung und Renditeversprechen … aus Profihand.

Mieten Sie eine Website und lassen Texte schreiben, kümmern Sie sich um nichts. Sie haben dann gewiss irgendwelche Kosten, jedoch, so ist zu denken, gewiss auch eine dolle Website.

Gewiss werden Sie durch diverse »SEM, SEO, SEA-Experten« rundum Websites, Webdesign und Texte zum Platzhirsch des World Wide Web.
Auf Seite 1 der Suchergebnisse bei Google ist halt für »Clevere« endlos Platz …

Vielleicht aber kommt Ihnen der Gedanke dazwischen, dass diese, »Ihre« Website vergleichbar ist, als ob Sie jemanden für etwas bezahlen, das nicht Ihr Eigenes wird und über das Sie am Ende nicht verfügen.

Diesen Vergleich brauchen Sie nicht sofort oder eigentlich überhaupt nicht zu verstehen.

Machen Sie für sich zur letzten Regel: Ich quäle die Nutzer des Netzes nicht mit solchen gemieteten und mit fremder Feder getexteten Websites! Wenn das Netz etwas nicht braucht, dann ist es dieser leider Gottes florierende Markt rundum Ich schreibe und pflege Ihre Website. Die dezente Hervorhebung im Zitat ist von mir. Die mutmaßliche Motivation solcher Service im Web dürfte Geld sein.

Wenn der Mensch mit seinen Ausscheidungen Geld machen will, findet er bequem in den Tiefen des World Wide Web seinen persönlichen Ort.

In welche Richtung diese gemieteten und fremd-geschriebenen Webseiten die verbleibenden Inhalte des Web hinweg fluten, überlass ich jedermanns Fantasie …

Wir schreiben Ihre Website! semantic web
Huuuuiiiiihhh!
mutmaßlich eine Wanze

[07. September 2022] – schöne und nutzbare Formulare für den Kontakt:

»Nutzbare Kontaktformulare« sei im Wortbild tautologisch: Ein Kontaktformular, das nicht nutzbar ist, stellt auch keinen Kontakt her – und straft sich im Namen selbst lügen. Es ist dann ein virtueller, zweckfreier Zettel.

»Schöne Kontaktformulare« – diese Kategorie fülle ein jeder selbst. Keine Ahnung, ob es objektive Kriterien für Schönheit (bei Formularen) gibt …

Also, mein heutiges Kontaktformular finde ich natürlich gelungen, irgendwie sodann »schön«.
Mein erstes Formular aus den Jahren 2014, 2015, es war vielleicht weniger schön, es war aber nutzbar. Und zwar, soweit man es überprüfen kann, für jeden nutzbar, auch für Menschen mit eingeschränkter Wahrnehmung.

Das Formular, das auf dieses erste Formular folgte, etwa in 2021, wollte zeitgemäßer sein: »Placeholder« anstelle von vorangestellten, lesbaren Beschriftungen der Eingabefelder. Dieses zweite Formular sah bis September 2022 so aus:

Placeholder

Gut fand ich immer schon die Bitte, den Vornamen und den (Nach-)Namen einzutragen. Denn bei Antwortschreiben rätsel ich nicht selten, welche Anrede zu wählen sei: Frau oder Mann (…)? Ein sowohl als auch zu schreiben – »Moin Frau Unklar, Moin Herr Unklar« – klingt gestelzt; und hofft nur, dass wenigstens eine der beiden Anreden passt:

Placeholder

Nebenbei, den Eintrag »Ihre E-Mail« zu erbitten, ist zwar kürzer und mitunter besser in die schmalen Spalten des Formulars einzupassen, es sei aber – bitte schön – nicht dasselbe wie Ihre E-Mail-Adresse.

Abrufbare Informationen über »barrierefreie Kontaktformulare« sind im Netz zahlreich. Zum Beispiel die hilfreiche Website von Jan Hellbusch, Barrierefreies Webdesign. Beim ersten Entwurf in 2014 habe ich mich brav an damalige Empfehlungen gehalten – und »Placeholder« standen eher noch in den Startlöchern; wie vieles rundum HTML5.

Der "Platzhalter" ist in den meisten Fällen dennoch kein Ersatz für eine korrekte Beschriftung eines Eingabefelds.

So ebenda Herr Hellbusch, mit nachvollziehbaren Erläuterungen, warum das so ist.

Gut. Denke ich mir heute wieder, »schließe keinen aus, baue keine Hürden« – auch wenn diese Hürden noch so reizvoll designt sind.

Das jetzige Formular ist wieder Richtung »altbacken«, wenn Sie so wollen. Macht nichts. Hauptsache, Sie können bequem Ihre Nachricht schreiben … und senden.

Dass der Mensch, der Websites schreibt, sich in allerlei Bereiche einarbeiten muss, will er ein passables Ergebnis, und das dieses Ziel mal leicht, mal schwer zu erreichen ist, zeigt allein die deutsche Fassung von Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1. Die offizielle Version in englischer Sprache ist fürs Hirn noch »eine Nummer drauf«. Seiten wie Digitale Chancen oder Einfach für Alle machen es etwas leichter, verständlicher …

Muss man nicht alles lesen, vielmehr macht es Sinn, solche Lektüren bei Bedarf aufzusuchen – etwa dann, wenn man ein »Kontaktformular« auf den eigenen Seiten anbieten will.

Testen ist auch fein, wenngleich die Ergebnisse auch nicht selbsterklärend sind, etwa WAVE

Dass »barrierefrei« nicht unbedingt ein Maß für das kursierende Webdesign ist, versteht sich eigentlich nicht:

Wenn die kursierenden Zahlen auch nur halbwegs stimmen, ist jeder fünfte Nutzer des WWW in irgendeiner Hinsicht eingeschränkt oder behindert – und dennoch potenzieller Besucher der »Homepage« bis Kunde des »Shops«. Man surft selbst und liest, dass Menschen mit Einschränkungen überproportional viel surfen: Es könnten begeisterte Gäste bis gute Kunden sein, wenn »Homepages« bis »Shops« sie teilhaben lassen …

Bezüglich des »ökonomischen Potenzials« derer, die mit ihrer jeweiligen Einschränkung oder Behinderung das Netz zwar nutzen, jedoch aufgrund mangelnder Barrierefreiheit nicht unbedingt gut nutzen können, mache sich jeder schlau, der jeden Kunden schätzt … oder einfach eine gesunde, Menschen zugewandte Haltung hat.

Auch Ämter sind »bemüht«, den EU-Richtlinien, Bestimmungen und Verordnungen aus unterschiedlicher Hand rundum »Barrierefreiheit« zu genügen, höchstselbst das Bundesministerium für Justiz: Websites öffentlicher Stellen innerhalb der EU sollen nach den ebenda aufgeführten diversen EU-Richtlinien barrierefrei sein … klappt nur nicht immer, ist auch nicht leicht, weswegen auch dieses Amt sich »bemüht«.

Wie auch immer: Ein Geschäft, eine Bibliothek, das Stadttheater, den Kindergarten … ohne Barriere aufsuchen zu können, erscheint tatsächlich für alle hilfreich und erstrebenswert.

Diejenigen, die mit Tastaturbefehlen durch Websites stöbern respektive stöbern müssen, werden bei mir derzeit auch nicht glücklich sein …

Überall ist viel zu tun … Heut zunächst mal wieder das Kontaktformular.

Logo

[20. September 2022] Wissenskultur – und Kontexte

Die Überschrift samt animierter Spielerei zur Überschrift habe ich aus dem Archiv der Startseite 2019 »ausgegraben« (modifiziert und aufgemotzt).
Will hier richtig angeben, dass derlei geht … ohne »Script«.

Aus guten Gründen ohne …

Solide und frei von »Gedöns«:

World Wide Web, Wissenskultur – und Kontexte

Infos sind gut!

Klicken Sie oben auf »Animation anhalten« (wenn es nervt). »Maus-Hover« stoppt die Animation nicht, wäre möglich, beim Handy aber – also bei derzeit wohl über 50% der Nutzer – braucht der Mensch einen Button fürs Tatschen. Sie können mich natürlich deswegen auch weg-klicken … versteh ich.

Zur genannten Archiv-Seite wollte ich, während ich diesen Text hier schrieb, nun mal definitiv keinen Link setzen, denn diese Seite war sündhaft fett (ladeintensiv), wofür ich mich schämen durfte, wie alle meine Archiv-Seiten fürs Schämen gut waren, vom Datenvolumen gesehen: Mochte keine CO2-Äquivalenz-Rechnung bei diesen, meinen Archiv-Seiten sehen – katastrophal!
Am 22. und 23. September 2022 alle Archiv-Seiten in Unterseiten gegliedert – nun passt es doch ganz gut mit dem Datenvolumen.

Grund genug, sich zu schämen:
Ein desaströser CO2-Fußabdruck.

Zur Rettung meiner Website insgesamt: Die Sorten-Seiten sind sparsam im CO2-Ausstoß, auch die Hauptseiten und Textseiten – die Archivstartseiten aber waren es nun nicht.
Nun sind diese Archivseiten in Unterseiten »entschärft« – mit dem Wissen, dass bei Aufruf all dieser Unterseiten der CO2-Ausstoß zwar bleibt, aber es ist zu denken, dass Wenige den Schwung und die Lust mitbringen, sich auch durch das komplette Archiv durchzuklicken …

Wer selbst eine Website pflegt, mag testen [überspringen]:

Websitecarbon (englisch) – Wie viel Kohlendioxid verbraucht meine jeweilige Webseite? Der Verbrauch ist definitiv; Erhebung ebenda gibt erste Orientierung …

TheGreenWebFoundation (englisch) – Ist die eigene Website »grün«, also mit einem großen oder kleinem CO2-Fußabdruck? Ganz ohne geht’s nun auch nicht …

Diverse weitere »Tools« fürs Testen der eigenen Seiten. Insbesondere, ob auch der eigene Server-Anbieter (hosting) »grün« ist, beispielsweise ebenda:

  • TheGreenWebFoundation – Green-Web-Check (englisch)
  • SustainableWebDesign (englisch)
    • SustainableWebDesign – Calculating-Digital-Emissions (englisch) – Kalkulation der (eigenen) digitalen Emissionen – nicht nur »Webdesign« ökologisch gedacht. Der Server (-Anbieter), CMS-Systeme, Shops und derlei »qualmen« auch …
      • Ebenda in Bezug auf Gestaltung / Design: Good design is as little design as possible.Dieter Rams (englisch).
  • EcoGrader (englisch) – Meine Kontakt-Seite sehr gut, Archiv-Seiten sehr gut – bis auf die DATENMENGE: 4 von möglichen 100 »guten« Punkten bei den Archivseiten! Durchgefallen. Gut, aufgesplittet auf Unterseiten: die Menge bliebe – nur nicht bei jedem Aufruf.
  • GuteSeiten – Diverse Test-Tools rundum Umweltfreundlichkeit und Datenschutz von Websites …
  • ConoPolist – Tomm Greenwood, Buch, Nachhaltiges Webdesign, Verlag-Anschrift, Interview.
  • TheMarkup – BlackLight (englisch) – Überprüfen, welche Tracker und derlei die (eigene?) Website nutzt …
  • WebPageTest (englisch) – Website wird analysiert, auch Fotos und deren Potenzial, Datenvolumen sparen zu können. Meine Fotos zum Beispiel, die auch sparen würden wollen, wenn sie denn allein Dekoration wären …
  • Webbkoll – Datensicherheit verbessern?

[Ende Linkliste]

Nebenbei
gedacht

Dass Google inhaltlich relevante Seiten zum Suchbegriff auf Seite 1 der Suchergebnislisten platziert, halte ich für ein Gerücht.

Dies gilt auch für noch so zielsichere Sucheingaben eines wortgewandten Nutzers: “Minimalismus” “im” “Webdesign”.

“Maximierter Minimalismus” indessen ist kein gutes Begriffs-Paar, wenngleich zielführend gemeint. Derartige Widersprüche werden vom Robot ignoriert – der Robot liefert als relevant, was zum Begriff “Minimalismus” zu finden ist und – so sei zu denken – ins erste Sichtfeld des Nutzers auf Seite 1 gehöre.

Und genau diese wie auch jene bemühten Suchbegriffe liefern auch tatsächlich stets das Gesuchte: der kursierende »Minimalismus« ist maximiert.

Auf Seite 1, Seite 2, Seite 3 … der Suchergebnislisten, in allen Variationen der Suchanfragen.

»Maximierter Minimalismus« ist nur tautologisch.

Für die eigene Recherche reicht also die Eingabe »Minimalismus … Webdesign«.

Vom Datenvolumen mitunter jenseits von Gut und Böse, zeigt das Design der Minimalisten sich schlicht. Mehr ist in ersten Augenschein-Analysen nicht zu holen: Ansicht schlicht … Und der Rest?

Wenn »Minimalismus« den Blick des Nutzers auf den Inhalt der Website fokussieren will, wozu dienen dann aber 2000 und mehr Anweisungen für ein Layout, das sich in gedämpft schwarzer Schrift mit viel »White-Space« erschöpft sieht.

Sie merken am »Satzschlusspunkt«, es handelt sich um eine rhetorische Frage: Das Ziel des Web-Design-Minimalismus ist allein eine schlichte Erscheinung, sozusagen ein Schein von Wenig – oder von »Weniger ist Mehr« mit klugschieterndem Ausrufezeichen.

Weniger ist Mehr!

Ergo: Als ein Kind des Designs will auch der Minimalismus gar nicht schlank daherkommen, also hinsichtlich Datenvolumen, sondern nur derart scheinen.
Sozusagen ein Dicker im Körper eines Schlanken (Designs). Das wird halt mitunter eng … beim Hochladen und Surfen.

Jagt der zweifelnd kritische Mensch solchen Minimalismus durch diverse Tester, die gewiss auch nur in Relationen zu anderen Websites aussagekräftig sind, die exakt durch selbigen Test gezogen werden, haut es einen dann doch gelegentlich auf den Rücken, was einem »minimal« sein soll, unter der Haube aber »maximiert«, ja maximal ist.

Hierbei zeigt sich »Minimalismus« tatsächlich als Schein – mit der Tendenz, ökologisch eine Katastrophe zu sein und zu bleiben.

Ähnlich vielleicht meinen Archiv-Seiten: Die waren viel zu fett … das Layout aber schlicht.

Lüge anstelle von »Schein« könnte man solchem Minimalismus schreibend unterstellen: Der Minimalismus im Webdesign ist eine Lüge. Könnte man schreiben …

Beispiele gefällig?

Nö, glauben Sie mir einfach, dieser Lügenvergleich passt oft genug schon ordentlich treffend – oder bezweifeln Sie besser meine Aussagen, suchen und analysieren Sie »Minimalismus« im Web selbst …

Einige Schmackerl als Einstieg bietet Wiesoso.com, der noch eine Steigerung von »maximal« kennt: Bombastischer Minimalismus.
Wiesoso.com habe ich schon verlinkt, siehe oben.

Was hat dies alles mit »Wissenskultur« zu schaffen?

Also, alles im World Wide Web gehört zur Wissenskultur – wirklich alles.

Es ist ein praktischer Begriff: »Wissenskultur«. Haben Sie ein Thema mit diesem World Wide Web, finden aber so recht keine Überschrift, schreiben Sie:

»Wissenskultur«

Und dann Ihren Text. Egal was …

Zum Beispiel über den Einfluss der Suchmaschinen auf unsere Wissenskultur: Geheime Algorithmen irgendeines Wirtschaftsunternehmens in irgendeinem Land personalisieren unmerklich weltweit die Suchergebnisse von Nutzeranfragen im Web.

Der ungefragte Zuschnitt und die unmerkliche Vorsortierung von Such-Ergebnissen im Stillen – auf der Basis der Durchleuchtung und Einsortierung des Suchenden – denke der kritische Mensch eher als eine der zu vermutenden Praktiken in Diktaturen.

Dasselbe Unternehmen digitalisiert ganze Bibliotheken, macht diese Wissensspeicher weltweit zugänglich, nutzbar, fördert und sichert also unschätzbare Teile des Wissens der Menschheit.

Engelein und Belzebübschen …

Kontexte – könnte man auch schreiben.

Gerald Brozek dazu: Allgemeinwissen ist nicht schädlich[*].

* Brozek ist erfreulich noch im Web-Archiv verfügbar, hyperkontext.at

Genauer schreibt Gerald Brozek: Das Web – und die Zukunft damit – hat sich in vielen Köpfen längst etabliert. Die Geschäftsgrundlagen von Google und einhergehende Konsequenzen ungefähr zu verstehen, sollte daher mittlerweile zum Allgemeinwissen gehören.

Sagen wir, dazu gehöre halt auch, der bombastische Minimalismus im gelebten Webdesign, die Suchergebnisse eines Google-Algorithmus, dem der surfende Mensch blind Glauben schenken muss, will er denn im Web noch suchen und irgendetwas finden. Zum Beispiel suchen und finden in den verfügbar gemachten Digital-Bücherreien. Zum Beispiel Infos über das Thema »Minimalismus« … über den Kohlendioxid-Ausstoß durch Server, Suchmaschine, Webdesign …

Also, wenn dies und derlei nicht zur Wissenskultur gehört, weiß ich auch nicht weiter …

Denn nach klug machender eigener Recherche (= Wissen) gehöre einem solchen »Minimalismus« – gleich welcher Art – doch ordentlich die Leviten gelesen (= Kultur) … und zwar in Kontexten.

[03. Oktober 2022] – Ein Höker und PopUps, Berechtigte Interessen – und eine Handvoll Scripte

Als ich mir neulich in unserem Höker eine Stulle gönnte, kam mir der freundliche Herr Inhaber eilig entgegen mit der Bitte, ob ich sein für sich entdecktes Kunden-Tracking akzeptiere. Ziel sei die Erhebung aller Daten von mir, derer er irgendwie in den Jahren schon habhaft werden konnte und solche Daten, die noch erhoben werden könnten. Also vollumfänglich. Seine höfliche Nachfrage, ob ich Einwände finden wollte, was er nicht glaube, da ich doch nichts zu verbergen hätte, so dass er das gesammelte Paket über meine Aktivitäten und meiner Wenigkeit höchstselbst sodann auch gern Dritten verfügbar machen möcht – er verdiene ganz gut daran.

Der Höker läuft seit Internet schlecht!

Klar, so meine Antwort, wenn ich helfen kann, gern!

Was ich denn auszufüllen hätte, ob ich es mir dann zuhause in Ruhe anschauen und …

Der Herr Höker-Inhaber unterbrach mich sogleich: Nee, nein, nichts umständliches Ausfüllen! Guckst Du: Nur klicken! Hier klicken! Und da! … Und da!

Echt einfach!

Meine Frage, ob ich nicht dennoch lesen sollte, was ich da via »Klick« bei ihm aktiviere? Ach was, winkte er mit lässiger Hand ab, steht ohnehin nur juristischer Kram – auf Hebräisch! Und Chinesisch … oder so … Habe er selbst auch nicht wirklich gelesen.

Der Höker-Mann eumelt immer sehr gern! Witziges »Männeken«! Bringt’s gut auf den Punkt.

Könne man zwar lesen, sachte er mir, sei aber sehr viel. Auch furchtbar lang, kleine Schrift, also nicht leicht, nicht in leichter Sprache, also sehr lang, schwarz, schwer – für einen Laien sei dat net jemacht, obgleich für ihn gedacht – und so.

Gut, dachte ich mir, meinem Hökermann vertrau ich, der Kaffee ist gut, Stullen gut. Er wird schon wissen, was richtig ist – was gut ist, gut für ihn, für mich – oder auch einfach gut für alle.
»Klick … Klick«. Fertig!

Ging leicht! Danke, lieber Höker-Mann!

Eine gute Tat pro Tag – und die Welt wird eine bessere werden … dachte ich nebenbei.
Wir beide sind schon feine Menschen!

Mir schmeckte nach den »Klicks« die geschenkte Stulle mindestens noch einmal so gut!

Immer wieder gern! So meine Worte noch mit vollem Mund und beim stolzierenden Heraustreten aus dem Geschäft.
Wenn ich dienlich sein kann: Warum nicht …?

Etwas klarer, hilfreicher wohl und in jedem Falle unmissverständlicher:

Dass es ein skrupelloser, selbstverliebter und die Welt erklärender Hupen-Verein voll Datensammler und Marketer es tatsächlich geschafft hat, sich durchzusetzen, selbst im Höker – trotz DSGVO und weiß der Himmel was für Palaver-Papiere rund um »Schutz der Verbraucher«:

Es ist und bleibe im Kopf und Herz eine Lust am Medium World Wide Web raubende Dreistigkeit, verheiratet mit einem gewissen Ekelfaktor, was an »Websites« inklusive Seiteninhaber auf die Menschheit losgelassen ist.

Daten-Schutz-Grund-Verordnung findet sich als Kopie auf bald allen Seiten – den Selbstschutztendenzen diverser Inhaber und deren Inhalte sowie technischen Verfahren gezollt, weniger als Hinweis, dass Herr oder Frau Inhaberin gelesen und verstanden hat …

Derlei kotet allerorts desinteressiert und desinformiert in die virtuelle Web-Welt, um Geld, Prestige, Kontrolle zu generieren. Und derlei sieht richtig schön verharmlost gemalt in etwa so aus:

Die Sorge vor rechtlichen Konsequenzen bei mangelhafter Umsetzung der per Gesetz und via Moral geforderten Eigenverantwortlichkeit ist groß.

Wie kommt’s?

Anstatt Eigenverantwortlichkeit zu denken, scheint es bequemer, sie wegerklärt zu bekommen, indem fragwürdige Erhebungsverfahren und ebensolche Techniken unter der Floskel berechtigte Interessen verschwinden – gern kurzerhand via Kopie der gesamten DSGVO unter »Rechtliches« der eigenen Seiten.

Dabei fordert diese »Grundverordnung« mehrfach und deutlich, dass Verantwortliche eine klare und einfache Sprache zu wählen haben, um den eigenen Umgang mit Daten präzise und verständlich zu vermitteln – wozu eine Kopie der DSGVO nicht gehört.

Hier sei die private Homepage sowenig herausgenommen wie der Wirtschaftskonzern. Wenigstens grundsätzlich nicht.

Anstatt Eigenverantwortlichkeit wahrzunehmen, Kopien und aufklappende PopUps: »Wir brauchen Ihre Zustimmung«

Derlei weckt und nährt den Verdacht, dass es der eigenen Verantwortlichkeit hier und da ein büschen am Charakter einer moralischen Feingeistigkeit fehle, einer den Menschen wohlgesinnten Grundhaltung, eines guten, zugewandten Willens.

Stattdessen klappen mir überall Zettel ins Gesicht.

Zettel, die rechtlich mehr als zweifelhaft sind und für den Nutzer eine Zumutung. Der Gedanke, dieses Zeugs werde gelesen, ist so abwegig wie der Gedanke, sich durch diese aufpoppenden Zettel der Eigenverantwortung entledigt zu haben. Derlei wird weder gelesen, noch verstanden – so sei es zu denken.

Keine gelungene Reputation, mit Zetteln um sich zu schmeißen.

Es ist und bleibt derbe »Wildwestmanier«, was im Netz und auf Websites kursiert, wie es das Frauenhofer-Institut schon 2014 »höflichst« für uns untersuchte [PDF].

Hier trifft hilflos wirkende, selbst ratsuchende, analytische und wissenschaftliche Analyse rund um Schutz der Nutzer vor den Praktiken im Netz auf eine schulterzuckende Dreistigkeit von Seiteninhabern und »Machern« in diesem Copy & Paste-Land.

Diese Blähungen aus der Mischung von Wulst, Beteuerungen sowie Unverstand aus generierten Impressen und Datenschutzerklärungen diverser »SeiteninhaberInnen« helfen nun mal nicht weiter, den Schutz der Nutzer voranzutreiben.
Klar: »Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten sehr ernst«. Floskelhaft ausgespuckt aus irgendeinem beliebigen Impressen-Tool, erscheint diese geäußerte Haltung ja bald wie ein williger Anfang. Obgleich das Einhalten des Datenschutzes im Gesetz steht … ob Seiteninhaber und Generatoren dies ernst nehmen, ist vollkommen irrelevant.

Klar auch, vor 2014 gab es schon unzählige andere kritische Stimmen. Manche alte Stimme hört der Mensch bis heute. Neue Mahnungen kommen gelegentlich dazu – es gleicht in der Summe der Art eines Hintergrundrauschens im Netz

Ich träume gelegentlich:
In den Anfängen des Netzes war es anders (…)

Eigentlich aber schon seit den 1990er Jahren ist bekannt, mit Aufkommen des ersten »cleveren« SPAM aus dem Fluss juristischer Spitzfindigkeit irgendeines zu groß geratenen Geltungssucht-Kopfes, dass der Mensch an sich oft genug weniger bis nicht–viel–taugt.

Dass sich auch diese – vermaledeit – Script-Sprache namens JavaScript als hilfreich für Besucherinteraktionen der Websites all überall eingeschlichen und festgezurrt hat, sie gar gar nicht mehr wegzudenken sei, ist nur einer der vielen Schattenwürfe auf jenen Feingeist, der nur noch singularisiert durchs Web findet, gleichsam wabernd – ohne messbare Schwingung und erfahrbare Resonanz?

Ganz so tragisch aber ist es dann doch noch nicht.

Meinetwegen einem »Gott gedankt«; oder wenigstens diesen unverbesserlichen, ewigen Gestrigen, welche beharrlich altbacken im Netz herumwerkeln und geistern und sogar in diesen durchaus erlauchten Kreis frisch hineingeboren werden …

In der wirr machenden Geschäftstüchtigkeit des Netzes finden hin und wieder Websites, die ordentlich was taugen, unvermittelt einen Platz auf Seite 1 der Suchergebnislisten. Selbst wenn der Inhalt einen selbst eher kurz langweilt und das Layout dem Gehalt wenig schmeichelt: Kleine Zweizeiler, die bald wie eine ungewollte Geburt dieses ominös omnipräsenten Algorithmus erscheinen – und doch Hoffnung schüren.

Websites also, die keine Werbung, Datenerhebungs- und Analyseverfahren, Anbiederungen bis fremd-schamhafte Dämlichkeiten beherbergen und verbreiten sowie ihre Platzierung nicht kaufen.

Regelrecht gesunde, nützliche, nutzbare, mitunter wunderbar geschmackvolle, schöne Seiten.

Da schau ich mir auch die neusten Trends der Gardinen- und Strickmuster-Branche an.

Die lautesten, ober-dreisten sowie inhaltsbefreiten Websites indessen erbrechen ungehemmt minütlich ihre Argumentationen in diese nur vermeintlich virtuelle Welt, etwa dass Scripte das Web weiterentwickeln würden – interaktiver machen und so …

Sich nicht zu schade, von Benutzerfreundlichkeit zu faseln. Dass es dem Menschen diene …

Und Gegenstimmen, die sich nach Feingeist und über kulturelle Entwicklung erkundigen wollen, bestenfalls via Whataboutism und anderen Unsäglichkeiten unterschieben, bloß rückständig zu sein … die Technik nicht zu verstehen … den Arbeitsmarkt nicht … man falle zurück ins (rhetorisch wieder einmal missbrauchte) Mittelalter.

Also, »Entwicklung« ist doch ein weiter, vielschichtiger Begriff!

Der technisierte Mensch von heut schafft es in seiner »Entwicklung«, nicht nur den heimischen Lebensraum zu zerdeppern, sondern neuerdings die ganze Welt – neben seinen üblichen, bald gewohnten Kriegen, Morden, Diebstählen …

Ein diplomatischer Duktus ist länger schon obsolet.

Entwicklung des Netzes – also ehrlich, da hilft doch kein Script! Nicht einmal im Ansatz eines guten, ja besten Willens …

Script-Sprachen sind für Spieler, für Geschäftemacher und für solche, die sich dafür halten – für Höker-Männer, die planen, mit wenig Geld viel Geld zu machen.

Scripte sind für Pseudo-Service, die der Krämer damals und heute nicht vermisst, weil der Kunde sie nicht braucht und nicht vermisst. Service, welche aber Gewinn versprechen, irgendwelche Maximierungen, Optimierungen des größtmöglich Gedachten … und Geträumten.

Mit büschen HTML und Layout-Verirrungen geht das alles halt schlecht.

Tausende Alibis also für eine im Kern brauchbare Script-Sprache, die möglicherweise aber mehr Missgeburten erzeugt und bedient sowie weiteren Hydras den Weg bahnt als dass sie Wohltaten versprechen kann …

Wie auch immer: Nach gut und gerne 100 Durchsichten auf Herz, Kopf sowie Nieren von Websites Eurer Machart bin ich doch zu dem Ergebnis gekommen: Ihr könnt mich gleichfalls mal am Götz von Berlichingen …

Ihr seid einfach nicht zu gebrauchen und auch irgendwie für nichts nütze, was über Euch selbst hinausweist.

230 Partner [Firmen mit eigenen Datenschutzerklärungen], Hunderte Cookie-Speicherungen zwischen (sinnvollen) Session-Cookie und Speicherung diverser Cookies beteiligter Firmen bis 5787.04 days, Dutzende JavaScripte – und das auf einer banalen Website mit weniger Gehalt als im denkbar schlechtesten Höker. Dies war bis dato der »König« oder die »Königin« unter Euch.

Aber was weiß ich. Ihr macht das noch besser!

Bin mir sicher …

Viel Spaß im Netz!

Anhang – »KönigIn«

Exemplarisch, was unter »berechtigtes Interesse« (miss)verstanden wird, wie die gesetzliche Vorgabe, die eigene Datenschutzerklärungen in »einfache, verständliche Sprache« gemäß der DSGVO zu verfassen und zugänglich zu halten, vollkommen ignorant gehandhabt wird – und wie solche Hupen das Netz unzumutbar machen.

Vor Nutzung dieser Website über das Drücken des Buttons Alles akzeptieren: Es seien besser einige Datenschutz-Einstellungen vorzunehmen:

Foto 1 – linker Textblock: »Zustimmung für die Verwendung von Cookies benötigt«; wollen Sie diesen Text vollständig lesen, müssen Sie scrollen.
Das einleitende Geschwafel, die eigene Webpräsenz für den Nutzer kostenfrei halten zu wollen, enthält die Aussage, dass der Nutzer grosso modo offenkundig als blöd gesehen wird. Hinter einer Paywall würden solche Seiten wenigstens keinen Schaden machen … und niemand würde sie vermissen.

Rechte Seite Screenshot: Vom Seitenbetreiber vorab deaktivierte »Einstellungen«. Drücken Sie jetzt nicht Alles akzeptieren oder Auswahl bestätigen, sonder auf den Reiter Berechtigtes Interesse:

Berechtigtes Interesse

Die im Textblock der linken Seite genannten aufgeführten Zwecke [der Datenerhebung] folgen im Detail erst unter dieser Rubrik Berechtigtes Interesse;

Folgende Fotos zeigen zunächst wieder eine zweite, sodann erscheinende Übersicht:

Der blaue Button Alles akzeptieren [siehe Foto 1 und 2] begleitet einen.

PopUps Datenschutz-Einstellungen Einstellungen Übersicht

Folgende Screenshots: die Anbieter mit berechtigtem Interesse – über 200 verschiedene Firmen wollen Daten der Website-Besucher erheben und nutzen.
Deaktivierung durch Anklicken je einzeln möglich, andere nur durch Opt-out auf den externen Seiten dieser jeweiligen Partner; deren Datenschutz-Erklärungen seien zur Kenntnis zu nehmen [man beachte die Länge des Scrollbalkens].

Stellen Sie sich vor, diesen Kapriolen müssten Sie bei jeder Website, die Sie aufrufen, vor deren Nutzbarkeit abarbeiten:

endloser Scrollbalken Scrollbalken Anbieter Anbier Liste Scrollbalken unten sogenannte Partner Opt-Out bei den Firmen

Folgende Fotos – Via vertikalen Scrollbalken eine Übersicht über die Zwecke der Datenerhebung durch die genannten Partner.
Die eigentliche Übersicht über die Rubriken aber findet sich unerwartet unten; mit einem horizontalen Scrollbalken zu bedienen.

Dies ist bei über 200 Einträgen nicht bedienbar, nicht nutzbar – und genau so gewollt:

Cookie-Speicherung Scrollbalken unten, Firmen nutzen Daten

Diese Hupen haben keine »berechtigte Interessen«, die haben einen Knall.

[09. Oktober 2022] – Semantik in HTML5, Beispiel: das details-Tag.

In den Jahren 2013, 2014 erlernte ich die Grundzüge für das Handwerk, eine Website schreiben zu können. Damals war das Schreiben einer Website via HTML5 weniger zu empfehlen – das Potenzial von HTML5 und die Kompatibilität mit den Browsern passte nicht gut zusammen, um es verkürzt und höflich zu schreiben.
Mittlerweile indessen empfiehlt es sich, die eigene Website als »HTML5-Site« zu verfassen.

In den damaligen Jahren wählte ich die etablierte XHTML 1.0 strict – diese Sprache ist gut zu erlernen, sie verzeiht keine Fehler, was für das Erlernen sehr hilfreich war – und war und ist kompatibel mit HTML5.
Einiges, was zeitgemäß erscheint, kann XHTML nicht, zum Beispiel kann diese Sprache nicht gut (und valide) Videos ins Netz stellen. HTML5 indessen kann dies problemlos, mit einer eigenen Auszeichnung unter anderem für Videos, Fotos, Inhaltsbereiche verschiedener Art.

Die eigentliche Stärke von HTML5 ist nicht die technische, deren Zeit angepasste Entwicklung oder deren kürzere Schreibweise, vielmehr deren semantische Auszeichnung dessen, was man als »Website« veröffentlichen will.

Dies ist auch die Stärke der allem zugrundeliegenden HTML-Sprache selbst, die frei von Design semantisch stets ihren Dienst erfüllt hat, weiterhin erfüllt und erfüllen wird – zum Beispiel die sinnvolle hierarchische Gliederung von Text durch Überschriften oder die (semantische) Gewichtung eines Wortes oder Textpassage durch Kursive oder Fettschrift.

Nun ist meine Website über die Jahre bis 2022 gewachsen, über 1300 Dateien (Seiten, wenn Sie so wollen) und mittlerweile fast 10.000 verarbeite Fotos sowie eine Handvoll Videos – geschrieben war sie bis etwa Ende 2021 in XHTML 1.0 strict.

Jetzt läuft die Website unter HTML5. Diese grobe Umstellung, den XHTML-Kopf durch HTML(5) zu tauschen, war nicht allzu schwer und eher eine Fleißarbeit für den Editor »Bluefish«, der alles suchen und ersetzen musste. Nun will ich aber auch das (semantische und technische) Potential von HTML5 nutzen. Und diese komplette Umstellung der eigenen Website ist dann nicht mehr so leicht so bewerkstelligen. Denn es genügt dann nicht, dass der Kopf der einzelnen Seiten nun auf HTML5 geändert ist, vielmehr muss man in den Text hinein und die vorhandenen Texte, Bildblöcke, Strukturen und Formate umbenennen und angemessen auszeichnen und ordnen.
Dies macht bei umfangreichen Seiten, die inhaltlich erhalten bleiben sollen, wirklich ordentlich Arbeit.

Das Details-Tag – Beispiel für HTML5

[Infobox] – Meine Box via Details-Tag – [bitte öffnen]

Eine Box mit abrufbaren Informationen. Der Aufbau und die Funktionalität ist denkbar einfach:
Auf die Zusammenfassung (summary, hier blau) klicken, der kleine Pfeil weist dann nach unten, Box geht / ist auf, Text lesen oder Bilder schauen, erneut auf die Zusammenfassung klicken, Box geht wieder zu.

Im Browser-Speicher ist diese Aktion des Öffnens der Box nicht zu sehen. Ganz anders das damals und bis heute gern verwendete target-Tag. Dieses Attribut erlaubt zwar auch das Öffnen von Boxen, jedoch als »Link« – und die speichert der Browser sodann brav ab, als ob man eine weitere Seite besucht hätte.

Öffnet man einige Boxen, die mit target erstellt wurden, ist der Browser-Speicher etwas zugemüllt – und der »Zurück-Button« zur voran genutzten Seite führt einen zunächst durch alle zuvor geöffneten »Target-Boxen«, die als »Verweis« im Browser-Speicher liegen.

Das Öffnen des Details-Tag indessen ignoriert der Browser, respektive registriert das Öffnen und Schließen nicht in seinen Speicher. Sie können also unzählige solcher Details-Boxen öffnen – und mit einem Klick auf den Zurück-Button sind Sie wieder auf der zuvor besuchten Webseite.

Auch das Öffnen und Schließen der Details-Box selbst erfolgt ruhiger als via target-Attribut; letztes nämlich benötigt ein »Verweis-Ziel« (Link-Anker bei der Box für das Schließen der Box), wodurch die gesamte Website zu diesem Verweis-Ziel »springt«, als ob Sie einen neuen Absatz oder gar eine neue Website aufsuchen würden; ähnlich einem regulärer Anker-Verweis (etwa von einer »Inhaltsübersicht« via Link-Attribut zum »Kapitel« – und von dort ggf. wieder zurück zur Übersicht; und derlei).

Via absoluter Positionierung der Inhaltsbox könnte auch das Verschieben der unter der Box stehenden Teile der Webseite verhindert werden – die Box legt sich dann über diese der Box nachfolgenden Bereiche.

Die Details-Box aber ist nicht nur in dieser technischen Betrachtung »entspannter« sowie auch in der Schreibweise kürzer fassbar, vielmehr ist das Details-Tag semantisch sinnvoll aufgebaut – dies ist bei der Nutzung von target (oder dem Button-Element oder auch der dann zweckentfremdeten Checkbox für Formulare) nur bedingt möglich.

Im Vergleich der Quelltexte ist das Details-Tag der klare Gewinner:

<details> <summary> [Infobox] – [bitte öffnen] </summary> <aside class="OPTIONAL"> <h6>Zettel im Web</h6> <p>Mein Text.</p> </aside> </details>

Folgender Auszug: Die Grundstrukturen der »alten« Target-Box, deren id und class zwar – wie stets – frei bezeichnet werden können, jedoch nicht optional sind, wenn es funktionieren soll:

<p id="oben"><a class="auf" href="#infokasten" title="Bitte öffnen">[Infobox] – [bitte öffnen]</a></p> <div id="infokasten"> <h6>Zettel im Web</h6> <p>Mein Text.</p> <p><a class="zu" href="#" title="zum Seitenanfang">schließen</a></p> </div>

Ferner ist beim Target-Tag die Verwendung von Div-Tags bald unumgänglich, soll der Text innerhalb der Box Struktur bekommen.
Das Details-Tag braucht keine (inhaltsleeren) Div-Blocks.

Ein Verschachteln mehrerer Details-Tags ineinander ist problemlos, während Verschachteln beim Target-Tag rasch »chaotisch« wird …

Die Trennung von Inhalt, Design und Interaktion ist ein prima Leitfaden für das Schreiben der eigenen Website.

[Infobox] HTML – [bitte öffnen]
[Infobox] CSS – [bitte öffnen]

Eine strukturelle und semantische weitere Verbesserung der Website bringt HTML5 sozusagen von Haus aus mit.

Einige Dutzend meiner alten target-Info-Boxen habe ich Oktober 2022 nun umgeschrieben, etwa die Fotos aus viktorianischer Zeit oder die Boxen der Seite über Web-Schriften [dort finden Sie auch eine Kritik an diesen Boxen]. Sie können dort jeweils alle Boxen aufmachen – und via Zurück-Button sofort wieder zu dieser Seite zurück.

Ob ich die gesamte Website nach und nach auf diese wunderbar hilfreiche Semantik von HTML5 umgestellt bekomme, bezweifel ich. Es ist freilich nicht zwingend erforderlich, denn meine Seite kennt keine (semantisch leere) »Div-Suppe« und ist von der Gliederung soweit in Ordnung, wenngleich es meinem Seelenheil gut täte, das semantische Potential von HTML5 auszukosten …

Schauen wir mal …

In 2014 war ich froh, überhaupt HTML-Zeilen in den Editor und vom Editor über den Server in die Welt zu bekommen … ohne das Internet kaputt zu machen.

Eine gute, umfangreiche Übersicht über die »Elemente« in HTML5 bietet das WordWideWeb Consortium [englisch]. Link führt zur Seite »Details-Tag«.
Vergleiche Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG); Mozilla ist von dieser Working Group halbwegs zu ertragen, bei den weiteren Kandidaten (Apple, Google, Microsoft) sind wohl ausnahmslos Eigeninteressen leitend; siehe dazu folgenden Link:

Kritik an der Art und Weise der Entwicklung von HTML5, Wikipedia [Sprung zum Absatz] – die aufgeführten Quellen zeigen zugleich ein Bild der Entwicklung vor und bis 2013; als ich 2013 anfing, eine Website zu schreiben, war HTML5 kaum produktiv problemlos einsetzbar.

[02. November 2022] – Überarbeitete Website – Semantik im Web.

Ende Oktober bis Anfang November 2022 schrieb ich meine Website, deren Grundgerüst ich 2013, 2014 in XHTML 1.0 strict schrieb, auf HTML5 um. Den Kopf der Seiten tauschte ich schon vor geraumer Zeit von »Strict« zu HTML5 aus. Dies allein aber nutzt das Potential von HTML5 natürlich nicht. Aber: Der Anfang war gemacht …

Exakt 1335 Seiten sind nun auch im inhaltlichen Bereich (innerhalb der Textstrukturen) auf HTML5 umgestellt.

Dies waren einige Stunden Arbeit …

Alles validiert ist das noch nicht …

Feinheiten

Der Textblock meiner Seiten sollte so bleiben, leicht links von der Mitte gelegen (dies dient dem Lesen!): also die Grund-Struktur für den eigentlichen Inhalt meiner Seiten blieb unverändert; main, so heißt dieser Inhaltsblock in HTML5.

Größere Bilder aber sollten den gesamten Viewport fließend einnehmen, von links nach rechts geordnet, auch und zumal bei einem großen Bildschirm, die Bilder sollten also ohne linken und rechten Leerraum zum jeweiligen Monitorrand erscheinen.

Dies aber kollidiert mit dem schmalen main-Block! Gibt man diesem main-Block eine maximale Breite (max-width), sodann Außenabstände links und rechts (margin), erscheint alles, was innerhalb dieses main-Blocks ist eben in definierter max-width und in den definierten margins.

Eine Lösung, dass die Bilderblöcke dennoch aus dem definierten main-Block links und rechts herausragen, wäre folgende Anweisung für die Bildblöcke:

.meine-bild-block-klasse{
width:100vw;
position:relative;
left:50%;
right:50%;
margin-left:-50vw;
margin-right:-50vw;
}

Diese und weitere Lösungen unter Full Bleed.

Dies funktioniert – wenigstens mit meinem Browser (Firefox). Aber funktioniert dies auch unter Chrome, Opera Safari … unter diversen Handyformaten … ganz zu schweigen von dem Browser-Unikum, das sich Internet Explorer nennt?

Da zeigt es sich: Ich bin ein (Rosen-) Bauer, kein »Frontentwickler« … ich teste meine Website nicht (mehr) in allen denkbaren Ausgabegeräten.

Der Vorteil aber von dieser CSS-Anweisung ist nicht nur, dass der gewünschte Effekt eintritt: schmaler Textblock, aber raumgreifende Bilderreihen. Vielmehr könnte die Semantik beibehalten werden:

          | Textanfang |

Bild | Bild | Bild | Bild | Bild

          | Textende |

Alles im Fluss!

Ich habe mich aber nicht getraut, die obige Cascading-Style-Sheet (CSS)-Anweisung anzuwenden – und habe (semantisch) gefuscht:

          | Textanfang |

          | Textunterbrechung |

Bild   |   Bild   |   Bild   |   Bild   |   

          | Textfortsetzung |

          | Textende |

Der Bildblock im zweiten Schema ist sozusagen außerhalb des Text-Flusses. Der Text wird (semantisch unfein) unterbrochen für das Einfügen der Bilder.

Verschachteln von Text-Inhalten ist folglich auch nur bedingt möglich, denn sobald ich einen Bildblock einfüge, unterbreche ich ja stets abrupt das semantisch-logische Verschachteln (etwa von einem Hauptteil mit einzelnen Kapiteln).

Dies betrifft meine längeren Textseiten (Beiträge zur Kultur der Rose), nicht aber die Sorten-Seiten, die semantisch ohne Bruch für mich in Ordnung sind.

Nun also ahne ich jetzt schon, dass ich irgendwann auch diese Hauptseiten erneut dahingehend korrigieren werde, indem ich die ja inhaltlich relevanten Bildblöcke im Text doch einarbeite: ohne diesen Bruch im »semantischen flow«.

Entweder mit obiger CSS-Anweisung – oder halt mit einer anderen.

Bei den Rosenübersichten meines Menüs indessen sind die Bildblöcke wieder innerhalb des semantischen Text-Flusses. Die Übersicht über die gelisteten Rosen ist dann auch besser; es stehen maximal drei kleine Rosen-Fotos innerhalb des Textes nebeneinander.

Jetzt raucht mir erst einmal der Kopf – und ich bin trotz diverser Unfeinheiten soweit auch ganz glücklich mit dem jetzigen Ergebnis.

Allerdings sei noch angemerkt: Der Unterschied von section und article ist im wirklichen (Schreiber-)Leben für mich auch nicht immer eindeutig zu machen. Teile also diesbezüglich gerne die Haltung der Wiki von selfhtml: man sollte sich an den Feinheiten dieser beiden Auszeichnungen nicht zu lange aufhalten …

Hab ich gemacht!

Und als Letztes

Im Durchschnitt werden – nach meinen Durchsichten – um die 2000 CSS-Anweisungen pro Website geschrieben.

Ich verstehe bis heute nicht, was diese (oder gar deutlich mehr) Anweisungen so alles machen?

Meine alte CSS-Datei hatte rund 140 CSS-Anweisungen. Diese neue Site hat seit 2022 nun 77 CSS-Anweisungen. Einige, wenige Anweisungen inline kommen hinzu: auf Seiten, wo diese Anweisungen alleine genutzt werden; etwa bei meinem Kontaktformular für die Schriftgröße (die Browser seitig stets zu klein ist) oder bei den Spielereien, etwa auf dieser Seite, wo ich im Kopfbereich (head) die entsprechenden Anweisungen schrieb.

Ich habe aber einfach keine Idee, was weitere 1000 Anweisungen in meiner CSS-Datei auf meinen Seiten »besser« machen könnten … mir fällt nichts ein!

Grid-Layout

Das Grid-Layout ist toll! Vereinfacht geschrieben: Soll der Browser sich um die vernünftige Darstellung kümmern (also alles errechnen); kann er sowieso besser. Ich indessen gebe allein den »künstlerischen Entwurf« ab (und korrigiere respektive verhindere einige Browser-Macken). Im Kern ermöglicht genau dies das Grid-Layout, so dass mein Ehrgeiz geweckt ist, irgendwann mit zünftigen 50 CSS-Anweisungen auszukommen … – es spart Datenvolumen, ist also ökologisch und Nutzer orientiert sinnvoll, es pflegt sich leichter – und schaut cool aus!

Anmerkung 08. November 2022

Die Seiten über das World Wide Web (Gestaltung) vereinheitlicht, zusammengefasst in einer CSS-Datei.

Auf diesen Gestaltungs-Seiten über das WWW auch die oben schon genannte folgende Anweisung (modifiziert) verwendet:

.bilder-block{
width:100vw;
position:relative;
left:50%;
right:50%;
margin-left:-50vw;
margin-right:-50vw;
}

Bei meinen Testdurchläufen funktioniert alles gut.
Falls die Bilder bei Ihnen auf einem größeren Monitor nicht außerhalb der Textblöcke dargestellt werden, sehen Sie im schlimmsten Fall die Fotos etwas kleiner und halt innerhalb der Textblöcke.

Über diesbezügliche Rückmeldungen freue ich mich natürlich.