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Das Tutu der Rosenwelten – und deren Tutu-Sprache

Teil 1Teil 2

Kordes 2018 Kordes 2018 Kordes 2018

Suchbilder*

Als Erwerbsgärtner können Sie auf den Verkaufspreis von Container-Rosen nicht nur einen ordentlichen Obolus aufschlagen, Sie müssen es, damit zumindest dieses Tutu des Rosenmarktes aus mehrfarbigen Kunststoff-Container, Bildetikett, Etiketten-Halter und Geschenktüten auch bezahlt und damit wirtschaftlich wird – von Kunden bezahlt, also von Ihnen, die dieses Tutu dann auch brav in Garage, im Schuppen und Keller einlagern und stapeln, bis zum nächstbesten Sperrmüll-Termin.

Haben Sie auch gehortetes Tutu zuhause?

Was machen Sie damit?

Wieder verwenden? Und dann?

Eben!

Zwischenfrage:

Haben Sie die Rosen auf den Bildern gefunden?

Hilfe:

Also, das dunkelgrün Abgesetzte hinter den Etiketten-Halter, was ab der Oberkante des bunten Gedöns hervorlugt, sind … genau!

Dieses grün Abgesetzte müssen Sie vor dem Pflanzen aus dem Gedöns heben.

Dann können Sie das in Ihren Gartenboden setzen, was Sie gekauft haben.

Zweite Hilfe:

Beim Pflanzen geben Sie dann ins Loch:

Den Rosen-Starter!

Kordes 2018

Was ist das denn? Mögen Sie fragen.

Fragen Sie nicht viel! Ist doch egal! Oder selbstredend!

In den Boden verklappen, diesen »Starter«! Ist ja offenbar »Bio«, also »natürlich«, halt nur aus der Tüte – und in den Boden verbracht heißt es: alle Rosen wachsen besser, gesünder, blühen reicher usw.

Geht auch übers Laub: Blatt-Aktivatoren! Von denen aber gibt’s halt auch einige auf dem Rosen-Markt! Sie mögen fragen: Welcher ist wohl der beste »Blatt-Aktivator«! Ich antworte: Die probiere ich einfach alle aus – und berichte von meinen Untersuchungen im nächstbesten Forum!

Ein neuer Thread!

Ich pumpe meine Rosen von oben und unten voll – und die blühen sich kerngesund zu Tode.

Wenn der Nachbar zeitgemäß stirnrunzelnd erfragt, was wir da machen, rufen wir einfach alle »Bio!«.

Kordes und Co. nutzen derlei bestimmt auch! Würden die derlei ansonsten anbieten?
Sagen wir mal, Kordes pflanzt, topft, kultiviert um 1,5 Millionen Rosen pro Jahr. Macht wie viel Liter »Starter« und »Aktivatoren«? Hmm. Die kriegen bestimmt Mengenrabatt …

Ich selbst habe bummelig 700 Arten und Sorten – und einige tausend Pflanzen. Hmm, hmmm. Eine Tüte »Plantworks ‘rootgrow’« etwa reicht für bestenfalls 12 Pflanzen. Mengenrabatt? Sage ich mir mutig: 20%? Und natürlich dann versandkostenfrei!

Ein Schnäppchen! Und für meine geliebte Rose mach ich ja ohnehin alles – in der Regel ohne Ausnahme.

Also ehrlich! So beginnt jede Realsatire
Wenn Kordes das eigene Zeugs in den eigenen Boden verklappt, zitiere ich laut auf dem Marktplatz fünf Stunden Sappho rückwärts in original Altgriechisch! Mach ich!

Dies wird dann peinlich!

Ich wette, Kordes handhabt es wie ich, dieser Nachahmer:
Loch, Rose rein, Erde rein, Wasser rein, Loch zu, Wasser drauf – wächst!

Schau einer an: Dem Luschengärtner mit seinen Handvoll Rosen mal eben 20–30 € abluchsen …

Die Euros verklappt er dann in seinen Garten.

»Boden-Aktivator«, »Rosen-Starter«, »Blatt-Hilfen«. So ein Quatsch!

Diese Werbung appelliert an den selben niedrigen Instinkt wie die Bewerbung von folgenden 5-Liter-Röslein von allen Kordes dieser Welt, Röslein, von denen es heißt, sie mögen früher blühen als die schnöde, wurzelnackt gepflanzte Rose:

Kordes 2018

Zurückgeschnittene Containerrosen (…) für den Herbstversand (…) treiben und blühen im Frühjahr früher (…)

Warum sagen die mir nicht ehrlicherweise: Rosenfreund, was früher blüht, verblüht auch früher.

Und raten mir: Spätfröste im Frühjahr beachten! Besser sei doch stets, lieber Rosenfreund, ein zeitgemäßes Treiben … und Blühen.

Dieser »Rosenfreund« denke dann selbst weiter, ob nicht jedes beschworene »früher Blühen« nur eine Verlockung für meine Ungeduld sei.

Gleich, ob ich im April schon blühende Rosen präsentiert bekomme, herangezogen aus den umtriebigen Gewächshäusern dieser Welt – oder im Herbst in Aussicht gestellt bekomme, dass eine Pflanze aus einem Container in die Erde verbracht »früher blühe« …

Sie pflanzen eine Jungpflanze – und sollen der Hoffnung erliegen, dass dieses Kind aus einem Topfe geboren im ersten Jahr seines Lebens rasch und »früher blühe«? Na ja …
Eine Pflanze, die bei Ihnen über Jahre als Gehölz im Garten ihren Platz erobern soll, kostet für diese wohl früh sterbende Hoffnung halt einige Euros mehr.

Kaum ein vernünftiger Gedanke für den Erwerb solcher Containerrosen für eine Herbstpflanzung, für eine Pflanzung im Winter oder im zeitigen Frühjahr …

Rosen wurzeln ab Herbst über den Winter bis ins Frühjahr ein – und im Wonnemonat haut es hier wie da die Triebe raus!

Sagen wir es so: »Lieber Rosenfreund, liebe Rosenfreundin, wir verdienen etwas mehr an diesen Containern … Reklamationen sind eigentlich nicht mehr gut begründbar … wir arbeiten logistisch klug schon für die kommende Saison vor und
wir sagen ehrlich, mitunter muss der Container-Überschuss aus der Sommer-Saison schlicht runter von unseren Flächen!

Ökologisch zwar verrückt, im Herbst Plastik-Töpfe mit Rosen zu kaufen – wir würden uns freuen, Sie täten es dennoch.«*

* [Fussnote überspringen]

Heute ist anno dazumal – nur ganzjährig und in Töpfen

Auch anno dazumal blieben Rosen im Verkauf über, Wurzelware halt, die seit alters her für den Herbst- oder Frühjahrsverkauf bestimmt ist. Überschuss wurde aufgepflanzt – oder aufgebrannt, also »kompostiert«.

Heute ist die Saison gestreckt, der Rosenverkauf erfolgt »ganzjährig«: Jeder »Überschuss des Herbstes« ist kein Überschuss, sonder einkalkuliert – für die Containerkulturen der Sommer-Saison.

Es wird mehr produziert, als der Herbst und das Frühjahr verkauft bekommen.

Töpfe, die dann leider im Spätsommer doch noch auf den Flächen stehen, bezeugen einen »schlechten Containerverkauf dieses Jahr, Kollege«;
oder sie bezeugen schlicht eine Fehlkalkulation (zu viel getopft, nicht die Sorten getopft, die »aktuell« gekauft werden, inkompetente Wiederverkäufer beliefert oder zu viele verregnete Events besucht …).

Dieser Überschuss steht im Herbst noch auf den Produktionsflächen herum und kostet Geld.

Was soll man machen: Will man als Baumschule noch wirtschaftlich sein, gehört ein »kreativer Verkauf« zum Geschäft!

»Wurzelnackte Rosen werden ohne Erde versandt« – dies ist wahrlich schöpferisch formuliert, wie unten nachzulesen. Diese Formulierung stammt tatsächlich von einem ernstzunehmenden Fach- und Markt-Profi, der lehrmeisterlich holprig meint, den Rosenfreunden »nackt« erklären zu müssen …

Wahrlich wortakrobatisch ist das herbstliche Anpreisen überschüssiger Topfware als durchwurzelte Pflanzen, die aufgrund eines »vorhandenen Wurzelballens« und der Aussicht auf früher Blüte »vorteilhaft« seien.

Derlei ist sogar ziemlich dreist, denn: so wie in diesen Töpfen wurzelt keine Rose im Garten.

Das Wurzelwerk in diesen Töpfen ist zwangsläufig beengt, zu kurz, aus Platzmangel im Spätsommer auch zu dicht, beides muss die Pflanze im Gartenboden zunächst sortieren. Dieser »Ballen« trocknet auch schneller ab als das umliegende Erdreich.

Das Topfsubstrat ist gleichfalls für das Einwurzeln im Garten hinderlich, Substrate sind keine Gartenböden, der Pflegeaufwand ist insgesamt höher (Beimengung von Substrat ins Pflanzenloch für einen fließenden Übergang; feucht halten: Auch Topfsubstrate trocknen wie diese vorhandene »Durchwurzelung« rascher ab als jede wurzelnackt gepflanzte Rose in »nackter«, purer Gartenerde.) …

Restdünger im Substrat und Blattgrün sorgen im Herbst eher dafür, dass die Rose nicht zur Ruhe kommt. Diese Ruhephase aber im Kopfbereich der Rose ist Pflicht für eine sachgerechte Herbstpflanzung. Die Wurzeln wachsen in den Winter hinein und im Winter durch – der Kopf aber doch nicht.

Vorteilhaft ist an diesen Topfrosen gar nichts, zumal nicht bei eine Pflanzung im Herbst. Dieses Zeug muss schlicht weg!

»Fünf Rosen im Vorteilspaket!« ist Wortakrobatik: »aus unserer Kollektion ›Kauf-Mich®‹ stellen wir für Sie zusammen …«. Fünf Rosen halt. Bleiben wir höflich und vermuten, es könnten beide profitieren, Käufer und Verkäufer. Der Verkäufer und Züchter bekommt mit einem Schwung mehrere seiner Rosen in die Gärten, sogar Ladenhüter – und der Käufer »spart« pro Pflanze, brav umgerechnet zum Einzelpreis – sowie Versandkosten.
Vorteils-Pakete: Immer wieder amüsant zu verfolgen, wie die »geliebte Königin der Blumen« dann zum Schnäppchen degeneriert … und ohne Sinn und Verstand tatsächlich gepflanzt wird, was im Schnäppchen-Paket halt ist: Schnäppchen-Gärten …

Solche Pakete kann jeder Anbieter schon unverdächtig ab Mai schnüren, zum Saisonstart: die Kollegen schlafen ja auch nicht und der Herbst kommt bestimmt …

Geschmackloser wird es, wenn ab Spätsommer gelbe Schilder mit roter Schrift 50% Rabatt preisen … »auf alle Topf-Queens«. Derlei findet man selten im Mai.
Die Devise ist spätestens Ende Sommer-Saison: Weg mit dem Zeug in diesen Pötten!
Und zum Ende dieser »Aktionen« einer aber einfach nicht enden wollenden »Saison« bleibt dann halt immer noch genug auf den spätsommerlichen Flächen stehen, das umsorgt, respektive entsorgt sein will: aufgebrannte Rosen aus Pötten, also teuer kompostierte Ware – und jede Menge Kunstoff-Müll.

Derlei kann dem Rosenbauer Falten auf die Stirn schmeißen und ordentlich Sorgen machen …

Der Acker ist voll! Das Kühlhaus wird voll! Die Flächen aus der Saison sind zum Herbstgeschäft auch noch voll? Die Kosten laufen! Das Zeug muss weg!

Auf welchen Wegen auch immer Rosen produziert, verkauft und gekauft werden, es sollten Wege und Haltungen sein, welche wenigstens noch halbwegs mit einer »Königin« zusammengehen …

[Ende Fussnote]

Wie also wäre es damit: »Wir bieten diese Containerware im (späten) Herbst (bis zum zeitigen Frühjahr) zum Preis der Wurzelware … die Versandkosten liegen freilich höher.«

Gewonnen hätte der »Rosenfreund« an diesen ehrlichen Töpfen nichts.
Nur eine Handvoll Euros mehr ausgegeben für dasselbe wurzelnackte Röslein für seine Herbst- oder Frühjahrspflanzung.

Kein Frohlocken mehr an »frühe Blüte« …

Ökologisch, gartentechnisch sowie kulturgeschichtlich gesehen pflanzt es sich im Herbst oder Frühjahr dann doch besser: nackt, blattlos, blütenlos, pure Triebe und Wurzeln.
Diese Nacktheit sieht dann so aus:

Kordes 2018

(…) ohne Erde (…)

Schick, nicht?

So etwas braucht doch keine »Aktivatoren«! Das wächst bei Erdkontakt freiwillig! Blüht – meinetwegen hinzugedichtet – 14 Tage später als jener exemplarische Tinnef im Pott – dafür aber auch 14 Tage länger …

Und im Herbst gepflanzt, müssen Sie die nackte Schönheit auch nicht ständig gießen …

Warum also sollten SIE etwas kaufen, was die renommierte Rosenfirma Kordes ohne Not selbst nicht pflanzt …

– und warum sollten Sie in Ihren Garten verklappen und versprühen, was als »Aktivator« und Wundertüte auch nicht in die hauseigenen Rosenrabatten der Firmen gelangt?

Ein auch noch so kleiner Rosenpark – wie zum Beispiel meiner – braucht derlei überhaupt nicht und nie und nimmer – niemals!

Lassen Sie es einfach! Dieses Zeugs! Lassen Sie es im Verkaufsregal – und kümmern Sie sich anderweitig, preis-wert, nachhaltig und ganzheitlich um Ihren Boden.

Schmeißen Sie zum Beispiel eigenen oder regional produzierten Kompost im Herbst in Ihre Beete und Rabatten!

Pflegen Sie meinetwegen die Mythen rund um Kaffeesatz und Bananenschale mit Inbrunst: derlei ist allemal ausreichend, nachhaltiger, kostenneutraler und effizienter als alle miteinander schmusenden Vitanal®-Präparate dieser Welt:

Kordes 2018

Kunden kauften auch … haben sich ebenfalls angesehen

Ja, ja … dieses neuzeitliche, ewige Glas-Googlen für ein noch effizienteres Platzieren von Produkten, die der kreative Kollege neuerdings hat – und von denen der Marktdruck dann meint, der eigene Betrieb müsse sie auch anbieten!

Sparen Sie sich das Geld und kaufen Sie Pflanzen:

Kordes 2018

Das pflanzen Sie!

Und – in der Regel ohne Ausnahmenohne Torf.

Also, um die Altmeister-Familie Kordes noch einmal zu bemühen: Rosen ohne Erde. Also »ohne Erde«.

Ich darf mich selbst zitieren: Setzen Sie Rosen nackig in Ihre Scholle. Pflegen Sie kurze Wege: Aus einem Mutterboden der Schulen in Ihren Mutterboden des Gartens.

Keine Alternative

Kordes 2018

Kordes 2018

Warum? Wozu ist dies alles nütze?

Eine endlose Liste von überflüssigen Zeugs als vermeintliche »Services« für die Gärten dieser Welt …

Die Vorteile dieser Containerkulturen liegen einzig im Verkauf – ansonsten nirgendwo.

Der Verbrauch von sog. Pflanzenschutzmittel liegt zum Beispiel deutlich höher als bei reinen Freiland-Kulturen im »Mutterboden«;
die Vor- und Nachteile macht Fa. Rohwedder in einem tabellarischen Vergleich Wurzelware / Containerrose deutlich.

Container in den Garten tragen, auspacken, pflanzen und die Verpackungen entsorgen … gießen, gießen, gießen …

Für alles im Leben muss man halt bezahlen, auch für Ungeduld …

Wie schreibt es Kordes so schön, so aufrichtig und klar: Wurzelnackte Rosen (…) werden ohne Erde versandt.

Und folglich ohne ein Gefäß …

Die Produktion von Wurzelware erfolgt ohne Gefäße und Substrate …

Sie schmeißen ansonsten Torf in Ihren Garten.

Die lächelnde Dame da oben im Bild hat Plastikmüll und Torf in den Händen – das Produkt eines wahrlich zu hinterfragenden Marktes.

Kein halbwegs empathischer Mensch versteht, warum die Dame lächelt.

Torf als weiteres Beispiel ist gewiss »Bio«, gar ein Bio-Top, also diese Moore und so sind Biotope, also diese Torf-Abbaugebiete.

Die sitzen – in der Regel ohne Ausnahme – irgendwo im Osten.

Also ziemlich weit weg, diese Bio-Top-Substrate-Industrie.

Witzig!

Deren Abbau schmeiß ich dann Stück für Stück in meinen Garten! Wenigstens dann, wenn ich »Rosen mit Erde« kaufe, also die Dinger der Dame in Pötten.

Und alsbald habe ich – Pott für Pott – einen Bio-Top-Garten! Oder?

Fragen Sie bei den Kordes dieser Welt nach …

Was ökonomisch notwendig erscheint, ist nicht unbedingt ökologisch und nicht gesamtwirtschaftlich gesehen ethisch und ist nicht kulturgeschichtlich schön zu machen, nur weil es dem Portmonee des einen und der Ungeduld der Liebhaberei dann besser gefällt …

Wie auch immer …

Wo war ich?

Ach ja, dieses TUTU des Rosenmarktes!
»Plastik statt Jute« …! »Substrate« gegen Böden! »Blühender Versand«! Gartenwissen aus Wundertüten! Massenware als »genetische Ressource«!
»Rosen« und »Bio-Diversität«?
Kakaofarben und Blau im Zierpflanzenanbau!
Die heilige Kuh ‘La France’!
Diese nimmersatte Kultur mit Rosen, geboren aus Geschäft und Liebhaberei – und so weiter.

Lohnt nicht, sich den Kopf zu machen …

Wenn eine der weltweit größten Rosenschulen und Zuchtbetriebe derart unterwegs ist, finden sich deren Weisheiten alsbald in allen lizenznehmenden (Online-) Shops, in allen ängstlichen Gartenzeitungen, in den bemühten Blogs und Foren sowie und schließlich gar in den Wikis dieser Welt.

Alle wollen ihren Anteil an dem, was wir bereit sind zu geben

Aufmerksamkeit, Zeit, Euros …

Der (Rosen-) Markt ist als Markt schlicht gestrickt, er kann halt nicht viel, er kann bewerben und verkaufen.

Mitunter ist die sogenannte (Fach-) Literatur nicht anders und ein kleines Spiegelbild: Bücher bedienen dann das, wofür wir mutmaßlich auch bereit sind, etwas zu geben – zum Beispiel unser Augenmerk für ein erstes Durchblättern, dann den Betrag für das Buch, somit unsere Lesezeit, unsere Langeweile oder unseren Hirnschmalz.
Auf derlei achtet wohlmöglich schon akribisch der Autor, je nach Motivation und Interessenlage seiner Autorschaft, spätestens aber der Verlag achtet darauf, dass auch eine Leserschaft vorhanden sein dürfte, die dieses und jenes wohl irgendwie zur Kenntnis nehmen wird … ausreichend bezahlen will – und liest … kauft … pflanzt …

Märkte wollen verkaufen …

Die umworbene Rose ist halt eine beworbene Ware, leider in vielerlei banalen bis verwirrenden Hinsichten und Beziehungen:

Meine Neugierde und Interessen rufen Seiten im Netz auf – und Netzanalysen personalisieren unmerklich und unvermittelt mein Surfen … und sagen mir, dass sie mir »dienen« wollen – und ich finde über diesen zunehmenden Einfluss auf mein Surfen nur noch mit Mühen das von mir Gesuchte in einem der weltgrößten Netzwerke und Wissensbanken!
Dies ist schon ziemlich verwirrend …
Die Kommerzialisierung des Netzes tut auch der Rosenkultur kaum gut …

»Rosen und Kultur« …

Da müssen Sie, lieber Rosenfreund, liebe Rosenfreundin, schon stets selber ran, an diese wie jene »Kultur der Rose« … im Netz, in der Literatur, in den Shops und den bemühten Nachschlagewerken unserer »modernen Welt«.


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* Alle Bilder sind Bildschirmaufnahmen von der Webseite www.kordes-rosen.com aus August 2018.


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